James Gunn Poster

Nach Rauswurf von James Gunn: So reagieren die Marvel-Stars & die Fans

Andreas Engelhardt  

James Gunn hatte als Regisseur der beiden „Guardians of the Galaxy“-Filme die Herzen zahlreicher Marvel-Fans gewonnen. Am vergangenen Wochenende wurde der Filmemacher aufgrund jahrealter Tweets jedoch von Disney gefeuert. Marvel-Stars, andere Schauspieler und zahlreiche Fans haben seitdem auf die Entlassung von James Gunn mit teils eindeutigen Aussagen reagiert.

Letzten Freitag, am 20. Juli 2018, wurde James Gunn von Disney gefeuert. Der Filmemacher sollte eigentlich „Guardians of the Galaxy 3“ inszenieren, nachdem er bereits die beiden Vorgänger gedreht und geschrieben hatte. Aufgrund von inzwischen gelöschten Tweets, die einige Jahre alt sind und in denen Gunn Witze über Pädophilie und Vergewaltigungen gemach hat, beendete Disney jedoch die Zusammenarbeit mit dem Regisseur. Die beleidigenden Aussagen seien nicht mit den Werten des Filmstudios vereinbar, hieß es in einer offiziellen Stellungnahme.

Als erster Marvel-Stars reagierte Dave Bautista auf die Entlassung von James Gunn. Bautista spielt in den „Guardians of the Galaxy“-Filmen und „Avenger 3: Infinity War“ den Krieger Drax. In einer ersten Stellungnahme schrieb Bautista, dass er es nicht in Ordnung finde, was mit dem Regisseur passiert ist. Gunn sei einer der liebevollsten Menschen, die er jemals getroffen habe und er habe wie wir alle Fehler gemacht, meinte Bautista zu der Kontroverse.

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Fans starteten Petition, um James Gunn zurückzubringen

Die jahrealten Tweets von James Gunn wurden von der rechten Seite The Daily Caller und anderen Rechten und Verschwörungstheoretikern zutage gefördert, die direkt eine Entlassung des Filmemachers forderten. Gunn hatte sich wiederholt negativ über die Trump-Administration geäußert, weswegen er vermutlich von Rechten als Ziel gewählt wurde.

In weiteren Tweets bezeichnete Dave Bautista den Vorfall deswegen als Angriff von Cybernazis und rief dazu auf, sich geschlossen gegen diese zu stellen.

Die Marvel-Stars Zoe Saldana und Chris Pratt haben sich mittlerweile ebenfalls zu dem Rauswurf geäußert. Saldana meinte via Twitter, dass sie alle Mitglieder der „Guardians of the Galaxy“-Familie für immer lieben werde. Pratt rief mit einem Bibelzitat wiederum dazu auf, zuerst zu versuchen, anderen zuzuhören und sie nicht gleich hasserfüllt zu verurteilen.

Andere Stars haben sich ebenfalls öffentlich hinter James Gunn gestellt. Schauspielerin Selma Blair rief dazu auf, Gunn wiedereinzustellen, da jeder das Recht haben sollte, aus seinen Fehlern zu lernen und daran wachsen zu dürfen.

Unter anderem haben auch „Rick & Morty“-Co-Schöpfer Justin Roiland und Horror-Regisseur Fede Alvarez ihr Unverständnis über die Entscheidung von Disney geäußert.

Auf change.org haben wiederum Fans eine Petition gestartet, die die Wiedereinstellung von James Gunn fordert. Bislang haben über 150.000 Personen dafür ihre Unterschrift abgegeben.

Wie stark beeinflusst der Gunn-Rauswurf „Guardians of the Galaxy 3“?

James Gunn selbst hat sich zu seiner Entlassung mit mehreren Tweets geäußert. Darin sagt er unter anderem, dass er sich damals als Provokateur gesehen habe und entsprechend mit Witzen über Tabu-Themen für Skandale sorgen wollte. Er habe sich seitdem gewandelt und mehrmals bei Personen für seine früheren Witze entschuldigt.

Ein offizieller Kinostart für „Guardians of the Galaxy 3“ steht aktuell noch nicht fest. Laut mehreren Cast-Mitgliedern sollte die Produktion an dem Film Anfang 2019 starten, der Film selbst wäre wohl 2020 in die Kinos gekommen. Ob Disney diesen Terminplan noch einhalten kann, bleibt abzuwarten. Immerhin müssen sie nicht nur einen neuen Regisseur verpflichten, sondern auch einen Drehbuchautor, der die Geschichte des dritten Films um Star-Lord und Co. von Beginn an schreiben dürfte. Entsprechend viel muss also vor dem Produktionsstart noch geklärt werden.

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