Der unglaubliche Hulk

  1. Ø 3.1
   2008
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Filmhandlung und Hintergrund

Der unglaubliche Hulk: Reboot der "Hulk"-Franchise, in der diesmal Edward Norton als grünes Muskelpaket mit der eigenen Identität und dem bösen Abominable fertig werden muss.

Noch immer verwandelt sich Dr. Bruce Banner (Edward Norton) in Stress-Situationen in das grüne Aggressionsmonster Hulk. Seit seiner Gamma-Verstrahlung ist er untergetaucht und sucht verzweifelt nach einem Gegenmittel. Seine Liebe Betty (Liv Tyler) musste er verlassen, um ihren Vater, General Ross (William Hurt), nicht auf seine Spur zu locken – der will ihn als militärische Waffe missbrauchen. Doch nun bedroht der monströse Abominable (Tim Roth) die Welt.

Im zweiten Part der Marvel-Saga vom grünen Wutpaket lässt Louis Leterrier (geschätzt für die „Transporter„-Reihe) die Action-Muskeln spielen. Ausgewiesene Schauspielgrößen verstärken das 150 Millionen teure Spektakel, das bei aller Rasanz nie die komplexen Figuren vernachlässigt.

Bruce Banner hält sich in Brasilien versteckt und sucht von dort nach einem Heilmittel gegen die Gamma-Verstrahlung, die ihn zum grünen Wutpaket The Hulk werden lässt. Er wird in die USA gelockt, wo General Ross den kampfgeilen Blonsky rekrutiert hat. Mit Banners Virus infiziert, wird der zu Abominable, der schnell nicht mehr zu kontrollieren ist und das Duell mit dem Hulk sucht.

Bruce Banner hält sich in Brasilien versteckt und sucht von dort nach einem Heilmittel gegen die Gamma-Verstrahlung, die ihn zum grünen Wutpaket The Hulk werden lässt. Er bleibt nicht lange genug unentdeckt und wird in die USA gelockt. Dort gibt er sich seiner Liebe Betty, Tochter seines Gegenspielers General Ross, zu erkennen, während Ross bereits den kampfgeilen Blonsky rekrutiert: Er wird mit Banners Virus infiziert und wird zu Abomination, der schnell nicht mehr zu kontrollieren ist und das Duell mit dem Hulk sucht.

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Kritikerrezensionen

  • Im Rahmen ihrer Offensive 2008 schrauben die von der Einflussnahme von Studios nunmehr weitgehend befreiten Marvel Comics auch die Saga vom grünen Wüterich auf Null zurück und verfolgen als Ziel nicht nur die kommerzielle Rettung eines lukrativen Franchise, sondern verstehen den rundum erneuerten Hulk auch als elementaren Baustein einer inhaltlichen Neuausrichtung, die schon in Bälde Früchte tragen soll.

    „Iron Man“ hat den Anfang gemacht, mit einem strahlend schönen, prächtigen Film, der geschickt wie keine Comicverfilmung zuvor die Balance hielt zwischen augenzwinkernder One-Man-Show (mit Betonung auf „Show“) und aufrichtigem Versuch, der Herkunft und Komplexität des Stoffs gerecht zu werden. Auf Ang Lees (über)ambitionierter Interpretation der Saga vom Superhelden im Krieg mit sich selbst als griechische Tragödie im Stil eines klassischen Universal-Monstermovies, die von Fans als zuviel Freud und zu wenig Freude empfunden wurde und entsprechend am Boxoffice abgestraft wurde, präsentiert sich nur fünf Jahre später das 08er-Modell als aufgepumpte Steroid-Action-Variante. Jetzt macht der Grüne seinem Wahlspruch „Hulk Smash!“ unter der versierten Regie von „Transporter“-Macher Louis Leterrier alle Ehre: Anders als bei Lee, der mehr an einer raffinierten visuellen Übersetzung von Comic auf Film und der Psyche der Figuren interessiert war, während die Action wie pflichtbewusstes Beiwerk wirkte, blüht Leterrier dann auf, wenn er Vollgas geben darf. Nicht, dass das immer seine Absicht gewesen wäre: Speziell zu Beginn sieht man dem Film seine mit harten Bandagen zwischen dem Studio Universal und dem Kreativteam Leterrier und Hauptdarsteller Edward Norton, der auch am in erster Linie von Zak Penn geschriebenen Drehbuch mitarbeitete, ausgefochtenen Scharmützel um Ton, Rhythmus und inhaltliche Ausrichtung an. Da läuft der Film auffallend unrund, zunächst sorgfältig eingeführte Nebenfiguren verschwinden ohne plausible Gründe im Nichts, Motivationen sind mehr behauptet als ausgearbeitet: Regisseur und Star hatten offensichtlich ein Epos im Sinn, Universal wollte knackiges Spektakel. Nicht selten wirkt Norton wie ein Gast im eigenen Vehikel, der dazu verdammt ist, Stichwortgeber für das große Krawumm zu sein. So muss man sich erst einmal hereinkämpfen in einen Film, der ebenso Mutant ist wie sein Held und sich in der vorliegenden Variante darauf beschränkt, Figuren mit derart breiten Pinselstrichen zu zeichnen, als hätte man dem Hulk selbst einen Eimer grüne Farbe in die Hand gedrückt. Dass man „Der unglaubliche Hulk“ dennoch sogar bereitwillig verzeiht, dass das Monstrum die Frisur von Jogi Löw trägt, unterstreicht Leterriers Fertigkeiten als Actionregisseur, die er im Verlauf der 112-minütigen Handlung mehrfach aufblitzen und schließlich von der Leine lässt, in einem denkwürdigen und sehr langen Showdown zwischen Hulk und der entfesselten Kampfmaschine Abominable, der in seiner grimmigen Körperlichkeit auch bei den „Transformers“ nicht fehl am Platze gewesen wäre.

    Davor gefällt bereits der muskulöse und doch elegante Stil, wie der deutlich enger als Ang Lees „Hulk“ kadrierte und in dunkleren Farben gemalte Film die Kamera durch die Favelas von Rio schweifen lässt, wo sich der von der US-Armee geflohene Bruce Banner versteckt hält, um mit Hilfe eines zunächst anonymen Wissenschaftlers in den USA nach einem Heilmittel für seine Erkrankung zu suchen. Weil aber General Ross (William Hurt übernimmt von Sam Elliott) genau sie nutzen will, um die Schlagkraft des Militärs zu verstärken, wird Banner aus seinem Versteck gelockt. Während er in die USA zurückkehrt und sich seiner Liebe Betty (Liv Tyler statt Jennifer Connelly), Tochter von General Ross, zu erkennen gibt, um der fortgesetzten Variante von der Schönen und dem Biest Vorschub zu leisten, hat Ross bereits den kampfgeilen Blonsky (Tim Roth mit dem Charme eines Pitbulls) rekrutiert: Er wird mit Banners Virus infiziert und wird zu Abominable, der schnell nicht mehr zu kontrollieren ist und das Duell mit dem Hulk sucht. „Der unglaubliche Hulk“ ist ein grimmiger Film, der nur wenig Humor bietet. Am schönsten ist das beim Hochfahren eines Computers gestartete Norton-Anti-Virus-Programm. Dafür führt er wichtige Figuren der Hulk-Saga ein. Und er hat die entscheidende letzte Szene, die Programm ist für das, was Marvel zukünftig in seinen Kinounternehmungen vorhat: das Erschaffen eines Universums, das sich aus sämtlichen Filmen speist. Also sieht man hier Robert Downey Jr. alias Tony Stark, der auf einen sichtlich deprimierten General Ross zutritt und ihn für ein Team – sprich: „Die Rächer“ – zu gewinnen versucht. Allein das rechtfertigt die Existenz dieses wüsten Action-Tornados – kein guter Film, aber ein klasse „Hulk“. ts.

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