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Marvel-Schauspieler erhebt schwere Vorwürfe gegen Chef von Marvel TV

Author: Andreas EngelhardtAndreas Engelhardt |

© Netflix / Marvel

Die Marvel-Serie „Daredevil“ hielt für Fans mit ihrem plötzlichen Ende eine böse Überraschung bereit. Die erlebte zuvor aber schon einer der Stars während der Produktion.

In der nahen Zukunft will das Marvel Cinematic Universe (MCU) zunehmend auf diversere Schauspieler*innen setzen. Dass es aber auch hinter den Kulissen der beliebten Filme in diesem Bereich Nachholbedarf gibt, machte erst letztens Falcon-Darsteller Anthony Mackie deutlich. Probleme in puncto Diversität gab es offenbar jedoch ebenfalls bei Marvel TV und zwar bei „Daredevil“.

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In der Netflix-Serie spielte Peter Shinkoda den Boss der kriminellen Yakuza, Nobu Yoshioka. In neun Folgen war er in „Daredevil“ zu sehen, doch eigentlich sollte er laut Shinkoda eine wesentlich größere Rolle spielen. So sollte seine Beziehung zu Madame Gao (Wai Ching Ho) besser ausgeleuchtet werden. Dass es dazu nicht kam, lag laut ihm an Jeph Loeb, Vizepräsident von Marvel TV von 2010 bis 2019. Bei einem Panel, das von der Bewegung #savedaredevil organisiert wurde, äußerte er sich zu der gestrichenen Geschichte (via The Wrap) – und übte harsche Kritik an Jeph Loeb.

Marvel-TV-Chef soll Geschichte über asiatische Figuren verhindert haben

Laut Peter Shinkoda soll der Vizepräsidenten von Marvel TV den „Daredevil“-Autoren mehrfach gesagt haben, nicht über Nobu und Gao zu schreiben und dies auch gegenüber den Showrunnern öfter gefordert haben. Dabei soll das folgende Zitat von Jeph Loeb gefallen sein: „Niemand interessiert sich für Chinesen und Asiaten. Es gab da zuvor drei Marvel-Filme, eine Trilogie namens ‚Blade‘, in der Wesley Snipes in jedem Film 200 Asiaten tötet. Niemand interessiert sich einen Sch***, also schreibt nicht über Nobu und Gao.“

Die Marvel-Serien machen es in Zukunft hoffentlich besser:

Die Autoren wurden gezwungen, die Geschichte über die beiden Figuren fallenzulassen, wie Peter Shinkoda behauptet. Der habe sich bislang nicht getraut, Jeph Loeb bloßzustellen, wolle solch ein Verhalten aber nicht mehr beschützen. Lob hielt er hingegen für die Autor*innen bereit, die die Geschichte ausgearbeitet hatten. Shinkoda war darin sogar eingeweiht und meinte, sie wäre „sehr interessant“ gewesen. Die Autor*innen konnten sich letztlich aber nur bei ihm entschuldigen, dass nicht in der Serie verwendet werden durfte.

Zudem verriet Peter Shinkoda via Twitter, dass er und Gao-Darstellerin Wai Ching Ho nicht zur Premiere von Staffel 2 von „Daredevil“ eingeladen wurden. Offiziell habe man sie „übersehen“. Wai Ching Ho fasste dies als Beleidigung auf, was Shinkoda wiederum wütend gemacht habe.

Jeph Loeb äußerte sich bislang nicht zu den Vorwürfen. Wir können an dieser Stelle nur hoffen, dass es die Marvel-Serie bei Disney+ – und sämtliche anderen Serien, Filme und sonstigen Projekte – besser machen.

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Aus der kino.de-Redaktion

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