Guardians of the Galaxy Vol. 3 Poster

Nach Rauswurf von James Gunn: „Avengers“-Star droht mit Ausstieg

Andreas Engelhardt  

Das Aus von Regisseur und Autor James Gunn bei „Guardians of the Galaxy 3“ schlägt weiterhin hohe Wellen. Zahlreiche Marvel-Stars zeigten sich mit dem Filmemacher solidarisch, vor allem einer kritisierte Disneys Entscheidung, Gunn zu feuern, heftig. Jetzt hat er seine weitere Teilnahme sogar an eine Bedingung geknüpft und will andernfalls das MCU verlassen.

Jüngst noch meinte Dave Bautista, dass er in „Guardians of the Galaxy 3“ mitspielen werde, weil er „vertraglich verpflichtet“ ist (siehe unten). Seine Teilnahme knüpft der Darsteller von Drax kaum 24 Stunden später allerdings an eine Bedingung. Wenn Disney nicht das fertige Drehbuch von James Gunn für den dritten „Guardians“-Film nutzt, will Dave Bautista die Rolle aufgeben. Dies verriet er Short List.

James Gunn hatte das Drehbuch für „Guardians of the Galaxy 3“ fertiggestellt, bevor er entlassen wurde. Wenn dies nicht auch beim Film genutzt wird, will Bautista laut eigener Aussage Disney bitten, ihn aus seinem Vertrag zu entlassen. Drax soll dann entweder komplett rausgeschnitten oder neu besetzt werden. Er würde James Gunn seiner Meinung nach einen Bärendienst erweisen, wenn er dies nicht tun würde.

Stand jetzt ist also völlig offen, ob wir Dave Bautista in „Guardians of the Galaxy 3“ wiedersehen. Disney könnte eh planen, das fertige Drehbuch von Gunn zu nutzen, womit die Forderung von Bautista erfüllt wäre. Sollte dies nicht der Fall sein, können sie ihn aber schlicht nicht aus seinem Vertrag lassen, womit der Drax-Darsteller wohl eine Strafe in Millionen-Höhe wegen Vertragsbruch zahlen müsste, wenn er dennoch vorzeitig aussteigen will. Ob seine Solidarität mit James Gunn derart weit geht, bleibt abzuwarten. Die Tage von Bautista im MCU scheinen aber so oder so gezählt zu sein.

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Dave Bautista ist einer der ärgsten Unterstützer von James Gunn

Vor gut zwei Wochen beendete Disney die Zusammenarbeit mit James Gunn. Einige Jahre alte Tweets des „Guardians of the Galaxy“-Regisseurs waren zuvor wiederaufgetaucht, in denen dieser Witze über Pädophilie machte. Gunn entschuldigte sich für die Tweets und gab sich geläutert, viele Stars, unter anderem die Schauspieler aus den beiden „Guardians of the Galaxy“-Filmen, stellten sich anschließend auf seine Seite.

Unter denjenigen, die die Wiedereinstellung von James Gunn fordern, ist Dave Bautista einer der lautesten. Der Darsteller von Drax, dem Zerstörer, kritisiert die Entscheidung von Disney vehement. Vor allem sein neuester Tweet legt dabei nahe, dass er nach „Guardians of the Galaxy 3“ persönliche Konsequenzen ziehen könnte.

Dave Bautista übt heftige Kritik an Disney

Dave Bautista machte mit seiner jüngsten Nachricht seinem Unmut stärker Luft als zuvor. Ohne James Gunn sei „Guardians of the Galaxy“ nicht mehr dasselbe und dafür habe er nicht unterschrieben, machte Bautista deutlich.

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Zudem nannte er Disney zwar nicht beim Namen, kritisierte den Unterhaltungsgiganten dann aber doch in ungewohnter Schärfe deutlich. „Es ist außerdem ziemlich ekelerregend, für jemanden zu arbeiten, der die Schmutzkampagne von faschistischen Cyber-Nazis ermöglicht.“, schrieb Bautista sich vermutlich um eine Vertragsverlängerung als Drax.

Die alten Tweets von James Gunn waren von rechtsextremen Kreisen zutage gefördert worden, die dem Regisseur höchstwahrscheinlich schaden wollten, weil dieser wiederholt die Trump-Administration kritisierte. Bautista sprach deswegen schon zuvor von einem Angriff durch Cyber-Nazis.

Das Tischtuch zwischen beiden Seiten hat also zumindest einen Riss, der womöglich nicht mehr zu flicken ist. Vielleicht zieht Disney sogar von sich aus Konsequenzen aus dem Verhalten von Bautista, wenn das Haus mit der Maus weiterhin derart offensiv von ihm angegriffen wird.

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