Schon seit den 1970ern bricht die „Star Wars“-Saga regelmäßig sämtliche Einspielrekorde an den Kinokassen. Wollt ihr euch die elf „Star Wars“-Filme hintereinander anschauen, könnt ihr dafür vier verschiedene Varianten wählen.

„Krieg der Sterne“ – Original-Trailer

Science-Fiction-Filme waren in den 1970ern äußerst populär. Neben zahlreichen ernsten Vertretern wie „Andromeda – Tödlicher Staub aus dem All“ oder „Lautlos im Weltraum“ tummelten sich auch viele trashige Werke wie etwa „Hydra verschollen in Galaxis 4“ auf der Leinwand. Die Idee des jungen Filmemachers George Lucas, in seinem Film Ritter und Prinzessinnen im Weltraum auftreten zu lassen, klang für das Filmstudio 20th Century Fox ebenfalls nach Trash, weshalb man ihm wenig Unterstützung zukommen ließ.

Die Verantwortlichen ahnten nicht, dass „Star Wars: Eine neue Hoffnung“ eine neue Ära im Kino einläuten sollte. Das Science-Fiction-Märchen mit den damals bahnbrechenden Special-Effects definierte den Begriff Blockbuster neu und lief insgesamt ein Jahr lang im Kino. Damit war eine Filmreihe geboren, deren riesiger Erfolg noch heute anhält.

„Star Wars“: 4 Reihenfolgen, um die Filme zu sehen

Acht Episoden der „Star Wars“-Saga sind bisher erschienen, allerdings nicht in chronologischer Reihenfolge. Dazu kommen ein Animationsfilm und zwei Spin-offs, die inhaltlich in der Zeit zurückspringen. Wollt ihr die „Star Wars“-Filme nachholen, dann könnt ihr euch deshalb für vier verschiedene Varianten entscheiden.

Variante 1: Die Reihenfolge, in der die Filme in die Kinos kamen

Wenn ihr die „Star Wars“-Saga so schaut, wie sie in die Kinos kam, dann könnt ihr hautnah miterleben, wie sich die Reihe im Laufe der Zeit technisch entwickelt hat. Ihr startet mit der Original-Trilogie aus den 70er Jahren und erlebt zuerst den Kampf von Luke Skywalker gegen das böse Imperium. In dieser Reihenfolge werdet ihr mit viel Retro-Charme in das Filmuniversum eingeführt, bevor ihr später mit der Prequel- und Sequel-Trilogie zeitgemäße Special-Effects erlebt.

Leider wurde die Original-Trilogie 1997 noch einmal überarbeitet und dabei mit zahlreichen Effekten verschlimmbessert, was einen Großteil der Fans auf die Barrikaden brachte. Bei den Streaming-Anbietern ist leider nur diese Neu-Fassung zu finden. Puristen sollten sich deshalb möglichst die Urfassung auf DVD ansehen. Auf Blu-ray ist sie bis heute nicht erschienen.

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„Star Wars 9“: News und Gerüchte vom Trilogie-Finale

Variante 2: Die chronologische Reihenfolge der „Star Wars“-Filme

Da seit den Siebzigern schon 11 Filme erschienen sind, habt ihr nun die Gelegenheit, die Reihe in ihrer geordneten zeitlichen Abfolge zu schauen. Ihr startet mit der Prequel-Trilogie von 1999 bis 2005, geht dann zu den zwei Spin-Offs über und seht dann erst die Original-Trilogie aus den 70ern und 80ern. In dieser Variante lernt ihr zuerst Anakin Skywalker kennen und erfahrt, wie die Ereignisse in der Original-Trilogie überhaupt zustande kamen. Da die Prequels allerdings zum schwächsten Teil der Saga gehören, wird der Start ins „Star Wars“-Universum etwas holprig.

  • „Star Wars Episode I: Die dunkle Bedrohung“ (1999)
  • „Star Wars Episode II: Angriff der Klonkrieger“ (2002)
  • „Star Wars: Clone Wars“ (2008) – Animierter Film
  • „Star Wars Episode III: Die Rache der Sith“ (2005)
  • „Solo: A Star Wars Story“ (2018)
  • „Rogue One: A Star Wars Story“ (2016)
  • „Star Wars Episode IV: Eine neue Hoffnung“ (1977/1997)
  • „Star Wars Episode V: Das Imperium schlägt zurück“ (1980/1997)
  • „Star Wars Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (1983/1997)
  • „Star Wars Episode VII: Das Erwachen der Macht“ (2015)
  • „Star Wars Episode VIII: Die letzten Jedi“ (2017)
  • „Star Wars 9: Der Aufstieg Skywalkers“ (18. Dezember 2019)

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Alle geplanten „Star Wars“-Filme und -Serien ab 2019

Variante 3: Die „Machete“-Reihenfolge

Blogger Rod Hilton hat auf der Website nomachetejuggling.com eine sehr populäre Reihenfolge entwickelt, in der sich die Weltraumsaga ebenfalls schauen lässt. Diese Variante überspringt den eher kindlichen Teil „Star Wars Episode I: Die dunkle Bedrohung“ und konzentriert sich voll und ganz auf die Geschichte der Skywalkers.

Dabei verfolgt ihr die Entwicklung von Luke und Anakin Skywalker quasi parallel, bevor die Geschichte dann in „Star Wars Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ zusammenläuft. Episode 7 und 8 bringen anschließend die Handlung von Luke Skywalker mehr oder weniger zu Ende. Weil diese Reihenfolge einige Handlungsstränge auslässt, ist sie eher für Fans gedacht, die die Reihe schon kennen.

  • „Star Wars Episode IV: Eine neue Hoffnung“ (1977/1997)
  • „Star Wars Episode V: Das Imperium schlägt zurück“ (1980/1997)
  • „Star Wars Episode II: Angriff der Klonkrieger“ (2002)
  • „Star Wars Episode III: Die Rache der Sith“ (2005)
  • „Star Wars Episode VI: Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (1983)

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Variante 4: Die „Star Wars“-Reihenfolge für Kinder

Wollt ihr gemeinsam mit euren Kindern ins „Star Wars“-Universum einsteigen, dann kommt die Kinderfreundlichkeit der einzelnen Filme mit ins Spiel. In vielen Erziehungs-Foren wird angeregt darüber diskutiert, ab wie vielen Jahren der Nachwuchs die Geschichten der weit, weit entfernten Galaxis sehen sollte. Zu einem endgültigen Ergebnis kommt aber keine Gruppe, weil es einfach zu stark von der individuellen Reife eines Kindes abhängt.

Geht es nach der FSK, dann dürfen Kinder unter 12 Jahren nur „Star Wars Episode I“ und die überarbeitete Fassung von „Star Wars Episode IV“ sehen, denn diese haben eine Altersfreigabe von 6 Jahren. Alle anderen Star Wars-Teile sind ab 12 Jahren freigegeben. Aber: In Begleitung eines Erziehungsberechtigten dürfen Kinder ab sechs Jahren einen FSK 12-Film im Kino oder zu Hause sehen. Unsere Liste ist ein unverbindlicher Vorschlag, in welcher Reihenfolge ihr die Filme mit Kindern zwischen 6 und 12 Jahren sehen könnt. Die übersprungenen Filme könnt ihr wahlweise allein schauen und eurem Nachwuchs erzählen.

  • „Star Wars Episode 1“ – Als Kinderfilm konzipiert und ab 6 Jahren. Bösewicht Darth Maul ist aber etwas gruselig.
  • „Star Wars Episode 2“ – Deutlich mehr Kämpfe, aber ohne Blut. FSK 12.
  • „Star Wars: Clone Wars“ – Viele Kämpfe, aber kindgerechte Animationen. FSK 12.
  • „Solo: A Star Wars Story“ – Intensive Action-Szene zu Beginn, ansonsten lockert der launige Humor viel auf. Mit über 2h recht lang. FSK 12.
  • „Star Wars Episode 4“ – Recht märchenhaft und ab 6 Jahren. (Darth Vader hat allerdings schon vielen Kindern Angst gemacht).
  • „Star Wars Episode 6“ – Der Rancor ist gruselig, die Teddy-ähnlichen Ewoks dagegen sehr knuddelig. Happy End inklusive. FSK 12.
  • „Star Wars Episode 7“ – Viele Kämpfe, aber auch viel Humor. FSK 12.
  • „Star Wars Episode 8“ – Unter Vorbehalt. Snoke ist relativ gruselig und der Film ist sehr lang. Auch hier lockert der Humor die Handlung auf. FSK 12.

Diese „Star Wars“-Filme sind nicht unter 12 Jahren zu empfehlen

  • Star Wars Episode 5“ – Viele Kämpfe, ein Yeti-Monster & ein ziemlich düsteres Ende.
  • Star Wars Episode 3“ – Die Rache der Sith fällt ziemlich radikal aus.
  • Rogue One“ – Der mit Abstand düsterste und pessimistischste Star Wars-Film.

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