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Nach Weinstein-Skandel: Die Zukunft vieler Horrorfilme bleibt ungeklärt

Author: Susan EngelsSusan Engels |

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Der Skandal um den gestürzten Hollywood-Mogul Harvey Weinstein hat mittlerweile enorme Ausmaße angenommen, so dass sich immer mehr Filmschaffende und Kinoketten von seinem in New York ansässigen Unternehmen distanzieren. Nach dutzenden Vorwürfen wegen sexuellen Missbrauchs gegen den Mitgründer der Weinstein Company steht jetzt auch die Zukunft vieler großer Horror-Franchises auf dem Spiel.

Erst kürzlich berichteten wir, dass nach den Missbrauchsvorwürfen des mächtigen Produzenten Harvey Weinstein der gefeierte Regisseur Quentin Tarantino selbstkritisch Stellung zu den Vorfällen um seinen ehemaligen Kollegen bezog. Mittlerweile kratzt der Skandal nicht nur stark am persönlichen Image des Produzenten, es zeigen sich jetzt auch erste Auswirkungen für das Studio selbst und dessen Film- und Serienprojekte.

Nachdem die Weinstein Company aus den immer lauter werdenden Vorwürfe Konsequenzen zog und ihren Mitbegründer schließlich feuerte, stellt sich aktuell die Frage, was mit den derzeit in der Pipeline stehenden Projekten passieren soll. Viele davon warten entweder auf einen finalen Releasetermin oder wollen noch produziert werden. Kann ein Studio nach einem solchen Skandal in der Filmbranche überhaupt noch überleben?

Quentin Tarantino äußert sich zum Weinstein-Skandal

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Die Zukunft vieler Horrorfilme bleibt ungewiss

Konkret betrifft der tiefe Fall des Hollywood-Titanen vor allem diverse Horror-Franchises, deren Zukunft ungeklärt ist. Bereits abgedrehte, aber noch nicht veröffentlichte Filme, wie beispielsweise „Hellraiser: Judgement“, warten weiterhin auf einen Releasetermin. Das MTV-Reboot zur dritten Staffel der Horror-Serie „Scream“ sollte eigentlich für einen Release zum März nächsten Jahres in den Startlöchern stehen und die Veröffentlichung der Stephen King-Adaption „Children of the Corn: Runaway“ scheint nach wie vor auf sich warten zu lassen. Auch die Macher des jüngst veröffentlichen Horror-Streifens „The Awakening“ aus dem gefeierten „Amityville Horror“-Franchise reagierten prompt auf die schweren Vorwürfe gegen Weinstein und entfernten dessen Namen aus den Credits, wie unsere Kollegen von BloodyDigusting berichten.

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Auch die Zukunft anderer Filmprojekte, die Weinstein mitproduzierte, sind nach wie vor ungeklärt und sowieso stellt sich an dieser Stelle die Frage, ob die Weinstein Company überhaupt noch Aufträge aus der Film- und TV-Branche erhalten wird. Wie DWDL berichtet, sprachen sich unter anderem Unternehmen wie Apple oder der Streaming-Dienst-Anbieter Amazon bereits deutlich gegen eine Zusammenarbeit mit dem Studio aus.

Zusammen mit seinem Bruder Bob hatte der Geschäftsmann die Filmfirma im Jahr 2005 gegründet. Weinstein, der über 20 Jahre lang Mitglied der Oscar-Akademie war, wurde im Zuge des Missbrauchsskandals von dem Filmverband ausgeschlossen.

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