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War die Besucherin eines verfluchten Hauses von einer Hexe besessen?

Ronny Zimmermann |

Conjuring - Die Heimsuchung Poster
© StudioCanal / Kinowelt

Im Dezember 2017 ereignete sich in der kleinen Stadt Saint Osyth in England eine Geschichte, die der perfekte Stoff für einen Horrorfilm wäre: Ein Jahrhunderte altes Haus, welches einmal als Gefängnis für vermeintliche Hexen diente; nachtaktive Ziegen und geisterhaft umherstreifendes Ungeziefer im Haus; angebliche Poltergeister und Dämonenaktivitäten, die auf Kamera dort festgehalten wurden; und ein paranormaler Ermittler, der einen Videobeweis von der gruseligsten Nacht seines Lebens hat.

Der Name des Mannes ist Brad Mac und er schreibt für die britische Geisterjägerseite The Ghost Hunt UK, wo er die Geschichte und das Video zu den gruseligen Ereignissen veröffentlichte. Mac weiß viel über das Haus, in dem sie sich zugetragen haben und welches „The Cage“ (dt. „der Käfig“) genannt wird. Es steht in Saint Osyth, Essex, in England und diente als Gefängnis für Frauen, die während des Elisabethanischen Zeitalters in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts der Hexerei angeklagt wurden. Aufzeichnungen sprechen von insgesamt acht Todesfällen in „The Cage“. Darunter auch der von Ursula Kemp, die dort 1582 wegen Hexerei hingerichtet wurde.

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Die schrecklichen Ereignisse vom 02. Dezember 2017

Nicht zuletzt wegen dieser Vorgeschichte gilt das Haus als verflucht und Anfang Dezember 2017 machten sich Mac und ein Kollege sowie fünf weitere Freiwillige auf, um das Haus auf geisterhafte Aktivitäten untersuchen. Unter ihnen war eine junge Frau namens Debbie, die die anderen um 3 Uhr morgens im spukreichsten Raum im Obergeschoss des Hauses traf, um einem spontanen Séance-Ritual beizuwohnen. Was dabei geschah, schockierte Mac und sein Team so sehr, dass sie die Beweise, die mittlerweile das Internet in Aufruhr bringen, gleich online stellten.

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Zunächst bemerkte Mac, dass sein elektromagnetischer Feld-Sensor heftig auszuschlagen begann, als die Gruppe sich in das Obergeschoß begab. Außerdem erschienen merkwürdige Lichtquellen im Raum, die nicht von den Anwesenden ausgingen und das bis dahin komplett dunkle Zimmer erhellten. Während dieser Erscheinungen hörte die Gruppe eine Reihe von Klopfgeräuschen, die einer der Anwesenden als „lautes Knurren“ bezeichnete.

Und dann begann sich Debbie zu verändern, wie ihr im folgenden Video sehen könnt:

Debbies Verwandlung war noch nicht das Ende des Spuks

Wie man im Clip oben sehen kann, den Mac mit seinem iPhone aufgenommen hat, werden Debbies Augen plötzlich dunkler und leuchten unheimlich in der Nachtlicht-Aufnahme. Ihre Nase und Fingerspitzen verlängern sich, während sich ihr Mund zu einer furchteinflößenden Grimasse verzerrt. Genau so, wie man sich eine Märchenhexe vorstellt.

Aber damit war der Spuk für Debbie noch nicht vorbei. Kurz nachdem sie das Zimmer verließ, begann sie in Panik zu verfallen und klagte über brennende Hautpartien an Nacken und Schultern. Als sie die Stellen näher untersuchte, fand sie dort eine Reihe langer, roter Spuren, die wie die Umrisse einer menschlichen Hand aussahen. Für Debbie, Mac und die anderen war das die schlimmste paranormale Begegnung ihres Lebens.

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Die Beurteilung, inwieweit hier nicht vielleicht solche Faktoren, wie zum Beispiel die menschliche Psyche in Extremsituation und inadäquate oder manipulierte Aufzeichnungstechnik, zu einer Geistergeschichte hochstilisiert werden, sei jedem Leser selbst überlassen. Stoff für einen gruseligen Horrorfilm gibt die Geschichte aber in jedem Fall her. An die Arbeit, Hollywood!

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