Aktuell verbreitet eine Horror-Puppe Angst und Schrecken in ganz Deutschland, Spanien und England. Dabei handelt es sich allerdings nicht um die Titelfigur eines neuen Genrefilms, sondern um ein mysteriöses Phänomen, das derzeit durch die WhatsApp-Sphären geistert. Wir sind der Sache auf den Grund gegangen und verraten euch, was es mit dem schaurigen Kettenbrief auf sich hat.

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Um auf WhatsApp mit jemandem in Kontakt zu treten, bedarf es in den meisten Fällen lediglich einer Handynummer. So lassen sich theoretisch auch solche Menschen auf schnellstem Weg kontakieren, die man nicht unbedingt persönlich kennt. Genau das scheint sich nun jemand zunutze gemacht zu haben, um nicht nur hierzulande, sondern auch in Spanien und England WhatsApp-Nutzer mit gruseligen Nachrichten und Kettenbriefen zu bombardieren.

„Momo“ nennen sich diese mysteriösen WhatsApp-Profile, die auf dem Messenger derzeit ihr Unwesen treiben. Mit einer kryptischen Nachricht fordern die Fake-Profile ihre Opfer dazu auf, ihre Textnachricht an 15 Kontakte weiterzuleiten, ansonsten würde das angeblich verstorbene Mädchen „Momo“ einen des Nachts beim Schlafen zusehen.

„Momo“: Das ist über die Horror-Figur bekannt

Bei dem Profilfoto dieser Accounts handelt es sich im Übrigen um eine Skulptur, die von einer Firma in Japan hergestellt und in einer Kunstgalerie in Tokyo ausgestellt wurde. Seit Juli 2018 geistert „Momo“ durch die Handynetze, bisher ist nicht klar, wer genau hinter dem Phänomen steckt.

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In Deutschland meldete sich bereits die Polizei zu Wort und rief vor allem Kinder dazu auf, die Textnachrichten zu ignorieren. Sobald man mit „Momo“ in Kontakt trete, versendet das Profil Fotos, Textnachrichten und sogar Videos an sein virtuelles Gegenüber. Sogar mit Anrufen soll „Momo“ seine Opfer bereits belästigt haben. In den sozialen Netzwerken sind bereits verschiedene Handynummern aufgetaucht, die angeblich zu den Fake-Profilen gehören sollen. Dabei handelt es sich um japanische, mexikanische und kolumbianische Nummern.

Zur Zeit häufen sich die Spekulationen über die Absichten der Kettenbrief-Sender. Ob es sich dabei um einen Marketing-Gag oder schlichtweg um einen schlechten Scherz mehrerer Privatpersonen handelt, der durch Zufall viral gegangen ist, lässt sich aktuell noch nicht sagen. Wir behalten die Sache natürlich im Auge und halten euch über „Momo“ auf dem Laufenden.

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