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Bis zu 20 Staffeln „The Witcher“: Macherin kündigt große Zukunft der Netflix-Hitserie an

Hy Quan Quach |

© Netflix

In einem ausführlichen Interview sprach Lauren Schmidt Hissrich, Showrunner der just gestarteten Netflix-Serie „The Witcher“, über die weitere Zukunft und die kommenden Staffeln der Serie sowie darüber, warum Henry Cavill den perfekten Geralt von Riva darstellt.

Seit wenigen Tagen ist „The Witcher“ weltweit auf Netflix verfügbar. Und zwar die komplette Staffel mit allen acht Folgen, so wie es sich gehört für einen gepflegten Binge-Abend. Und noch bevor die auf der Geralt-Saga des polnischen Autors Andrzej Sapkowski basierende Serie startete, wurde eine zweite Staffel abgesegnet. Ganz klar, Netflix setzt große Hoffnung in die Original-Serie. Wahrscheinlich hofft man im Unternehmenssitz im kalifornischen Los Gatos darauf, die Fantasy-Lücke, die „Game of Thrones“ mit dem Ende hinterlassen hat, auszufüllen. Denn so kann man noch mehr Abonnenten gewinnen.

Aktuell sollen sieben Staffeln in der Planung sein. Lauren Schmidt Hissrich, die „The Witcher“ als Showrunner verantwortet, ließ aber in einem Interview mit Collider wissen, dass sie sich sogar 20 Staffeln vorstellen könne. Das muss jetzt natürlich nicht direkt bedeuten, dass es am Ende 20 Staffeln sein werden, denn am Ende sei es in erster Linie davon abhängig, wie das Publikum darauf anspricht:

„Es ist ein delikater Tanz, weil man in der Lage sein muss, zu begreifen, wohin es geht. Die Geschichten brauchen einen Endpunkt. Sie brauchen eine Richtung. Aber man muss auch Raum lassen, damit die Dinge auf organische Weise wachsen und sich entwickeln können. Es gibt etwa Charaktere, denen wir in der ersten Staffel begegnen. Wir haben angefangen, ihre Geschichten zu schreiben und sie auf den Bildschirm gehievt und dachten uns dann: ‚Oh mein Gott, da steckt noch so viel mehr drin.‘ Also muss man auch dafür Raum schaffen. Ich bin mir sicher, dass ich irgendwann gesagt habe, dass ich die sieben Staffeln schreiben könnte. Aber ich bin mir genauso sicher, dass ich auch 20 schreiben könnte. Ich werde solange an dieser Serie weiterschreiben, wie es Sinn ergibt.“

Ob ihr bei „The Witcher“ gut genug aufgepasst habt, verrät euch die folgende Liste:

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„The Witcher“: 17 Anspielungen und Easter Eggs zu den Büchern und Games in der Netflix-Serie

Das große und das kleine Ganze

Die erste Staffel, die für Nichtkenner der Romane und der Videospielreihe „The Witcher“ von CD Projekt RED eventuell etwas verwirrend und inkonsistent wirkt, ist wohl absichtlich so ausgelegt. Hissrich verrät, dass man sich bewusst dafür entschieden hat, die Kurzgeschichten rund um Geralt von Riva von Sapkowski zuerst zu adaptieren, da sie eine gute Basis für die Welt seien, in der sich Geralt bewegt: „Ich wollte auch die Freiheit haben, andere Momente und Charaktere einzubringen und sie auf eine neue und frische Art einzuführen, um sicherzugehen, dass die Dominosteine richtig positioniert sind.“ Als Beispiel nennt sie den Charakter Triss (Anna Shaffer), den sie bereits eingeführt habe, weil sie genau wisse, was in der zweiten Staffel mit Triss passieren soll.

„Für alles im Fernsehen muss man in Mikro und Makro denken. Wenn ich etwas für Netflix entwickle, muss ich auch an das Binge-Modell denken. Es wird Leute geben, die sich hinsetzen und acht Stunden hintereinander durchschauen. Ich könnte das nicht. So schaue ich kein Fernsehen. Aber ich muss dennoch dieses Publikum bedenken. Das bedeutet, ich kann nicht laufend Dinge wiederholen, sie würden sich nur langweilen.“

Und dann gebe es die Zuschauer, die zwischen zwei Folgen oft über Wochen pausierten. Daher müsse jede Episode für sich einen Abschluss haben, um für sich stehend eine „befriedigende Erfahrung“ darzustellen.

Damit ihr euch nicht in der Welt von „The Witcher“ verliert, sind hier alle Infos, die ihr im Vorfeld braucht:

Henry Cavill liebt die Videospielreihe

Hauptdarsteller Henry Cavill ist ein großer Videospielfan. Laut eigener Aussage habe er einst sogar einen Anruf von Zack Snyder für die Rolle des Superman in „Man of Steel“ verpasst, weil er sich in dem Moment mitten in einem Dungeon-Raid im Online-Rollenspiel „World of Warcraft“ befand. Cavill ist auch ein bekennender Fan der „Witcher“-Rollenspielreihe von CD Projekt RED. So habe er den dritten Teil „The Witcher: Wild Hunt“ mehrfach durchgespielt. Als er dann erfuhr, dass Netflix eine Serienadaption plant, war er sofort Feuer und Flamme. Erst dann habe er auch erfahren, dass die Videospiele auf einer Romanreihe basieren.

„Er ging raus, hat sie alle gekauft und sie verschlungen“, so Hissrich. „Abgesehen davon, dass er ein Filmstar ist, ist er auch ein Fan der Reihe, die ich adaptiere. Und das ist ein großer Gewinn für mich, da er mit eigenen Vorstellungen aufwarten kann. Er hat seine eigenen Gedanken darüber, wo Geralt sein soll. Die Magie im Fernsehen geschieht in Zusammenarbeit, meine Ideen und seine Ideen.“

Ähnlich wie damals bei David Benioff und D.B. Weiss, den Showrunnern von „Game of Thrones“, ist „The Witcher“ das erste Projekt für Hissrich in eben jener Position. Daher habe sie bei der ersten Staffel eine Menge lernen können über die Arbeit an einer solchen Serie. „Ich habe das Gefühl, dass ich eine Menge gelernt habe und ich nun ein besseres Verständnis dafür besitze, was funktioniert und was nicht.“ Die Dreharbeiten für die zweite Staffel von „The Witcher“ sollen noch im Frühjahr 2020 beginnen.

Seid ihr „Witcher“-Fans? Wenn ja, dann solltet ihr keine Probleme mit dem Quiz haben:

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