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„She-Hulk“ Folge 5 beweist: Die Marvel-Serie versagt in einer Hinsicht leider komplett

„She-Hulk“ Folge 5 beweist: Die Marvel-Serie versagt in einer Hinsicht leider komplett
© Disney

Die Serie wird ihrem Zusatztitel bedauerlicherweise nicht gerecht, doch das ist eigentlich auch kein allzu großes Problem.

Poster She-Hulk: Die Anwältin Staffel 1

She-Hulk: Die Anwältin

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– Achtung: Es folgen Spoiler für Folge 5 von „She-Hulk“! – 

Die aktuelle Serie aus dem Marvel Cinematic Universe (MCU) wurde mit leider erwartbar viel Hass im Internet überschattet. Die Hater bekamen gar ein eigenes, köstliches Denkmal in einer der Folgen gesetzt. Bei allem Charme und der launigen Unterhaltung ist aber natürlich auch „She-Hulk: Die Anwältin“ keine perfekte Serie und das wird gerade in einer Hinsicht ziemlich deutlich.

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Denn obwohl die Serie den Zusatztitel „Die Anwältin“ (im Original: „Attorney at Law“) trägt, lassen gerade die Gerichtsszenen und die juristische Arbeit einiges vermissen, gerade wenn man sie mit Beispielen aus Genregrößen wie „Eine Frage der Ehre“ und „Better Call Saul“ vergleicht. Chefautorin und Produzentin Jessica Gao kündigte dies sogar zum Start von „She-Hulk“ mehr als deutlich im Gespräch mit Variety an:

„Und eine der Sachen, die uns allen langsam klar wurde, ist, dass niemand von uns versiert darin ist, wisst ihr, mitreißende Gerichtsszenen zu schreiben.

Das wird vor allem in Folge 5 mehr als deutlich. Darin wehrt sich Jennifer Walter alias She-Hulk (Tatiana Maslany) gegen Titania (Jameela Jamil), die sich den Namen She-Hulk für ihre „Beauty“-Produkte markenrechtlich gesichert hatte. Statt eines eben mitreißenden Prozesses mit neuen Enthüllungen, gestellten Fallen und spannenden Wendungen sowie gemeißelten Dialogen wurde der Fall hier in einer kurzen Folge abgehandelt und war nach ein paar einfach zu bekommenden Zeugenaussagen erledigt.

Mit der Realität hat das natürlich wenig zu tun, ganz zu schweigen davon, dass die Verhandlung inhaltlich keinen hohen Unterhaltungswert hat, einfach weil sie so schlicht aufgebaut ist. Allerdings ist das auch nicht wirklich ein Problem. Wie lustig es hinter den Kulissen des MCU zugeht, verrät euch übrigens das folgende Video:

„She-Hulk“ kompensiert Schwäche im Gerichtssaal mit Stärken an anderer Stelle

Denn „She-Hulk“ legt den Fokus eben auf den Comedy-Faktor, der vor allem durch die kuriosen Figuren und ihre Interaktionen entsteht. Man denke nur an den neuen Marvel-Fanliebling Madisynn in der vergangenen Folge oder an die charmante Dynamik zwischen Nikki (Ginger Gonzaga) und Pug (Josh Segarra) in der aktuellen. Zudem geht es – und auch das machte Folge 5 deutlich – primär darum, dass Jennifer Walter sich mit ihrer neuen Lebensrealität als She-Hulk arrangiert. Die juristischen Details einzelner Prozesse rücken dabei wohl durchaus bewusst in den Hintergrund, denn primär ging es in den bisherigen Fällen darum, dass Jennifer mit dem Leben einer Superheldin in Kontakt tritt und She-Hulk zu akzeptieren lernt.

Die Entscheidung von Jessica Gao und Co., die Prozessszenen simpler zu gestalten, war also vor diesem Kontext vermutlich die richtige. Auch wenn es natürlich schade ist, schließlich hätte eine komplexere Gerichtsserie im MCU durchaus ihren Reiz gehabt. Gerade „Better Call Saul“ hat allerdings gezeigt, wie zeitintensiv es sein kann, gute Charakterarbeit, die Arbeit als Anwält*in und ein Parallelleben auf einmal darzustellen. Da das „Breaking Bad“-Spin-off jetzt zu Ende ist, sollte Marvel vielleicht versuchen, ein paar der ehemaligen Schreiberlinge für eine potenzielle Staffel 2 von „She-Hulk“ zu gewinnen. Das Ergebnis davon würden wir definitiv gerne sehen, genau wie Folge 6 von „She-Hulk: Die Anwätin“, die am 22. September bei Disney+ erscheint.

MCU-Quiz: Kannst du alle Charaktere an ihren Kostümen erkennen?

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