Dark Poster

„Dark“: Die düstere Zeitreise hat begonnen – Netflix-Stream jetzt online!

Kristina Kielblock  

Der amerikanische Video-on-Demand Dienst Netflix zeigt sein erstes deutsches Original. Es handelt sich um ein mysteriöses Puzzle aus Familiengeheimnissen, das Zeit und Raum verschwimmen lässt. Alle zehn Folgen „Dark“ ab heute im Stream bei Netflix.

Lange Zeit galt Deutschland als kreative Wüste was wirklich gute Serien anbelangt. Dies scheint sich zunehmend zu ändern und die neue Netflix-Original-Serie „Dark“ ist ein sehr vielversprechendes Projekt, das von deutschem Boden ausgeht, der sich 2017 bereits mit „4 Blocks“ und „Babylon Berlin“ als fruchtbarer Grund für spannende und hochwertige Produktionen in der Filmlandschaft gezeigt hat. Eine zweite Staffel ist noch nicht bestätigt, den offiziellen Soundtrack zu „Dark“ findet ihr schon auf Spotify. Den ersten Einblick gibt euch dieser Trailer:

Winden in Aufruhr: Die Frage ist nicht, wo sind die Kinder, sondern wann?

„Dark“ könnte ein breites Publikum abholen: Eine Coming-of-Age-Geschichte, ein spannendes Mysterium um verschwundene Kinder und eine Zeitreise in die Jahre 1953 und 1986. Dazu eine gehörige Portion Wissenschaft für alle, die an den physikalischen Grundlagen der Zeitreise interessiert sind, gerne Zusammenhänge erkennen und miträtseln. Zwei Kinder verschwinden in der fiktiven deutschen Kleinstadt Winden (gedreht wurde in Berlin). In den Vorfall sind vier Familien verwickelt. Sie alle versuchen den mysteriösen Verlust der Kinder aufzuklären. Im Verlauf der Ermittlungen wird es düster in der Idylle der Vorstadt und dunkle Familiengeheimnisse treten zutage. Ein Ereignis aus dem Jahre 1986 rückt in den Blickpunkt des Interesses und es zeigt sich, dass die vier Familien auf tragische Weise in Raum und Zeit miteinander verbunden sind. “Die Frage ist nicht, wer die Kinder entführt hat, sondern wann”, so heißt es im obigen Trailer. Ein Hauch von „Stranger Things“ und eine Brise „Twin Peaks“ – das erste deutsche Netflix-Original könnte auch für ein internationales Publikum interessant sein.

Wer ist wer? Kleine Streaming-Hilfe

Ausgeprägt komplex ist die Anzahl der relevanten Figuren und ihre Einordnung in Familien, Raum und Zeit. Wer der Geschichte zur Gänze folgen will, muss sich die Personen und ihre Zusammenhänge merken. Denn nur dann könnt ihr die Hinweise verstehen und habt eine Chance, dem Rätsel auf der Spur zu bleiben. Ein gewisses Verständnis für Raum-Zeit-Krümmung und das Phänomen der Singularität kann auch nicht schaden – „Doctor Who“- und „Star Trek“-Fans sind hier klar im Vorteil. Wir haben euch die Charaktere zusammengestellt, um euch die Übersicht und damit den Genuss der Serie zu erleichtern:

Die Frage ist nicht wann, sondern wer? – Die Charaktere aus der ersten deutschen Netflix-Serie „Dark“

Dark auf Netflix 2017: Produktion & Cast

Im Oktober 2016 begannen die Dreharbeiten unter der Leitung von Regisseur Baran Bo Odar. Die erste Staffel umfasst zehn Episoden von jeweils einer Stunde Länge. Die Drehbücher verfasste Jantje Friese – beide haben schon als Team bei „Who Am I – Kein System ist sicher“ hervorragende Leistung gezeigt. Im Cast sind Louis HofmannOliver MasucciJördis TriebelMark WaschkeKaroline Eichhorn, Sebastian Rudolph, Anatole Taubman, Maja Schöne, Stephan Kampwirth, Anne Ratte-Polle, Andreas Pietschmann, Lisa Vicari, Angela Winkler und Michael Mendl. Produziert wird „Dark“ von der Firma Wiedemann & Berg Film.

Bilder von der Produktion

„Dark“: Erste Bilder der Netflix-Serien-Produktion

Ob die Serie fortgesetzt werden soll, hat Netflix noch nicht bekannt gegeben, wahrscheinlich hängt dies auch vom Erfolg der ersten Staffel ab. Ebenfalls abzuwarten bleibt, wie stark das internationale Interesse an dem Mystery-Thriller ausfällt. Die Kritiken sind größtenteils wohlwollend, es bestehen aber Zweifel, ob es für nicht-deutschsprachige Zuschauer attraktiv ist, sowohl den Untertiteln zu folgen, als auch die komplexen Beziehungen zwischen den Personen im Auge zu behalten. Der ständige Vergleich mit „Stranger Things“ könnte der Serie auch eher schaden als nützen, zumal er außer Acht lässt, dass die Produktionen sehr zeitnah und unabhängig voneinander bei Netflix landen konnten. „Dark“ ist also trotz aller Ähnlichkeiten kein schlichter Abklatsch der gehypten nordamerikanischen Serie.