Seit über einem Jahr können Netflix-Nutzer bei dem Streaming-Dienst mit „Death Note“ die Realverfilmung der gleichnamigen Manga-Serie begutachten. Jetzt erfährt der Film allerdings eine Welle der Kritik, denn darin sollen echte Aufnahmen eines tödlichen Zugunfalls verwendet worden sein.

Laut eines Berichtes der belgischen Zeitung De Standaard (via BBC) sollen im Netflix-Film „Death Note“ echte Aufnahmen eines Zugunfalls zu sehen sein. Dabei handelt es sich um einen tragischen Zwischenfall aus dem Jahr 2010, bei dem zwei Passagierwagen miteinander kollidiert sind. 19 Menschen kamen dabei ums Leben, Hunderte wurden verletzt.

Die Aufnahmen sollen in „Death Note“ in einer fiktiven Newssendung zu sehen sein. Dabei wurden Luftaufnahmen von einem Unfall gezeigt, der in der Handlung des Films selbst keinen Bezug zur Tragödie in Belgien hat. Ob die Filmemacher die Aufnahmen verwenden durften, ist laut BBC unklar. Netflix habe sich bislang zu den Vorwürfen nicht geäußert.

Überlebende des Zugunglücks reagiert wütend auf die Unfallaufnahmen in „Death Note“

Ein Sprecher der Nationalen Gesellschaft der Belgischen Eisenbahnen (SNCB) sagte, dass niemand um Erlaubnis gebeten habe, die echten Aufnahmen verwenden zu dürfen. Eine Überlebende des Unfalls, die 60-Jährige Anita Mahy, bezeichnete den Einsatz der Bilder gegenüber De Standaard als „fehlenden Respekt gegenüber allen Beteiligten“. Es mache sie wütend, dass man einfach abends einen Film schauen könnte, der einen erneut mit dem Unfall konfrontiere.

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„Death Note“ selbst basiert auf der populären gleichnamigen Manga-Reihe, die von 2003 bis 2006 erfolgreich als Anime adaptiert wurde. 2017 verfilmte schließlich Adam Wingard („Blair Witch“) für Netflix den Fantasy-Horror-Thriller, in dessen Zentrum der Schüler Light (Nat Wolff) steht. Der erhält ein mysteriöses Notizbuch, mit dem er Menschen töten kann, indem er ihre Namen hineinschreibt. Angestiftet vom Todesgott Ryuk (Willem Dafoe) beginnt Light eine Mordserie an Verbrechern, um die Welt von Kriminellen zu befreien. Dies ruft allerdings die Polizei unter der Leitung von Lights Vater auf den Plan sowie den Meisterdetektiv L (Keith Stanfield), der Light bald gefährlich nahe kommt. Netflix hat mit „Death Note 2“ eine Fortsetzung übrigens schon angekündigt.

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