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„Stranger Things“: Macher von Netflix' Hit-Serie werden verklagt

„Stranger Things“: Macher von Netflix' Hit-Serie werden verklagt
© Netflix

Dank seiner Mischung aus Science-Fiction und 80er-Nostalgie ist „Stranger Things“ einer der größten Erfolge von Netflix. Nach zwei Staffeln kriegt die Hit-Serie des Streaming-Anbieters jetzt aber Probleme. Denn die Macher von „Stranger Things“ wurden verklagt, weil sie angeblich ihre Ideen für die Serie geklaut haben.

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Die „Stranger Things“-Macher Matt und Ross Duffer sollen die Idee für die Netflix-Serie „Stranger Things“ gestohlen haben. Dies behauptet Charlie Kessler, der die Brüder deswegen verklagt. The Hollywood Reporter liegt eine Kopie der Anklageschrift vor. Darin beruft sich Kessler auf ein Treffen mit den Duffer-Brüdern auf einer Party im Jahr 2014, bei der er ihnen von seiner Sci-Fi-Geschichte erzählt haben soll, die nahe einer stillgelegten Militärbasis spielt.

2012 hatte Charlie Kessler bereits einen Kurzfilm namens „Montauk“ veröffentlicht und zusätzlich ein Drehbuch für einen Spielfilm mit dem Titel „The Montauk Project“ geschrieben. Beide waren in dem gleichnamigen Städtchen im US-Bundestaat New York angesiedelt, das Gegenstand vieler Verschwörungstheorien ist. Angeblich soll dort das US-Militär geheime Experimente mit Zeitreisen, Telekinese, Teleportation und weiteren ähnlich gelagerten Feldern betrieben haben.

Welches „Stranger Things“-Kind bist du?

„Stranger Things“ hieß zu Beginn tatsächlich „Montauk“ und sollte dort spielen

Laut Kessler habe er den Duffer-Brüdern von seinen Ideen erzählt. Damit seien die beiden laut des Anwalts des Klägers in einen branchenüblichen implizierten Vertrag getreten seien. Diesen hätten die „Stranger Things“-Macher mit ihrer Netflix-Serie jedoch gebrochen. Deswegen fordert Kessler Matt und Ross Duffer auf, eine Entschädigung sowie eine Strafe zu zahlen und für verlorene Gewinne aufzukommen. Außerdem sollen die Brüder seine Konzepte nicht weiter nutzen und all das Material, das auf diesen Konzepten beruht, zerstören.

Ursprünglich hörte „Stranger Things“ tatsächlich auf den Namen „Montauk“ und sollte in der Stadt in New York angesiedelt sein. Laut den Duffer-Brüdern wählten sie das Dorf, weil Steven SpielbergsDer Weiße Hai“ Montauk als Vorlage für seinen fiktiven Ort namens Amity Island nutzte.

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Seit den 1980er-Jahren spinnen sich zahlreiche Verschwörungstheorien um angebliche US-Experimente in Montauk. Die Richter werden also entscheiden müssen, ob die Duffer-Brüder sich lediglich an allgemein zugänglicher Folklore bedienten oder tatsächlich Ideen von Charlie Kessler stahlen. Sollte das Gericht der Anklage Recht geben, könnte „Stranger Things“ vor Problemen stehen. Immerhin sind die Experimente des US-Militärs tief in der Netflix-Serie verwoben. All diese Verbindungen zu kappen, wie es Kessler fordert, dürfte also schwierig sein. Staffel 3 von „Stranger Things“ dürfte von der jüngsten Entwicklung allerdings vorerst nicht beeinträchtigt werden.