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  5. „4 Blocks“ Folge 6 „Dead Man Walking“: Das Ende der ersten Staffel

„4 Blocks“ Folge 6 „Dead Man Walking“: Das Ende der ersten Staffel

„4 Blocks“ Folge 6 „Dead Man Walking“: Das Ende der ersten Staffel
© Turner / TNT Serie

„Dead Man Walking“ heißt die letzte Folge der deutschen Überraschungsserie „4 Blocks“. Selten so etwas Gutes gesehen und auch das Finale konnte absolut überzeugen! Danke an alle Beteiligten!

Poster 4 Blocks Staffel 1

4 Blocks

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4 Blocks

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Veysel, Massiv, Gringo 4 Blocks Musikvideo TNT-Serie.mp4

 

Diese deutsche Serie, inszeniert von Marvin Kren, produziert von Turner und Berg & Wiedemann unter der Mitwirkung von Profi-Schauspielern und Rappern hat die Messlatte für deutsche TV-Produktionen so hoch gehängt, dass es dafür einen Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde geben sollte. Gib dir bös und schau „4 Blocks“ - Yalla!

Die zweite Staffel bekommt ihr am besten über Sky Ticket zu sehen, falls ihr keinen anderen Zugang zu Sky Ticket habt. Alle Folgen der ersten Staffel seht ihr im Flatrate-Stream bei Amazon.

Reviews aller Folgen von „4 Blocks“

Dead Man Walking: Das Leben ist eine ****Bitch! (Spoiler)

© TNT
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Wir nehmen es gleich vorweg: Die Hamadys haben überlebt. Immerhin, der Familie geht es soweit „gut“. Vince (Frederick Lau) starb dafür den Heldentod durch die harte Hand des Rocker-Anführers Ruffi. Die zweite Staffel „4 Blocks“ könnte also prinzipiell mit dem bekannten Cast die Geschichte fortsetzen - vermissen müssen wir aber auf jeden Fall Ruffi (Ronald Zehrfeld), Onkel Hakeem und Vince. Issam (Emilio Sakraya) hat in der fünften Folge „Machtlos“ neue Einsichten in das Leben mit der dysfunktionalen Hamady-Familie gewonnen und Vince die Waffe übergeben, mit der Abbas den korrupten Polizisten erschossen hat. Issam hat dann logischerweise die Stadt verlassen. Bei ihm ist unklar, ob wir ihn wiedersehen werden.

4 Blocks: Staffelfinale im Rückblick

Wer die erste Staffel gesehen hat, glaubt den Machern aufs Wort, wenn sie behaupten, bereits eine überzeugende Geschichte für die Fortsetzung am Start zu haben. Alle sechs Folgen waren ein hervorragender Trip und man kann sie sich ohne weiteres nochmal anschauen.

Toni macht einen Deal mit Vince

Toni hat sich auf ziemlich mädchenhafte Weise von Vince überwältigen lassen, sodass er ihm die Waffe abnehmen konnte. Auch in dieser Szene wird wieder einmal deutlich, dass Toni Vince immer noch vertraut und ihn trotz allem als Freund betrachtet. Dennoch: Vince wusste diesen Vorteil für sich zu nutzen, hält die Waffe in der Hand und macht Toni einen Vorschlag: Er soll seinen Bruder Abbas (Veysel) ans Messer liefern und für Frieden im Viertel sorgen. Außerdem soll er sicherstellen, dass Vince mit Amara aus der Stadt fliehen kann. Toni lässt sich auf das Geschäft ein. Seine Immobilie will er jetzt nicht mehr - was in der ersten Folge begann, findet jetzt mit einem kurzen Telefonanruf beim Makler sein Ende. Vorerst fällt die Existenz als Vermieter für Ali Hamady (Kida Khodr Ramadan) flach.

Latif ist endlich aus dem Knast

Kaum zu glauben: In der ersten Folge eingefahren, erleben wir Latif (Massiv) in Folge sechs dann doch noch mal in Freiheit. Pünktlich zur Beerdigung von Ibrahim wird er in Moabit entlassen, Abbas holt ihn ab. Seine Frau Amara (Almila Bagriacik) und sein kleiner Sohn sind nicht da. „Scheiß drauf“ sagt Abbas und sie fahren Richtung Bäckerei. Zeki (Rauand Taleb) sitzt dafür jetzt für ein Verbrechen, das er nicht begangen hat, in Moabit. Latif ist ihm aber dankbar und vielleicht zahlt sich das am Ende mehr aus als ein Abitur oder ein ordentlicher Job? Jedenfalls ist er in Sicherheit - von gelegentlichen Vergewaltigungen abgesehen - und womöglich können wir seinen Werdegang in der nächsten Staffel weiter verfolgen.

Abbas: Die Faust mit schlauem Misstrauen

Wie Ibrahim schon dargestellt hat, Toni ist der Kopf und Abbas ist die Faust. Ganz so schlicht mag man diese Charakterisierung der Brüder aber nicht stehenlassen. Toni kann vielleicht besser denken, aber sieht er auch mit dem Herzen gut? Vince hat ihn extrem hintergangen und Toni hat sich immer wieder von ihm becircen lassen. Jedenfalls vertraut er wesentlich schneller als sein Bruder - das kann man festhalten.

Und auch wenn Abbas nicht das Brain der Familie ist: Von Misstrauen versteht er was. Er hat vielleicht nur Straßenabitur, aber er stellt die richtigen Fragen und wird an den richtigen Stellen misstrauisch. Hätte Vince nicht sehr viel Glück mit seinem Alibi gehabt, wäre er dank Abbas schon wesentlich früher aufgeflogen. Auch Tonis Geschichte will Abbas nicht so richtig glauben und das Misstrauen blitzt aus seinen bemerkenswert schönen braunen Augen.

Toni soll Vince getötet haben? Der Toni, der nicht tötet - sein Bruder? Abbas nimmt die Geschichte hin, aber man merkt, er ist nicht überzeugt.

Vince will sofort weg - Amara zur Beerdigung

Schicksalsschwere Entscheidung: Vince will die Stadt am liebsten sofort verlassen. Amara will aber zur Beerdigung ihres Onkels. Sie will sich verabschieden. Vince versucht ihr das auszureden, aber sie bleibt hart und dann fährt auch schon der Wagen mit ihrem Ehemann am Steuer vor. Sie steigt ein, er will ein Gespräch. Es geht um Liebe, Vertrauen und Angst. Amara hat vor allem Angst und Latif versucht das zu verstehen - er will, dass sie bei ihm bleibt. Sie will mit Vince flüchten, aber das weiß er nicht.

Kutscha will Frieden? Vince ist naiver als gedacht!

Die Serie hat schon öfter sehr gute kritische Anspielungen auf die Polizeiarbeit gemacht. Wir haben gesehen, wie eifrige Beamte Straftaten überhaupt erst motivieren, damit ihnen dann der „dicke Fisch“ ins Netz geht. Die erste Folge handelt bereits von Korruption, denn die folgenschwere Razzia kommt nur durch einen Polizisten zustande, der sich von Abbas zu schlecht bezahlt fühlte.

Wir haben gelernt, dass verdeckte Ermittler wie Vince selbst Straftaten begehen müssen, wenn sie ihre Deckung aufrecht erhalten wollen, das teilweise rassistische Vorgehen der Beamten wurde ebenfalls thematisiert. Die letzte Folge greift all dies noch einmal auf und spitzt es im Dialog zwischen Kutscha und Vince auf die zentrale Frage zu: „Willst du Frieden?“ fragt Vince Kutscha, aber der dreht sich weg und antwortet nicht. Er ist Polizist und will vor allem Erfolge. Und es erschüttert, dass Vince anscheinend tatsächlich an die Integrität des Beamten glaubt.

Amara flüchtet von der Beerdigung

Die Beerdigung verläuft friedlich und nach Plan. Beim anschließenden Zusammensein verlässt Amara die Feier mit ihrem Sohn. Vince hat vom Staat eine sichere Wohnung in Spandau in der Stuttgarter Straße gestellt bekommen, dort können sie sich verstecken, zuvor wollen sie sich am S-Bahnhof Südkreuz treffen. Toni weiß ja Bescheid und kann sich zumindest noch von seiner Schwester verabschieden, es ist ein tragischer Moment. Dann steht er auf dem Balkon und sieht zu, wie sie in ein Taxi steigt. Kurz bevor sie wegfährt, kommt Latif auf den Balkon und sieht das. Er rennt runter und folgt Amara ebenfalls mit einem Taxi.

Toni wird unfreiwillig abgeholt

Auch Toni rennt auf die Straße und ruft Vince an. Der sitzt im Taxi zum Südkreuz. Latif folgt Amara ist die schlechte Nachricht, die ihn recht nervös stimmt. Doch dann folgt eine zweite Erkenntnis. Während sie sprechen, wird Toni nämlich von den Cthulhus entführt und in ein Auto gezerrt. Das kann Vince hören und es macht ihn sehr betroffen - irgendwie hängt auch er an Toni. Vince benachrichtigt Kutscha, der sich auf seinen Einsatz freut, bei dem Abbas hochgenommen werden soll. Wie immer zeigt sich der Fahnder äußerst unkooperativ - es ist ihm ja auch schlicht egal, ob Toni stirbt oder lebt. Vince ist das nicht egal, er muss sich schnell entscheiden, wenn er den Freund noch retten will.

Vince stellt sich Abbas

Auch wenn Abbas in der Wohnung von Vince war und dort die klassischen Insignien eines Mordes vorfinden konnte, wirkte er nicht von dessen Todesnachricht überzeugt. Das Leben gibt ihm Recht, denn plötzlich steht Vince vor ihm und erzählt ihm, dass sein Bruder Toni in Gefahr ist. Abbas macht den Eindruck, als würde er lieber erst mal Vince vermöbeln wollen, aber Kalila (Maryam Zaree) erscheint zufällig und redet ihm ins Gewissen. Kemal (Sami Nasser), Abbas, Vince und einige andere fahren gemeinsam zum Unterschlupf der Rocker.

Vivaldi für Vince & Toni

Die „Vier Jahreszeiten“ von Vivaldi scheinen eine hervorragende Untermalung für sehr gewalttätige Bilder zu sein. Auch in „Oldboy“ - dem Profi-Rache-Film - findet diese klassische Melodie ihren Platz. Fakt ist jedenfalls, die Spannung der letzten 20 Minuten ist kaum zu übertreffen. Denn Vince und Abbas brauchen sehr lange, bis sie endlich bei den Rockern ankommen. Diese Zeit dürfen wir vorwiegend mit Toni verbringen und das ist wahrlich nicht schön.

Er wird zusammengeschlagen und mit dem Baseballschläger traktiert. Nico (Ludwig Trepte) darf das machen, als Rache für seine neue Bügeleisenbrandwunde auf der Brust. Toni sieht furchtbar aus und man bringt ihn raus. Dann wird er aufgehängt und die Spannung zerfetzt die Nerven. Denn obschon die Familie und Vince bereits da sind, kommen sie nicht zu Toni durch. Es gibt eine Schießerei und ziemliches Chaos - untermalt von den erwähnten „Vier Jahreszeiten“.

Toni überlebt - Vince muss sterben

In der Vorschau zu dieser Folge fragten wir uns noch: Vince oder Toni? Es zeichnete sich irgendwie schon ab, dass einer der beiden das Finale nicht überleben könnte. Nachdem man sich eine Zeit lang innerlich schon auf den Abschied von Toni, der im Todeskampf am Rockerstrick zappelt, vorbereitet hat, kommt es doch zu einer überraschenden Wendung. Abbas und Vince jedenfalls erreichen den Bruder rechtzeitig, um ihn vor dem Tod durch den Strick zu bewahren.

Vince sieht seine Mission als erfüllt an und will den brutalen Ort verlassen, bereit in ein neues Leben mit seiner Jugendliebe durchzustarten. Leider läuft er Ruffi in die Arme und der packt zu, es kracht, Vince fällt reglos zu Boden. Aus seinem Mund kommt Blut, er ist im Todeskampf befindlich. Kemal feuert einen Schuss auf Ruffi, der entfernt sich. Toni umklammert den Freund, der ihm eigentlich keiner war und fordert Abbas auf wegzurennen, denn die Polizei wird gleich eintreffen. Toni sagt ihm auch, dass er weiß, dass Abbas Ibrahim getötet hat. Abbas rennt. Vince stirbt in Tonis Armen. Draußen trifft er auf den kriechenden Rocker und nun wird auch Toni zum Mörder und erschießt den Mann.

Abbas rennt und rennt, aber hinter ihm blitzt das Blaulicht. Er hat keine Chance, bleibt stehen und lässt sich festnehmen. Ob Schönfließ in diesem Fall viel machen kann?

Amara hat brav auf Vince gewartet, aber er wird nie mehr kommen. Stattdessen kommt Latif. Sie sehen sich an und Amara fällt weinend in seine Arme. Sie alle haben immerhin überlebt, wie es weitergeht, erfahren wir leider erst 2018.

Das ganz harte „4 Blocks“-Quiz: Wie gut kennst du die Serie?

„4 Blocks“ Quiz: Kennst du dich aus? Nur der Babo schafft 11/12 Punkten

 

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