Als Ende August bekannt wurde, dass sich Disney/Marvel und Sony Pictures bezüglich der weiteren Leinwand-Zukunft Spider-Mans zerstritten hatten, hofften Fans, dass es doch noch zu einer Einigung kommen würde. Nun bestätigt Sony Pictures‘ CEO und Vorsitzender Tony Vinciquerra, dass es vorerst keine weitere Kooperation mehr geben wird.

Es war die wahrscheinlich größte Filmnachricht im August: das Aus für Spider-Man im Marvel Cinematic Universe (MCU). Dem Ganzen gingen Berichten zufolge wochenlange zerfahrene Verhandlungen voraus, in denen Disney versuchte, eine 50/50-Aufteilung bei den Kosten sowie den Einnahmen der Spider-Man-Filme durchzusetzen. Bislang trug Sony die Kosten komplett, Disney erhielt fünf Prozent des Einspielergebnisses. Von einer solchen 50/50-Regelung hätte der Micky-Maus-Konzern allerdings weitaus mehr profitiert, denn man wollte offenbar auch die Rechte an sämtlichen Charakteren mit Bezug auf Spider-Man.

Da es zu keiner Einigung kam, wird Marvel Studios die freundliche Spinne zukünftig nicht mehr weiter im MCU einsetzen dürfen. umgekehrt wird auch Spider-Man in Zukunft seine ehemaligen Avengers-Kollegen nicht mehr erwähnen, geschweige denn mit ihnen auftreten dürfen. Und das wird sich auch nicht so schnell ändern, wie Tony Vinciquerra, CEO und Vorsitzender von Sony Pictures, auf einer Veranstaltung von Variety bestätigte: „Bis auf Weiteres ist die Tür zu“, so Vinciquerra.

Es herrsche aber keineswegs „böses Blut“ zwischen den Parteien. Ganz im Gegenteil, er bedankte sich für die „großartige Zeit“ mit Marvel Studios‘ Präsidenten Kevin Feige als Produzent der beiden Spider-Man-Filme „Homecoming“ und „Far From Home“: „Wir haben versucht, zu einer Lösung zu kommen. Die Leute bei Marvel sind fantastisch, wir haben den größten Respekt vor ihnen, aber wir haben auch einige ziemlich fantastische Leute auf unserer Seite. Kevin Feige hat nicht alles allein gemacht.“

Klingt fast schon nach einer Kampfansage. Immerhin hatte sich Sony in einer ersten Stellungnahme um Schadensbegrenzung bemüht, indem darauf hingewiesen wurde, dass es eine Anordnung Disneys gewesen sein soll, Feige als Produzent von zukünftigen Spider-Man-Filmen zurückzuziehen. Und tatsächlich zeigte sich Vinciquerra zuversichtlich, dass Sony keine Probleme haben werde, die Zukunft der Spinne alleine zu gestalten: „Spider-Man ging es schon vor den Event-Filmen bestens, mit den Event-Filmen lief es noch besser; und nun, da wir unser eigenes Universum haben, wird er auch mit den anderen Charakteren funktionieren. Ich denke, wir sind dazu in der Lage.“

Das Spider-Verse, das bei Sony Pictures in Arbeit ist, beinhaltet aktuell eine Fortsetzung zum Kinohit „Venom“ mit Tom Hardy, „Morbius“ mit Jared Leto, einen noch unbesetzten Film zu Kraven, der Jäger sowie laut Vinciquerra fünf bis sechs TV-Serien. Und natürlich das nächste Spider-Man-Abenteuer mit Tom Holland in der Hauptrolle.

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Tom Holland will ein Team-up mit Miles Morales

Holland, der bereits ankündigte, Spider-Man auch außerhalb des MCU weiterspielen zu wollen, hat nicht nur große Lust auf ein Team-up mit Hardys Venom, er würde auch liebend gern ein Team mit Miles Morales bilden. Dieser ist bekanntlich der Nachfolger von Peter Parker in den Comics. Allerdings tritt er nur deswegen in seine Fußstapfen, weil Parker stirbt. In einem möglichen Film müsse das aber nicht genauso ablaufen, befindet Holland in einer Fragerunde mit GC: „Ich würde liebend gern die Leinwand mit Miles Morales teilen. Ich denke, das wäre wirklich cool. Ich will aber nicht sterben, ich liebe es, Peter Parker zu sein, das wäre sonst ein ziemlicher Dämpfer.“

Ihr seid echte MCU-Fans? Dann dürften diese Fragen kein Problem für euch sein:

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