Marvel-Fans erreichte jüngst die Schock-Nachricht: Spider-Man droht aus dem MCU zu fliegen. Doch was genau bedeutet das für die nächsten Filme?

Fans werden sich wohl noch lange an die Hoffnung klammern, dass wir Tom Holland in „Spider-Man: Far From Home“ nicht zum letzten Mal im MCU gesehen haben. Nach jetzigem Stand ist das aber der Fall. Sony, die die Rechte an Spider-Man halten, und Disney, denen die Marvel Studios gehören, konnten sich nicht auf eine weitere Zusammenarbeit einigen. Wenn sie diese nicht doch noch erreichen, ist Spider-Man also künftig nicht mehr Teil des MCU.

So schrecklich diese Vorstellung auch ist, wir wollen dennoch der Frage nachgehen, wie die Zukunft vom MCU und Spider-Man nach ihrer Trennung aussehen könnte. In den kommenden Jahren würden wir auf der Leinwand das Verschwinden von Peter Parker wohl kaum bemerken. Bis 2021 ist Phase 4 des MCU durchgeplant, „Spider-Man 3“ spielt darin keine Rolle, auch nicht „Avengers 5“, in dem Spider-Man wohl kaum hätte fehlen dürfen. Tom Holland erhält also wohl so oder so mindestens zwei Jahre MCU-Pause. Eventuell war dies von den Machern auch bewusst so geplant worden. So haben sie eine gewisse Übergangszeit, um eine Lösung zu finden, falls der Deal mit Sony eben endgültig scheitert.

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Das MCU kann Spider-Man eigentlich nur vergessen

Die Lösung selbst wird MCU-Fans aber wohl kaum gefallen dürfen. Wie erklärt man es schließlich, dass einer der wichtigsten, beliebtesten Superhelden nicht mehr zu sehen ist, wenn die Gründe dafür jenseits der Leinwand hinter den Kulissen liegen? Die naheliegendste Antwort: gar nicht. Das MCU wird wohl nichts anderes übrig bleiben, als Spider-Man nicht mehr zu erwähnen und in Vergessenheit geraten zu lassen. Charaktere wie Happy (Jon Favreau), die viel mit Peter zu tun hatten, könnten wir zwar wiedersehen. Mehr als vage Andeutungen in die Richtung von Peter Parker werden sie aber kaum äußern können, schließlich verlieren die Marvel Studios selbst das Recht, Spider-Man überhaupt zu erwähnen.

Sony könnte sich in solch einem drastischen Szenario allenfalls noch dazu bereit erklären, dass das MCU den Superhelden erwähnen darf, um sein Verschwinden zu begründen. Da die Fronten zwischen den beiden Studios derzeit aber durchaus verhärtet erscheinen, stellt sich die Frage: Warum sollte Sony das tun?

In der MCU-Zukunft würde Spider-Man bei einem solch abrupten Ausstieg eine gewaltige Lücke hinterlassen. „Far From Home“ baute mit seinem Cliffhanger schließlich nicht nur „Spider-Man 3“ auf, den wir im MCU vielleicht nie erleben werden. Peter Parker selbst wurde darin als das Gesicht der neuen Superhelden-Generation nach „Avengers: Endgame“ inszeniert. Dieses Gesicht wird aber eventuell merklich fehlen. Es steht wohl außer Frage, dass Spider-Man ein wichtiger Bestandteil der neuen Avengers geworden wäre, sofern die Superhelden-Truppe sich erneut bildet. Auch hier müssen die Marvel Studios umplanen. Zwar haben sie bereits genug Charaktere und etablieren neue, um gleich mehrere Avengers-Teams zu bilden. Einen Hochkaräter wie Spider-Man ersetzt man aber nicht so einfach.

Welche Superhelden nach „Avengers: Endgame“ noch leben, erfahrt ihr hier:

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„Avengers Endgame“: Wer stirbt? Wer überlebt? Wer kehrt zurück? (Achtung, Spoiler!)

Der Deadpool-Spider-Man-Film bleibt womöglich ein Fan-Wunsch

Zumal wir damit auch eines weiteren Fan-Wunsches beraubt werden: Ein gemeinsamer Film mit Deadpool und Spider-Man scheint derzeit unwahrscheinlicher denn je zu sein. Schließlich besitzt Disney mittlerweile die Rechte an Deadpool, der in den Comics mit Spider-Man wiederholt ein enorm beliebtes Duo bildete. Ein MCU-Projekt mit dem Söldner mit dem losen Mundwerk und der freundlichen Spinne aus der Nachbarschaft ist aber unmöglich, wenn Sony nicht mitspielt.

Ryan Reynolds äußerte sich bereits entsprechend dramatisch auf Twitter. Auf die Fan-Frage, ob wir jetzt einen Film mit den beiden Superhelden sehen können, meinte dieser: „Könnt ihr. Aber ihr könnt ihn nur in meinem Herzen sehen.“

Tom Holland könnte bereits in „Venom 2“ auftauchen

Für Sony selbst ist die Spidey-Situation wohl deutlich entspannter als für Disney. Sie gewinnen ihren bekanntesten Superhelden zurück, der sich dank der Darstellung von Tom Holland zudem enormer Beliebtheit erfreut. Auf seine ganze Hintergrundgeschichte wird Sony jedoch verzichten müssen, schließlich ist die dank Tony Stark (Robert Downey Jr.), Happy Hogan und Nick Fury (Samuel L. Jackson) zu stark vom MCU eingefärbt.

Tante May (Marisa Tomei), Ned (Jacob Batalon) und MJ (Zendaya) könnte Sony aber theoretisch mit Peter Parker zusammen bei sich weiterleben lassen. Zumal sie bereits einen guten Verwendungszweck haben: „Venom 2“.

Der erste Teil mit Tom Hardy war ein wahrer Kassenschlager, in der Fortsetzung könnte Spider-Man bereits eine Rolle spielen. Wenn auch wohl nur eine kleine. Schließlich ist die Produktion des Films bereits auf dem Weg. Am 2. Oktober 2020 soll der Film in den Kinos starten, erst jüngst wurde Andy Serkis als Regisseur verpflichtet.

In der Fortsetzung kämpft Venom wohl gegen Carnage (Woddy Harrelson), wie es das Ende des ersten Teils andeutete. Diese Planung wird Sony vermutlich nicht einmal für Spider-Man komplett über den Haufen werfen. Aber beispielsweise in einer Post-Credit-Szene könnte Tom Holland bereits auf seinen Namensvetter Tom Hardy treffen, bevor im nächsten Film ein Crossover auf dem Plan steht. MCU-Chef Kevin Feige selbst meinte schließlich, dass ein Spider-Man-Venom-Film irgendwann wahrscheinlich kommt. Eventuell ist es schneller soweit, als ihm selbst lieb sein kann.

Die große Frage ist dann nur: wie viele Fans sind sauer auf Sony, weil der Deal mit Disney platzte? Boykottieren sie Spider-Man in Zukunft? Oder locken Tom Holland als Peter Parker und die Aussicht auf ein Venom-Crossover doch genug Leute ins Kino? Diese Fragen und viele weitere muss die Zukunft beantworten…

Vielleicht findet sich schon bald auch Peter Parker in diesem Quiz wieder, wenn er für das MCU gestorben ist:

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