Alles steht Kopf Poster

„Alles steht Kopf“: Disney wird wegen Animationsfilm verklagt

Andreas Engelhardt  

Vor zwei Jahren eroberte der Pixar-Film „Alles steht Kopf“ begleitet von Jubelstürmen die Kinos. Das Animationswerk über die vermenschlichten Emotionen der elfjährigen Riley war 2015 ein voller Erfolg, jetzt droht Disney, denen Pixar gehört, allerdings ein rechtliches Nachspiel.

Wie The Hollywood Reporter berichtet, wird Disney jetzt wegen „Alles steht Kopf“ verklagt. Denise Daniels, eine TV-Journalistin und -Autorin, will den Unterhaltungsgiganten vor Gericht bringen, da der Film, ihrer Aussage nach, auf einer von ihr ausgearbeiteten Kinderreihe basieren soll. Diese trägt den Namen „The Moodsters“ („Mood“ bedeutet auf Deutsch Stimmung oder Gemütslage) und handelt von vermenschlichten Emotionen, womit eine Parallele zu „Alles steht Kopf“ nicht von der Hand zu weisen ist.

Auch die Intention von „The Moodsters“ deckt sich mit dem Pixar-Hit, denn die dargestellten Emotionen sollen den Kindern dabei helfen, ihre eigenen besser zu verstehen und lernen, damit umzugehen. Beim Ensemble werden ebenfalls Gemeinsamkeiten deutlich. So setzten sich „The Moodsters“ aus fünf Hauptcharakteren zusammen, die jeweils eine Emotion verkörpern und durch eine Farbe repräsentiert werden.

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Während Freude (Gelb), Wut (Rot) und Trauer (Blau) mit „Alles steht Kopf“ identisch aufgeteilt sind, gibt es bei „The Mooderst“ noch Furcht (Grün) und Liebe (Rosa), während Furcht beim Animationsfilm mit der Farbe Lila symbolisiert wird und der fünfte Charakter Ekel (Grün) verkörpert.

Klage gegen Pixar: „The Moodster“ soll Disney vorgestellt worden sein

Interessant wird die Klage jedoch nicht nur durch einige überschneidende Merkmale. Denise Daniels behauptet, sie habe ihre Idee Disney und Pixar von 2005 bis 2009 jedes Jahr vorgestellt. Der Gerichtsprozess soll deshalb aus ihrer Sicht darauf zielen, eine Entschädigung zu erhalten, weil ihre Idee angeblich ohne Rücksprache mit ihr verwendet wurde und sie dafür keine Entlohnung erhalten hat.

Ein Verantwortlicher von Disney hat sich zu den Vorwürfen bereits geäußert und mitgeteilt, dass „Alles steht Kopf“ eine eigenständige Geschichte von Pixar sei, was man bereitwillig vor Gericht beweisen wolle. Wie dieser Fall ausgeht, ist derzeit also offen, wegen „Zoomania – Ganz schön ausgefuchst“ wurden gegen Disney allerdings bereits im Mai dieses Jahres ähnliche Vorwürfe erhoben.

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