X-Men: Apocalypse Poster

X-Men Apocalypse: Die ersten Kritiken sprechen eine eindeutige Sprache

Andreas Engelhardt  

Seit zwei Wochen ist „Captain America 3: Civil War“ in den deutschen Kinos, da erwartet uns schon der nächste Superhelden-Film. „X-Men: Apocalypse“ heißt dieser und bildet den Abschluss der bereits zweiten Trilogie um die Mutanten. Nun haben uns aus den USA die ersten Stimmen zum Blockbuster erreicht und wir verraten euch, was sie zu „X-Men: Apocalypse“ zu sagen haben. 

Am 19. Mai 2016 erreicht uns mit „X-Men: Apocalypse“ der neunte Film aus dem Universum der Mutanten – sofern man den dieses Jahr veröffentlichten „Deadpool“ mitzählen möchte. Erneut hat dafür Bryan Singer auf dem Regie-Stuhl Platz genommen, der zum vierten Mal einen „X-Men“-Film inszeniert; zuletzt „X-Men: Zukunft ist Vergangenheit„. Da der letzte Eintrag in der Filmreihe äußerst wohlwollend aufgenommen wurde, sind die Erwartungen an „X-Men: Apocalypse“ dementsprechend hoch, was auch an dem prominent besetzten Cast liegt.

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Unter anderem Jennifer Lawrence (Mystique), Michael Fassbender (Magneto) und James McAvoy (Professor X) kehren in ihren bekannten Rollen zurück, zusätzlich stoßen Darsteller wie Oscar Isaac (Apocalypse), Olivia Munn (Psylocke) und Sophie Turner (Jean Grey) hinzu. Zusätzlich vermittelten die Trailer den Eindruck, dass uns ein bildgewaltiger Blockbuster bevorsteht, der beeindruckende Spezialeffekte zu bieten hat. Alles ist also angerichtet für einen großen Hit, doch wenn man den ersten Kritiken aus den USA glaubt, dann ist „X-Men: Apocalypse“ leider kein überragender Film.

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Erste Kritiken zu „X-Men: Apocalypse“ sind durchwachsen

Im Gegenteil, die Stimmen jenseits des Atlantiks sind ziemlich enttäuscht von „X-Men: Apocalypse“. Der Tenor geht in etwa so: Der Film ist hoffnungslos überladen und versucht zu viele Charaktere unterzubringen, kann dadurch jedoch keine emotionale Tiefe entstehen lassen. Auch wenn es manch unterhaltsame Szene gibt, verlässt sich „X-Men: Apocalypse“ zu sehr auf seine Effekte, bietet aber wenig Substanz. Oberbösewicht Apocalypse kommt ebenfalls nicht gut an, obwohl manche Oscar Isaac zumindest noch attestieren, dass er bemüht sei, den blassen Charakter mit Leben zu füllen.

The Wrap unterstellt Bryan Singer, dass er einen langweiligen Film produziert habe, der durch seine Handlungszeit in den 1980er Jahren den Zuschauer zwingt, Charaktere neu kennenzulernen, mit denen er aus den vorherigen „X-Men“-Filmen bereits vertraut ist. Entertainment Weekley geht mit dem Werk ähnlich hart ins Gericht und unterstellt ihm, keine Kreativität oder Spaß ins Spiel zu bringen, sondern sich Themen zu bedienen, die wir aus dem Genre zu Genüge kennen. The Guardian gesteht „X-Men: Apocalypse“ zumindest noch einige unterhaltsame Momente zu, wünscht sich von einem zukünftigen Teil aber die Konzentration auf wenige Charaktere, um mit diesen besser arbeiten zu können. Versöhnlicher fällt die Kritik von IGN aus, die zwar den nötigen Tiefgang vermisst, jedoch einen kurzweiligen Film gesehen hat, der uns gut auf die Fortsetzungen mit neuer Besetzung vorbereitet.

Auch wenn „X-Men: Apocalypse“ keine absolut vernichtenden Kritiken erhalten hat, wie es bei „Batman v Superman: Dawn of Justice“ der Fall gewesen ist, waren die Kritiker im Durchschnitt nicht positiv angetan. Der MetaScore liegt nach 19 Kritiken bei mageren 50  von 100 Punkten und Rotten Tomatoes weißt nach 34 Kritiken eine durchschnittliche Wertung von 5,5 von 10 Punkten aus. Dass sich die Meinungen von Kritikern und Kinogänger massiv unterscheiden können, haben wir aber in jüngerer Vergangenheit eindrucksvoll erfahren. Es bleibt also abzuwarten, wie das Publikum „X-Men: Apocalypse“ aufnimmt und womöglich reichen die Bildgewalt und die unterhaltsamen Sequenzen, um den Film zu einem Hit werden zu lassen.

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