Superman Returns Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Superman Returns: "Superman" kehrt nach 20-jähriger Absenz auf die Leinwand zurück - im größten Abenteuer seiner Karriere als Superheld.

Fünf Jahre war Supermann alias Clark Kent (Newcomer Brandon Routh) auf Identitätsfindung im All unterwegs. Nun ist er wieder da und zurück im Redakteurssessel beim Daily Planet. Einiges hat sich geändert. So ist Lois Lane (Kate Bosworth) inzwischen mit einem anderen zusammen und hat mit diesem auch einen kleinen Sohn. Als Supermann ihr das Leben rettet, erwacht zwar alte Zuneigung, damit verbunden aber auch Schuldgefühle. Zum Glück sorgen alte Feinde wie Lex Luthor (Kevin Spacey) und Kitty Kowalski (Parker Posey) für Abwechslung.

Bryan Singer

Nach einigen Jahren der Abwesenheit kehrt der Mann aus Stahl zurück auf die Erde. Das erregt das Missfallen seines Erzfeindes Lex Luthor, der sofort Pläne entwirft, die zum Untergang des Mannes aus Stahl führen sollen. Der hat einstweilen als sein menschliches Alter ego Clark Kent ganz andere Probleme: Seine Liebe Lois Lane hat ihm den Rücken zugekehrt. Gibt es überhaupt noch einen Platz für Superman in einer Gesellschaft, die bereits seit langem ohne ihn auskommt?

Nach mehreren Jahren im All, wo er die Zerstörung seines Heimatplaneten Krypton verarbeiten musste, kehrt Superman auf die Erde und in seine alte Rolle des Clark Kent zurück. In der Zwischenzeit hat sich allerdings einiges geändert: Seine alte Flamme, die Über-Journalistin Lois Lane, hat nunmehr einen Verlobten, einen Sohn und einen Pulitzer-Preis gewonnen – für einen Artikel mit der Überschrift: „Warum die Welt Superman nicht braucht“. Der Bösewicht Lex Luthor allerdings strebt immer noch nach der Weltherrschaft.

Kritiken und Bewertungen

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  • „Besonders wertvoll”

    Mit Witz und Selbstironie, fulminanter Action- und Inszenierungskunst und überraschenden Kameraperspektiven setzt sich "Superman Returns" im Filmgenre der Superhelden filmisch an die Spitze. Dies ist ein Film, der das Genre voranbringt und belebt. Die Fans wird er begeistern.

    Regisseur Brian Singer inszeniert mit großer Kraft und enormem Gestaltungswillen, besonders auch die Massenszenen sind ungewöhnlich durchkomponiert. Immer wird das Staunen der Menschen Anlass zu großer Inszenierung, wie im Moment der Rückkehr Supermans, als alle in den Straßen Richtung Himmel blicken. Buchstäblich auf den Punkt inszeniert ist die Rettung eines brennenden Flugzeugs, mitten in einem vollbesetzten Sportstadium frappiert Superman seine alten/neuen Fans mit einer atemberaubend lässigen Landung. Außergewöhnlich gestaltet sind viele der Actionszenen.

    Die überzeugende Wirkung des Films, der seinen Stoff und seine Zuschauer ernst nimmt und dabei bestens unterhält, beruht auf der genauen Betrachtung des Mythos. Superman wirkt wie ein zeitloses Symbol menschlicher Ideale, seine Herkunft von einem fremden Planeten, seine außergewöhnlichen Fähigkeiten wie das Fliegen und seine Schnelligkeit oder sein Gerechtigkeitssinn lassen die Figur über alle Kulturen hinweg ihre Wirkung entfalten.

    Die Herkunft Supermans - der Comic-Held - wird stets betont, ob beim Make-up, bei der Ausstattung, der Inszenierung des Helden oder in zahlreichen witzig-hintergründigen Dialogen. Immer gibt es einen nachvollziehbaren, emotionalen Hintergrund, gibt es glaubhafte Konflikte, ebenso aber auch die märchenhafte Brechung und den puren Spaß.

    Auf diese Kraft setzt der Film und gewinnt durch seine Hingabe an das Genre. Die elegante filmische Auflösung, die eleganten Flugaufnahmen und die überzeugende Inszenierung setzen Maßstäbe. Als großer Unterhaltungsfilm stärkt er das Genre und wird seine Fans begeistern.

    Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Angesichts der Comic-Superhelden, die als Realverfilmungen auf den Markt geworfen werden, war es nur eine Frage der Zeit, bis man auch beim Ultimativen angekommen ist: Superman. Nicht umsonst ist er der einzige, der sich als linkischer Clark Kent verkleiden muss, um normal zu sein – derweil alle Bat- und Spidermänner sich umgekehrt für den Einsatz maskieren.

    Seit 1937 hat sich der „Stählerne“ zur Ikone des Überhelden schlechthin gemausert und über seine Abermillionen Comics wie auch allerlei Kinofilme und TV-Serien ins popkulturelle Weltinventar eingeschrieben. Superman ist längst Mythos und Symbol in einem. Und das Problem damit, mit dem Mann im roten Umhang und dem S auf der Brust, ist, dass er doch eigentlich ein langweiliger Held ist. Weil er alles kann: Fliegen, alles hören, durch Wände sehen, Hitzestrahlen mit den Augen verschießen, kugelsicher sein, die unglaublichsten Gewichte stemmen (in „Superman Returns“ ein abstürzendes Flugzeug und einen gigantischen Felsbrocken) u.v.m. Schön, durch die Substanz Kryptonit, seine Achilles-Ferse, kann ihm diese Übermenschlichkeit ausgetrieben werden. Aber das ist denn auch das mindeste, um halbwegs akzeptable Abenteuer zu schustern.

    Die Filmreihe um den kürzlich verstorbenen Christopher Reeve beeindruckte denn auch durch den schieren Bombast oder unterhielt, unter der Regie von Richard Lester, indem sie eine herrliche sinnfreie Sause bot. Doch heute, wo all die Superheldenfilme von „X-Men“, „Spider-Man“ und „Batman begins“ voller Ernst aber auch mit scharfem Blick die Untiefen ihres Sujets ausloten? Wie passen neben deren gebrochene, zwiespältige Charakteren der treugute, unkorrumpierbare Sauber-Superman und sein Alter Ego Clark Kent?

    Doch Rettung naht: Nicht irgendwer führt Regie bei „Superman Returns“ sondern Bryan Singer („Die üblichen Verdächtigen“). Der hat mit der „X-Men“-Trilogie den Adaptionsboom der Superheldencomics fürs Kino mit angeheizt und darüber hinaus nicht bloß vordergründige Unterhaltung geboten sondern auch gezeigt, dass darüber ernsthafte Themen verhandelt werden können. Irgendwas muss denn auch Singer in der Figur des Superman gesehen haben, hat er doch den letzten „X-Men“-Teil dafür abgegeben und gleich noch seine Drehbuchautoren und den Kameramann mitgenommen.

    Zunächst macht er denn auch das richtige und weiß, dass während die ambivalenten Superhelden mit ihren Problemen Erzählfiguren sind, der Alleskönner Superman einer der Schau ist. Und ein furioses visuelles Spektakel vom Allerfeinsten wird in „Superman Returns“ denn auch abgefackelt. Ein brennendes, trudelnden Flugzeugen, das gerettet werden will; Meteroriten und eben Superman, der vom Himmel stürzt, ein Maschinengewehr, das wirkungslos gegen seine Brust feuert (und sogar eine Kugel, die in Zeitlupe auf sein Auge prallt). Dazu die Einrichtung von Lex Luthors luxuriösem Boot. Und immer wieder unser Held, der im All über der Welt hängt.

    Auch mit der Handlung schlägt sich Singer und Co. wacker. Das Leiden daran, „anders“ zu sein, wird thematisiert, und die unerfüllbare Liebe zwischen Lois und Superman gerät überraschend berührend: einer der schönstens Momente des Films ist, wenn Lois den Helden verlässt und er ihr lächelnd sehsüchtig durch Wände und Fahrstuhltüren nachsieht.

    Unterfüttert wird das von einer guten bis überraschenden Darstellerriege. Allen voran natürlich Kevin Spacey, der schlichtweg genial ist als Bösewicht. Gemein und eiskalt, zynisch und resigniert – Spacey, dem Singer über „Die üblichen Verdächtigen“ zum ersten Oscar verhalf, spielt sie alle an die Wand.

    Dagegen kann Brandon Routh als Superman nur blass aussehen. Was freilich an seiner Rolle liegt, und gleichwohl kann Routh dem Helden mit der weißen Weste unterm blauen Trikot doch die eine oder andere Nuance abluchsen.

    Routh’ Job ist denn auch deshalb undankbar, als Singer und seine Autoren die Mythenhaftigkeit ihrer Figur immer mitbedenken müssen. Superman muss hölzern wirken weil er schlichtweg kein echter Mensch ist. Er ist ein Ideal, eine Idee. Hierin zeigt sich das große Manko, um das der Film sich schlichtweg nicht drücken kann. Singer, Dougherty und Harris tun das beste, was sie können, sind ernst und pathetisch wo es angebracht ist, lassen auch den (oft erstaunlich trockenen) Humor nicht zu kurz kommen. Aber wenn es um die Auseinandersetzung mit ihrer Figur geht, gehen sie nicht weit genug – oder aber zu weit. Ein (in mehrfacher Hinsicht) reines, naives Märchen wollen sie nicht bieten, eine konkrete Dekonstruktion konnte – oder wahrscheinlich eher noch: durfte – es nicht werden.

    Krakeelende Araber und Kriegsbilder im Fernsehen demonstrieren, wie weit es ohne Superman gekommen ist, und dass er just vor 5 Jahren, also im Jahr der traumatisierenden Terroranschläge aufs World Trade Centre verschwunden ist, ist ebenfalls beredt. „Wo warst du, Superman, als wir dich brauchten?“ – mit dieser Frage muss er sich nicht auseinandersetzen. Hingegen darf eine jesus-mäßige Wiederauferstehung nicht fehlen. Und wenn Superman lauschend im All über dem blauen Planeten schwebt, alle Stimmen und Geräusche von da unten aufnimmt, plötzlich aufschreckt, weil es Arbeit für ihn gibt – dann nicht weil es gefährliche Potentaten zu stürzen oder Atombomben zu vernichten gilt, sondern weil ein Durchgeknallter mit einer Hubschrauber-MG um sich ballert. Überall auf dem Globus ist Superman zurückgekehrt, zeigen die Nachrichtenbilder, aber retten tut er ihn im Grunde nur, in dem er vom Hochhaus fallende Fensterputzer auffängt oder Raubüberfälle vereitelt.

    Das darf sauer aufstoßen, einfach weil die aktuellen Comicheldenfilme sich neben dem Supersein, auch mit dessen Last und Verantwortung bereits intensiver beschäftigt haben (siehe „Spider-Man 2“) oder aber über die reine Comic-Juxerei die alten Superman-Filme selbst, vor allem der letzte, derlei Fragen souverän pariert haben.

    Singer und seine Jungs tun mit „Superman Returns“ das bestmögliche, bürsten auch mal Genre-Klischees gegen den Strick oder treiben kleinen selbstreflexiven Schabernack. Doch die Omnipotenz ihres Helden und die blitzblanke Utopie seiner Erscheinung lassen den Film zwangsläufig etwas fade werden.

    Fazit: Der Inbegriff des Superhelden ist zurück. Doch auch wenn „X-Men“-Bryan Singer ein fulminantes Schauspiel mit origineller wie intelligenter Geschichte vorlegt, kann sich „Superman Returns“ nicht recht zwischen naivem Spektakel und ‚ernster’ Bestandsaufnahme entscheiden.
  • Das aufwändige Fantasy-Epos unter der versierten Regie von „X-Men“-Regisseur Bryan Singer lässt den legendären Mann aus Stahl 20 Jahre nach dem letzten Eintrag in die Franchise wieder hoch im seither revolutionierten Universum der Comicadaptionen (mit)fliegen.

    Dabei darf die Leinwandrückkehr eines der beliebtesten Superhelden getrost als schwierige Geburt bezeichnet werden. Nach mehrjähriger Entwicklungsphase (die Kosten dafür allein sollen sich auf 40 Mio. Dollar belaufen) mit diversen vorgesehenen Regisseuren (darunter ironischerweise Brett Rattner, der später bei der „X-Men“-Franchise für Singer einsprang), Drehbuchentwürfen und Besetzungen wurde das Monumentalprojekt mit einem Budget von 220 Mio. Dollar schließlich in Australien gedreht. Um die blaurote Uniform des verstorbenen Originaldarstellers Christopher Reeve (dem der Film gewidmet ist) adäquat auszufüllen, wurde mit Brandon Routh ein unbekanntes Gesicht verpflichtet. Er weist nicht nur den entsprechend muskulösen Körperbau und markanten Gesichtsschnitt vor, sondern verfügt auch über das schauspielerische Gewicht, die Figur mit sympathischer Schüchternheit, schwelendem Selbstzweifel sowie selbstsicherer Supermenschlichkeit auszustatten. Die Openingsequenz mit den Neontiteln und der Originaltitelmelodie (beide schon damals an „Krieg der Sterne“ angelehnt) evozieren Richard Donners Original-„Superman“ von 1978, an dem sich der Film im Verlauf der rund zweieinhalbstündigen Neuinterpretation immer wieder respektvoll orientiert. Das Drehbuch der „X-Men 2“-Skripter Michael Dougherty und Dan Harris knüpft mit Supermans Rückkehr aus dem All an, wo er fünf Jahre verbracht hat, um Antworten auf Fragen über seinen zerstörten Heimatplaneten Krypton zu finden. Als sein menschliches Alter Ego, der brav-naiv wirkende Reporter Clark Kent, bekommt er seinen alten Job beim Daily Planet wieder. Mit tiefer Enttäuschung muss er feststellen, dass seine große Liebe Lois Lane („Blue Crush“-Surfergirl Kate Bosworth fehlt es ein wenig an glaubwürdiger Reife) Superman in mehrfacher Hinsicht völlig abgeschrieben hat und nun einen Verlobten und einen kleinen Sohn hat. Doch als Superman sie bei einem missglückten Shuttlelaunch (mit ähnlich realistischem Chaos wie bei „Flug 93“) spektakulär vor dem Absturz rettet, regen sich ihre alten Gefühle wieder. Die anhaltenden emotionalen Komplikationen ihrer unerfüllten Liebe bilden einen der Schwerpunkte, was der Story, neben dem von Superman schwermütig empfundenen Außenseiterstatus unter den Menschen, einen leise tragischen Anstrich verleiht. Im Kontrast dazu liefern Kevin Spacey (war einst einer von Singers „üblichen Verdächtigen“) als Erzfeind Lex Luthor und Parker Posey als dessen schrille Komplizin Kitty Kowalski die schmunzelnd humorvolle Komponente. Insgesamt verzichtet Singer jedoch auf die üblichen publikumsgefälligen ironischen Oneliner und albernen Slapstickeinlagen. Sein Ton ist in klassischer Manier aufrichtig-mitfühlend und mit einer Menge unverkennbarer religiöser Messias-Symbolik (inklusive Kreuzigungspose) versehen. Dazu passend klingt der verhalten atmosphärische Score von John Ottman an, der wie Kameramann Newton Thomas Sigel zu Singers angestammtem Team gehört. Sigels glasklare Bilder in Kombination mit rund 1400 VFX-Aufnahmen erzeugen einen oftmals berauschend schönen Look. Seien es Supermanns Flüge im All und durch sonnenüberflutete Himmel, eine von Luthor „gesäte“ Kristallinsel oder eine Erinnerung Supermans an seine unbändig freudvollen ersten Flugversuche, die Schauwerte dieses ambitionierten Superhelden-Spektakels mit dezent nostalgischem Retroflair begeistern. Ein leise angeschnittener Plottwist garantiert zudem ausreichend Stoff für das Sequel, das so sicher kommen wird wie Kryptonit dafür sorgt, dass Superman geschwächt wird. ara.

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