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„Shang-Chi“-Kritik: Fünf Gründe, warum Marvel mit dem neuen MCU-Helden alles richtig macht

„Shang-Chi“-Kritik: Fünf Gründe, warum Marvel mit dem neuen MCU-Helden alles richtig macht
© Disney

Das bringt der Serienherbst auf Disney+

Das Marvel Cinematic Universe schlägt ein neues Kapitel auf und präsentiert uns einen neuen Superhelden: Shang-Chi. Warum sich der Kauf eines Kinotickets lohnt, verrät dir unsere Kritik.

Poster
Spielzeiten in deiner Nähe

Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ ist der 29. Beitrag innerhalb des Marvel Cinematic Universe (MCU), und doch der erste, in dem ein asiatisch-stämmiger Superheld das Zepter übernimmt. Simu Liu schlüpft in die Titelrolle von Shang-Chi, an seiner Seite sehen wir Stars wie Awkwafina als seine beste Freundin (BFF) Katy, sein Vater Wenwu wird dargestellt von Martial-Arts-Meister Tony Leung und der deutsche Hüne Florian Munteanu macht dem neuem Superhelden als Razor Fist das Leben schwer.

Wir trafen die Stars von „Shang-Chi“ im Interview:

Wir haben den neuen Eintrag im MCU bereits gesehen, und verraten euch fünf Gründe, warum ihr euch ein Ticket fürs Kino kaufen solltet.

Zu den Kinospielzeiten von „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“ in eurer Nähe, geht es hier entlang.

Nr 1. Simu Liu – ein würdiger Superheld

Die Titelrolle in einem neuen Marvel-Projekt zu ergattern, ist für einen aufstrebenden Darsteller so etwas wie der Sechser im Lotto. Dies weiß auch „Shang-Chi“-Darsteller Simu Liu. Mit dem nötigen Ehrgeiz und der Liebe für die Comicvorlage verkörpert er Shang-Chi als demütigen, emotionalen und starken Charakter, der auch um den ein oder anderen Witz nicht verlegen ist.

Nicht nur das harte Martial-Arts-Training und die langen Drehtage, sondern auch die Stretchings und die Massage-Einlagen während der Dreharbeiten verlangten vom Darsteller einiges ab. Seine Freude, für eine ganze Generation asiatisch-stämmiger Kinder der Superheld zu sein, zeigt sich stets in seinen Augen, wenn man ihn darauf anspricht.

Liu verkörpert all die Fertigkeiten, die man sich von einem Superhelden seines Kalibers wünscht, Shang-Chi zeigt hier und da Schwächen, die ihn zugleich erden und menschlich werden lassen. Wäre er sogar würdig, Thors Hammer Mjölnir zu tragen? Vielleicht. Und das will schon einiges heißen!

Nr 2. Die Action und besonders die Action-Choreografie sind wunderschön!

Das harte Training für die Kampfszenen verlangt nicht nur den Darsteller*innen, sondern auch dem Stunt-Team einiges ab. Schon gleich die erste längere Action-Sequenz in einem fahrenden Bus zeigt die Stärke von Shang-Chi und benutzt einige Stilmittel aus Action-Filmen, die die Kinokassen in den letzten Jahren bestimmt haben.

Zugleich werden dank Tony Leung („Hero“ und „The Grandmaster“) als auch Michelle Yeoh („Tiger and Dragon“) gleich zwei erprobte Martial-Arts-Meister verpflichtet. Wenwus Kampf mit Li (Fala Chen) gehört zu den schönsten Kampfchoreographien im US-Hollywoodkino seit mindestens einer Dekade. Und die verschiedenen Action-Sequenzen durch den Film gestreut, suchen im Hollywood-Kino ihresgleichen.

Doch auch Florian Munteanu, der deutsche Schauspieler, der zuvor in „Creed 2“ den Filmsohn von Dolph Lundgren verkörperte, nutzt seine Stärke, um Shang-Chi als Razor Fist das Leben schwer zu machen. Ganz nebenbei gelingt es dem Film auch ein gewisses Maß an Charaktertiefe zu verleihen.

Nr 3. Emotionales Familiendrama trifft auf BFF-Karaokeszenen

Es braucht manchmal nicht viel, um das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Awkwafinas witziger Charakter Katy, ihre sympathische Familie und Shang-Chis zurückhaltendes Wesen schaffen dies in den ersten Minuten des Films geradezu spielerisch. Die Karaokeszenen der BFFs untermauern dies zusätzlich, sodass man binnen weniger Minuten mit den zentralen Figuren mitfiebert.

Zugleich wird der familiäre Konflikt zwischen Vater und Kindern schnell zum wichtigen Thema des Films. Simu Liu, Tony Leung als sein Vater und Meng’er Zhan als Xialing, Shang-Chis Schwester, bilden das dramatische Fundament, das sich logisch in die Geschichte eingliedert und für ein gänzlich anderes Drama sorgt, als man es bislang aus den MCU-Titeln gewöhnt ist.

Nr 4. „Shang-Chi“ ist erfrischend – und das als 29. MCU-Titel!

„Shang-Chi“ ist nicht nur erfrischend, sondern fühlt sich aufgrund des Einsatzes der Magie und einiger Fabelwesen (dazu gleich noch mehr) teilweise gar nicht wie ein typischer Marvel-Film an. Die Zuschauer*innen dürfen sich bereits vor ihrem Kinobesuch darauf einstellen, Untertitel lesen zu müssen – so viel sei an dieser Stelle versprochen. Und das ist auch gut so. Viel zu oft erschien es gänzlich unlogisch, dass sich beispielsweise eine chinesische Familie in China auf Englisch unterhält. Nicht so in „Shang-Chi“. Die asiatische Kultur steht im Vordergrund, erwartet also, dass die Charaktere in emotionalen Szenen auch in ihrer Muttersprache miteinander sprechen.

Der große Vorteil von „Shang-Chi“ ist zudem, dass man zuvor geradezu keinerlei Berührungspunkte innerhalb des MCU mit den Charakteren hatte. Zu oft erfährt man heutzutage aufgrund von Leaks und Trailern bereits oft Monate vor Kinostart, wie ein Blockbuster wohl ausgehen wird. Da ist es äußerst erfrischend, wenn es ein Blockbuster wie „Shang-Chi“ schafft, das Publikum bis zum Schluss im Unklaren über den Ausgang des Films zu lassen.

Nr 5. Die Türen, die „Shang-Chi“ für andere Blockbuster öffnen könnte

Für diesen Punkt muss ich etwas ausholen. Als Kindheitsfan von Anime-Serien wie „Dragon Ball“, aber auch Animationsserien wie „Avatar – Der Herr der Elemente“ blickte ich eher skeptisch auf bisherige US-Realverfilmungen dieser Titel. Die Action war in Werken wie „Dragon Ball Evolution“ und Shyamalans „The Last Airbender“ an den Haaren herbeigezogen, die CGI noch nicht ausgereift und die kulturelle wie asiatische Identität fehlte fast gänzlich.

Mit „Captain Marvel“ zeigten uns ausgerechnet die Marvel Studios, dass es auch anders gehen könnte. Die Titelheldin und ihr goldener Schimmer wurde von Fans als erste Inkarnation eines Saiyajin in einem Live-Action-Film anerkannt. Nun geht „Shang-Chi“ den nächsten Schritt und zeigt uns, wie das Luftbändigen anständig aussehen könnte, wie ein Martial-Arts-Turnier Marke „Dragon Ball“ in etwa wirken könnte, wie Witz und Action im harmonischen Einklang miteinander zu bringen wären, ohne die zugrunde liegende Identität mit Füßen zu treten, und vor allem wie ein Ritt auf einem waschechten Drachen Marke Shenlong aussehen könnte.

Mit anderen Worten: Die Zeit ist reif, Anime-Reihen wie „Dragon Ball“ und „Dragon Ball Z“ sowie Animationsserien wie „Avatar: The Last Airbender“ endlich würdige Live-Action-Adaptionen im Blockbuster-Format zu schenken. „Shang-Chi“ macht’s möglich und um diesen Schritt der Kinoepoche zu feiern, sollte man sich zunächst selbst ein Bild davon im Kino machen!

Fazit: „Shang-Chi“ funktioniert für sich und macht Lust auf mehr!

Marvel-Fans wird es freuen, dass der 29. Eintrag im MCU einige Mysterien vergangener Tage lüften wird. Zugleich bietet sich „Shang-Chi“ dank einer fast in sich geschlossenen Geschichte an, auch ohne die Vorkenntnisse aus allen MCU-Titeln, im Kino genossen zu werden. Simu Liu verbindet als „Shang-Chi“ die wichtigsten Qualitäten für einen Superhelden des 21. Jahrhunderts und zieht binnen weniger Minuten die Sympathie auf seine Seite.

Du bezeichnest dich als großen MCU-Fan? Dann beweise dein Wissen im Quiz!

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