Hero

  1. Ø 5
   2002

Hero: Zhang Yimous grandioses und starbesetztes Meisterwerk ist ein aufwändiger Martial-Arts-Film über Liebe, Eifersucht, Treue und Intrigen um den ersten Herrscher Chinas.

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Filmhandlung und Hintergrund

Hero: Zhang Yimous grandioses und starbesetztes Meisterwerk ist ein aufwändiger Martial-Arts-Film über Liebe, Eifersucht, Treue und Intrigen um den ersten Herrscher Chinas.

China vor dreitausend Jahren. Der Schwertkämpfer Nameless (Jet Li) erscheint am Hofe des Kaisers und behauptet, dessen drei Intimfeinde getötet zu haben. Nameless erhält eine Audienz beim Kaiser, bei der schließlich drei verschiedene Versionen der Legende von Sky (Donnie Yen), Broken Sword (Tony Leung Chiu-wai) und Flying Snow (Maggie Cheung) vorgetragen werden.

Für das Budget von rund 30 Mio. Dollar liefert Zhang Yimou, bisher mit Filmen wie „Rote Laterne“ eher im Arthouse-Milieu beheimatet, dieses vor Action, Artistik und strahlenden Farben schillernde Abenteuerepos. Der teuerste chinesische Film aller Zeiten spaltete die Westkritik wie ein Schwerthieb und ist für zwei Oscars nominiert.

China, vor über 2000 Jahren: König Qin will seinen Herrschaftsanspruch durchsetzen und Kaiser werden. Nach zehn Jahren des vergeblichen Kampfes gegen seine drei ärgsten Widersacher berichtet Schwertkämpfer Nameless dem König eine außergewöhnliche Geschichte, nach der er dessen Gegner Broken Sword, Flying Snow und Sky besiegt haben will.

China, vor über 2000 Jahren. Vor dem düsteren kaiserlichen Palast von Qin taucht der Schwertkämpfer Nameless auf. Er behauptet, drei seit Jahren gesuchte, nach des Kaisers Leben trachtende Mörder getötet zu haben. Daraufhin wird dem Ronin Audienz gewährt und obendrein gestattet, dem machthungrigen Herrscher aus nur zehn Schritten Entfernung den Tathergang zu schildern. Und so erzählt er die außergewöhnliche Geschichte wie er die Krieger Sky, Broken Sword und Flying Snow ins Jenseits befördert hat.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Können zwei so konträre Materialen wie Seide und Eisen harmonieren? Den Beweis erbringt Zhang Yimou, Chinas führender Visionär und Rebell in Sachen Film, mit seinem historischen Martial-Arts-Film „Hero“. Ein ästhetisches Luftballett mit atemberaubend symmetrisch durchkomponierten Bildern entführt den Zuschauer für gut zwei Stunden in eine Welt der tausend Legenden, die von Liebe, Eifersucht, Treue und Intrigen durchwoben ist. Der zweimal für den Oscar nominierte, bisher vorwiegend in der Arthouse-Nische arbeitende Zhang („Happy Times“, „Rote Laterne“) begibt sich mit seinem über Jahre gereiften, auf den Ideen der Wuxia-Romane basierendem Epos auf das Terrain der Kampfkunstfilme und trifft damit wie Ang Lees „Tiger & Dragon“ ins Schwarze.

    Die Handlung setzt ein mit der Ankunft des Schwertkämpfers Nameless (Jet Li) im düsteren kaiserlichen Palast von Qin (wie überhaupt des Kaisers Umgebung in Schwarz gehüllt ist, vom Palast über die Krieger bis hin zu den Pferden). Durch seine angebliche Heldentat, drei seit Jahren gesuchte, nach des Kaisers Leben trachtende Mörder getötet zu haben, wird ihm Audienz und die Erlaubnis gewährt, Qin in nur zehn Schritten Entfernung den Tathergang schildern zu dürfen. Drei Versionen bekommt der Zuschauer von der Legende um die drei Krieger Sky (Donnie Yen), Broken Sword (Tony Leung) und Flying Snow (Maggie Cheung) erzählt. Und jedes Mal ist sie in eine andere Farbe getaucht, aus einer anderen Stimmung heraus erzählt: Von leuchtendem Rot über Blau bis hin zu Weiß mit einem weiter zurückreichenden Flashback in Grün. Die besten Schauspieler Ostasiens – Actionstar Jet Li, Maggie Cheung und Tony Leung (nach „In The Mood For Love“ wieder gemeinsam vor der Kamera), sowie die hübsche Zhang Ziyi („Tiger & Dragon“) als Schülerin von Broken Sword – brillieren in grandios eingefangenen Kampfszenen, die sie und das Publikum ins Schwerelose versetzen, Laubstürme entfachen und Wassertropfen in Waffen verwandeln.

    Mit einem Budget von rund 30 Mio. Dollar der teuerste chinesische Film aller Zeiten, mit fantastisch choreographierten Schwertkampfszenen (Tony Ching), noch fantastischeren Farbkompositionen, einer unglaublich präzisen Kameraführung (Christopher Doyle, Leibkameramann Wong Kar-Wais) sowie aufwändigen Visual Effects und herrlichen Kostümen (von Oscar-Preisträgerin Emi Wada) verwirklichte sich Zhang einen Kindheitstraum und brach damit schon am Starttag den ersten Besucherrekord. Durch die Tür, die „Tiger & Dragon“ vor zwei Jahren in den Filmmarkt der westlichen Hemisphäre öffnete, tritt nun erhabenen Schrittes sein Meisterwerk, das sich internationaler Anerkennung sicher sein darf.

    Die ganze Geschichte, in der Historie und Legende eng verflochten sind, wird vermittelt durch den von Zhang streng geregelten Einsatz von Farben und durch die Harmonie zwischen Landschaft, Dekor, Kostümen, Musik und Choreographie. Als geschichtlicher Hintergrund dient die Zeit von Chinas erster, gewalttätiger Vereinigung durch Kaiser Qin Shihuang im 3. Jh. v.Chr., der für seinen Frieden „all under heaven“ Massaker verschuldete und zum Schutz seines Reiches den Bau der chinesischen Mauer veranlasste. Diese historisch verbrieften Tatsachen und etwaige Bezüge zur gegenwärtigen politischen Situation der Volksrepublik stehen jedoch nicht im Zentrum des Films. Vielmehr die in Rückblenden erzählten Legenden um die vier im Schwertkampf ausgebildeten Rivalen des Despoten. In ihnen liegt die Quintessenz, verweist Zhang auf das Verhältnis von Kampfkunst und innerem Heldentum, durchleuchtet er den „fight in mind“, den der namenlose Held im Verlauf der Erzählung auszutragen hat.

    Mit seinem ersten Martial-Arts-Film beweist Zhang seine Fähigkeit, hollywoodgerecht und auch im Blockbuster-Format inszenieren zu können, ohne den künstlerischen Aspekt zu vernachlässigen. Bei seinen Landsleuten wird er bereits gefeiert, und mit der Unterstützung von Chinas erfolgreichstem Produzenten Bill Kong („Tiger & Dragon“) und einer kräftigen Finanzspritze von Miramax, die sich um die Vermarktung in Amerika kümmert, sollte der Erfolg auch in unseren Breitengraden nicht ausbleiben. Dank Christopher Doyles atemberaubender Kameraarbeit, die dessen feines Gespür für die Poesie der Landschaft erkennen lässt, der eleganten Choreographie der Kampfszenen und des sensationellen Starpotenzials hat Zhang Yimou gute Chancen, zur Nummer eins des chinesischen Kinos aufzusteigen. Vielleicht weht ihm sogar der Wind, der den ganzen Film hindurch heftig bläst, Ende März den Oscar gen Osten. bas.

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