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Vom Held zum Bösewicht: Gefeierter „Joker“-Star sollte eigentlich Batman spielen

Sarah Börner |

© Warner

Joaquin Phoenix schrieb 2019 mit seiner Darstellung des Jokers in dem gleichnamigen Film Geschichte. Doch sein Eintritt in das DC-Universum sollte schon viel eher stattfinden.

Es war wohl der umstrittenste Film des letzten Jahres, wenn nicht sogar der letzten Jahre. In „Joker“ konnten wir die Entwicklung des erfolglosen Partyclowns Arthur Fleck (Joaquin Phoenix) hin zu Gotham Citys gefährlichsten Bösewichten beobachten. Gespickt mit dem psychischen Verfall des Antagonisten und humoristischen Prisen an teilweise moralisch falschen Stellen wurde der Film ein Erfolg, für den Joaquin Phoenix im Februar 2020 sogar einen Oscar gewann.

Doch die Rolle des Bösen war eigentlich nicht als erster Kontakt des Schauspielers mit dem DC-Universum geplant. „Black Swan“-Regisseur Darren Aronofsky hat in einem Interview mit Empire erzählt, dass er den Schauspieler schon viel früher für eine „Batman“-Verfilmung in der Rolle des Bruce Wayne einsetzen wollte. Doch Warner Bros. hatte für die Besetzung andere Pläne: „Das Studio wollte Freddie Prinze Jr. und ich wollte Joaquin Phoenix […]. Ich weiß noch, dass ich dachte: ‚Oh oh, wir machen hier zwei völlig verschiedene Filme.‘“

Der Joker ist wohl einer der komplexesten Bösewichte in der Comicwelt. Die interessantesten Fakten haben wir für euch zusammengefasst:

Aronofskys „Batman“ war als düstere Version geplant

Und mit dieser Einschätzung hatte Aronofsky auch völlig recht. Freddie Prinze Jr. war um die 2000er-Jahre für Filme bekannt wie „Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast“, „Eine wie keine“ und „Scooby-Doo“. Auch wenn ihn diese Rollen erfolgreich machten, hätte der Schauspieler nicht zu dem Charakter gepasst, den Aronofsky für „Batman“ geplant hatte: „Der Batman, den ich geschrieben habe, war ein ganz anderer Charakter, als letztendlich gewollt war.“

Bei dem Regisseur von „Requiem for a Dream“ ist es natürlich nicht überraschend, dass er eine viel dunklere Geschichte um Batman spinnen wollte. Wie er in dem Interview verriet, hatte er auch vor, seine Version grundlegend mit Frank Millers Comic „Batman: Das erste Jahr“ zu verknüpfen, in dem der Dunkle Ritter erstmals als Batman das Böse in Gotham City bekämpft. Doch dabei wollte der Regisseur es nicht belassen, sondern zusätzlich Elemente beispielsweise aus Martin Scorseses Werk „Taxi Driver“ entnehmen, das Motive wie Einsamkeit und Gewalt miteinander verbindet.

Filmfehler kommen in den besten Filmen vor. Welche in dem DC-Universum aufgetaucht sind, zeigen wir euch hier:

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Dass er den Bezug zu der Comicversion haben wollte, ist auch Aronofskys Bewunderung gegenüber dem Autor geschuldet: „Es war eine beeindruckende Sache, weil ich ein großer Fan seiner Comic-Arbeit war, ihn zu treffen war sehr aufregend für mich.“ Die Pläne, die der Regisseur für den Helden hatte, waren aber sogar für Frank Miller selbst schon beinah zu düster.

Mit „The Batman“ könnte Aronofskys Wunsch wahr werden

Als Warner Bros. schließlich nicht Darren Aronofsky, sondern Christopher Nolan engagierte, wurde daraus ein voller Erfolg. Letzterer hat sich ebenfalls in seiner „Dark Knight“-Trilogie an dem oben genannten „Batman“-Comic orientiert. Aber indem sich das Filmstudio nun mit „The Batman“ für eine neue Verfilmung um Gotham Citys Helden entschieden hat, wurde sich auch gleichzeitig für eine völlig neue Version entschieden, die der von Aronofsky vielleicht nicht ganz unähnlich ist.

Wir können uns noch auf einige DC-Filme freuen. Was euch in Zukunft so erwartet, erfahrt ihr in dem Video:

Regisseur Matt Reeves verfolgt mit seiner Arbeit an „The Batman“ einen anderen Blick auf Bruce Wayne (Robert Pattinson). So handelt der Film von Waynes innerem Zwiespalt, seiner eigenen guten Seite und seinem dunklen Ich. Während Fans schon jetzt viele Vermutungen anstellen, ob und inwiefern sich der Film an den Comics orientieren wird, hüllt sich Reeves dahingehend noch in Geheimnisse.

Obwohl Aronofskys Idee damals nicht umgesetzt wurde, scheint es bis heute eine Faszination für eine düstere Erzählung um den Dunklen Ritter zu geben. Auch wenn Joaquin Phoenix wirklich eine spannende Besetzung für Batman gewesen wäre, sind wir gespannt, wie sich Robert Pattinson in der neuen Verfilmung schlagen wird. Ob wir den Film planmäßig im Sommer 2021 in den deutschen Kinos erwarten dürfen, ist aber leider aufgrund des Coronavirus noch nicht sicher.

Joaquin Phoenix ist und bleibt für euch der Joker? Dann testet hier euer Wissen um den „Batman“-Antagonisten:

„Joker“-Quiz: Nur echte Batman-Fans schaffen 12 von 15 Punkten!

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