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Taxi Driver

   Kinostart: 13.07.2006

Taxi Driver: Ein New Yorker Taxifahrer beginnt - angewidert von den herrschenden gesellschaftlichen und moralischen Abgründen - einen tödlichen Kreuzzug durch die Stadt.

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Filmhandlung und Hintergrund

Ein New Yorker Taxifahrer beginnt - angewidert von den herrschenden gesellschaftlichen und moralischen Abgründen - einen tödlichen Kreuzzug durch die Stadt.

Travis Bickle (Robert De Niro) kann nicht schlafen und nimmt deshalb eine Anstellung als Taxifahrer in New York City an. Der schwer traumatisierte ehemalige Soldat der US-Marine ist ein einsamer Mann und ist auf der Suche nach einem Sinn in seinem trostlosen Leben.

Travis ist in Martin Scorseses „Taxi Driver“ zunehmend von seinem ‚Umfeld angewidert und abgestoßen. All die zwielichtigen Gestalten aus der New Yorker Unterwelt, die er Nacht für Nacht in seinem Auto durch die Straßen der Metropole chauffiert, setzen dem zunehmend verstörteren Mann gehörig zu.

Als sich auch die Bekanntschaft mit der attraktiven Wahlkampfhelferin Betsy (Cybill Shepherd) als Sackgasse herausstellt, weil Travis nicht in der Lage ist, zu anderen Manschen eine halbwegs normale Beziehung aufzubauen, zieht sich der Eigenbrötler immer mehr in seine Wohnung zurück und beginnt mit einem zweifelhaften Training.

Travis Bickle hat sich in den Kopf gesetzt, die Straßen von New York von allem in seinen Augen bösen zu befreien und eine regelrechte Säuberungsaktion durchzuführen. Es bleibt nicht nur bei leeren Worten und wirren Gewaltfantasien und der Taxifahrer besorgt sich auf dem Schwarzmarkt Waffen für seine für ihn unausweichliche Aktion. Ein Grund für diese Radikalisierung liegt im Schicksal der jungen Prostituierten Iris (Jodie Foster), die Travis unbedingt aus den Fängen ihres Zuhälters Matthew (Harvey Keitel) befreien möchte. Bald ist der Taxifahrer auch äußerlich nicht mehr wiederzuerkennen und macht sich mit frisch geschnittenem Irokesen auf die Jagd nach Menschen, die er als Abschaum definiert.

„Taxi Driver“ gilt als Klassiker des New Hollywood Kinos und gewann 1976 die Goldene Palme von Cannes.

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Kritiken und Bewertungen

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7 Bewertungen
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Kritikerrezensionen

  • „Wertvoll”

      Der Ausschuss geht davon aus, dass die Regie auf ungewöhnlich suggestive Weise eine missratene Welt reflektiert. Diese missratene Welt sind die Slums, in denen Verbrechen und Prostitution gedeihen. Wie die Kamera eben diese Welt in realistisch zupackenden Bildern spiegelt, die gleichzeitig eine unübersehbare artifizielle Komponente haben, erscheint dem Bewertungsausschuss außerordentlich bemerkenswert.

      Aber dieser Film ist nicht alleine eine intensive Mileustudie; er zeigt gleichzeitig das Schicksal eines Taxifahrers, der sich in seiner Einsamkeit zuletzt nahe der psychopathsichen Allüre als Moralist aufspielt. Aber diese Verhaltensweise spiegelt gleichzeitig eine Lebenswelt, in der krasse Gegensätze unmittelbar nebeneinander stehen. Sie sind so sehr in eine suggestive Bildsprache integriert, dass der meist drastische Alltagsjargon ohne jede Peinlichkeit ist.

      Zum Stil lässt sich noch ein interessantes Ineinander von Dialog und Monolog feststellen. Im Ganzen meint die Mehrheit des Bewertungsausschusses, dieser Film, der seine dramatische Akzentuierung nicht in einen peinlichen Verismus hochtreibt, gebe das authentische Bild einer speziellen Welt, die genau, aber mit tiefer Skepsis gesehen wird.

      Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)
    1. Taxi Driver: Ein New Yorker Taxifahrer beginnt - angewidert von den herrschenden gesellschaftlichen und moralischen Abgründen - einen tödlichen Kreuzzug durch die Stadt.

      Neonglänzender amerikanischer Nachtmahr von New Yorks alternativem Stadtchronisten Martin Scorsese, eine universelle Parabel auf die Verlorenheit des Individuums in der modernen Großstadt ebenso wie der definitive cineastische Kommentar zum spezifisch amerikanischen Volkssport des Amoklaufens. Robert De Niro gibt als soziopathischer Möchtegern-Ritter eine Jahrhundertvorstellung, und die seinerzeit 13jährige Jodie Foster steht ihm bei der Darstellung einer Kinderhure nur wenig nach. Für die stimmungsvolle musikalische Untermalung sorgt der kurz nach den Dreharbeiten verstorbene „Psycho“-Komponist Bernard Herrmann (der Film ist ihm gewidmet).

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