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Seit einer Woche vermisst: Große Sorge um bei Wanderung verschollenem Schauspieler Julian Sands

Seit einer Woche vermisst: Große Sorge um bei Wanderung verschollenem Schauspieler Julian Sands
© Imago/Everett Collection

Der britische Schauspieler Julian Sands wird seit knapp einer Woche vermisst, seit er zu einer Wanderung am südkalifornischen Mount Baldy aufgebrochen ist.

Laut den Informationen (via ABC7) soll Julian Sands am 13. Januar zu einer Wanderung am San-Gabriel-Gebirgszug in Südkalifornien aufgebrochen sein. Die Region und vor allem Mount San Antonio sind bei der Bevölkerung besonders beliebt für Outdoor-Aktivitäten wie Wandern, Klettern und Bergsteigen. Allerdings soll Mount Baldy, wie der Berg bei den Einheimischen auch genannt wird, aufgrund der aktuellen Witterung als besonders riskant gelten. Allein seit Beginn des neuen Jahres 2023 sollen dort bereits 14 Notrufe abgesetzt worden sein, zwei Menschen kamen zudem bei Abstürzen ums Leben. Denn dort gibt es sehr steile Hänge mit einer Neigung von bis zu 50 Grad, was in Verbindung mit den momentanen Wetterverhältnissen zu potenziell tödlichen Stürzen führen kann.

Als Sands nicht von der Wanderung zurückkam, meldete ihn seine Ehefrau Evgenia Citkowitz, mit der er seit 1990 verheiratet ist, bei der Polizei als vermisst, bestätigte das San Bernardino County Sheriff’s Department. Bei einer ersten Suche nach dem 65-Jährigen konnte sein Wagen, ein silberner Volvo-Kombi, gefunden werden. Die weitere Suche am Wochenende musste jedoch aufgrund schlechter Wetterverhältnisse abgebrochen werden, so die Polizei (via The Guardian):

„Die Such- und Rettungsmannschaften des Sheriffs reagierten und begannen mit der Suche. Aufgrund der Lawinengefahr und der Wegbedingungen wurden die Bodenteams am Samstagabend vom Berg abgezogen. Wir suchen jedoch weiterhin mit Hubschraubern und Drohnen, wenn das Wetter es zulässt.“

Sands hatte in früheren Interviews stets von der Bergsteigerei geschwärmt. „Ganz nah am Berggipfel an einem herrlich kalten Morgen“ habe er sich am glücklichsten gefühlt, so der Schauspieler. Und das, obwohl er nach eigenen Aussagen Anfang der 1990er-Jahre bei einer Klettertour in den Anden fast ums Leben gekommen sei, wo er und seine Leute in mehr als 6.000 Metern Höhe in einen Sturm gerieten. Einige andere seien dabei gestorben, er habe Glück gehabt.

Julian Sands: Freunde beten für seine Rückkehr

Neben der besorgten Familie haben sich auch Kolleg*innen von Julian Sands über soziale Netzwerke zu Wort gemeldet:

„Ich weiß seit Freitag, dass mein Freund Julian Sands auf dem Mount Baldy vermisst wird. Ich bin am Boden zerstört. Er war ein sehr enger Familienfreund, der in allem, was er tat, ein Abenteurer war. Ich habe viele Gebete gesprochen.“

Cassian Elwes ist ein britischer Produzent und war verantwortlich für Filme wie „Der Butler“, „Mudbound“ und „Der Dieb der Worte“.

„Bitte, bitte lass Julian Sands gesund sein. Ein Freund und eine Inspiration. Schreckliche Nachrichten.“

Samuel West spielte an der Seite von Julian Sands in der Filmproduktion „Die Nibelungen“ von Regisseur Uli Edel.

Der Öffentlichkeit erstmals aufgefallen war Sands in Filmen wie „The Killing Fields – Schreiendes Land“, bevor er 1985 mit der Romanverfilmung „Zimmer mit Aussicht“ von Regisseur James Ivory an der Seite von Helena Bonham Carter seinen Durchbruch feiern konnte. Seine Nische fand er allerdings mit Horrorwerken. So spielte er neben Gabriel Byrne und Natasha Richardson in „Gothic“ und erforschte Spinnen in „Arachnophobia“. Richtig fies war Sands als Satans Sohn in „Warlock – Satans Sohn“ und der Fortsetzung „Warlock – Satans Sohn kehrt zurück“. Er spielte ihn so überzeugend, dass er in den nächsten Jahren fast nur noch Bösewichte auf der Leinwand verkörperte.