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8 Jahre nach der MCU-Kontroverse: Umstrittener Bösewicht entpuppt sich als Marvel-Highlight

8 Jahre nach der MCU-Kontroverse: Umstrittener Bösewicht entpuppt sich als Marvel-Highlight
© Concorde

Seinerzeit sorgte „Iron Man 3“ aufgrund einer Enthüllung für gemischte Reaktionen. Jetzt nach „Shang-Chi“ müssen wir aber sagen: Zum Glück kam es so, wie es gekommen ist.

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– Achtung: Es folgen Spoiler für „Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings“! –

Vor acht Jahren war die Welt im Marvel Cinematic Universe (MCU) noch eine deutlich andere. Der erste Auftritt der Avengers lag damals gerade ein Jahr zurück und Tony Stark (Robert Downey Jr.) musste sich inIron Man 3 seiner Posttraumatischen Belastungsstörung und scheinbar dem Mandarin (Ben Kingsley) stellen.

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Der entpuppte sich letztlich jedoch nur als Schauspieler Trevor Slattery, der nicht geschnallt hatte, dass er keinen Terroristen für die BBC spielte. In Wahrheit hatte Aldrich Killian (Guy Pearce) den leidenschaftlichen Liverpool-Fan für seine Zwecke missbraucht, um mit dem Bild eines gefürchteten Terroristen Angst zu verbreiten und seine eigenen Machenschaften zu verschleiern.

Mit Shang-Chi and the Legend of the Ten Rings lernten wir jetzt aber mit Wenwu (Tony Leung) nicht nur den echten Anführer der Terrororganisation Zehn Ringe kennen, sondern Trevor Slattery kehrte als dessen Gefangener ebenfalls zurück. Immerhin konnte es Wenwu nicht auf sich sitzen lassen, dass jemand seinen Namen in den Dreck gezogen hatte. Und „Shang-Chi“ bewies, dass sich die kontroverse Entscheidung aus „Iron Man 3“ rückblickend ausgezahlt hat.

Auch Iron-Man-Star Robert Downey Jr. hatte beim Dreh der Marvel-Filme viel Spaß, wie euch unser Video beweist:

Der Mandarin war in der damaligen MCU-Zeit zum Scheitern verurteilt

Seinerzeit stieß die Überraschung, dass hinter dem Mandarin nur Trevor Slattery steckte, auf gemischte Reaktionen. Die einen feierten den Witz, die anderen monierten, dass der Film dadurch einen interessanten Widersacher verheizt habe. Da wir jetzt das Original kennengelernt haben, können wir aber festhalten, dass es wohl gut war, dass Wenwu noch nicht in „Iron Man 3“ aufgetaucht ist.

Schließlich hätten wir damals wohl nicht den Charakter bekommen, den Tony Leung jetzt in „Shang-Chi“ auf die Leinwand gebracht hat. Statt einer tragischen Familiengeschichte hätte er kaum mehr als die dann doch ziemlich eindimensionale fremde Bedrohung darstellen können; sofern sich Tony Leung dafür nicht ohnehin zu schade gewesen wäre und wir ihn somit vielleicht niemals im MCU hätten erleben dürfen.

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Zumal es rückblickend natürlich ein gelungener Kniff war, den Mandarin als ein westliches Fantasieprodukt zu enthüllen, das nach einem Hähnchengericht benannt wurde. Mehr Ignoranz geht eben kaum, wie Wenwu in „Shang-Chi“ treffend verdeutlicht. Es fasst allerdings auch treffend die damalige Zeit im MCU und etliche Jahrzehnte der Marvel-Comics zusammen. Eine der Vorlagen für Wenwu, der Bösewicht Fu Manchu, wurde schließlich aufgrund rassistischer Stereotype in den Comics fallengelassen und überarbeitet. Und das MCU ignorierte praktisch jahrelang Diversität, was wohl auch mit Entscheidungsträgern zu tun hatte, die inzwischen nichts mehr zu sagen haben. Mit diesen Voraussetzung wäre „Iron Man 3“ wohl der Klasse von Tony Leung kaum gerecht geworden. Entsprechend war das beste Szenario wohl tatsächlich noch, den Mandarin als Scharlatan zu enthüllen.

Aber nicht nur wegen der jetzt gelungenen Darstellung von Wenwu war die Slattery-Enthüllung in „Iron Man 3“ mit dem heutigen Wissen die richtige Entscheidung. Schließlich kehrte Ben Kingsley als der dezent verpeilte Shakespeare-Schauspieler zurück und der Oscarpreisträger war sich nicht zu schade dafür, sich für unsere Unterhaltung zum Idioten zu machen. Denn Trevor Slattery ist mit seinem Begleiter Morris ein wahres Humor-Highlight in „Shang-Chi“, womit die wenigsten im Vorfeld gerechnet haben dürften. Selbst als kurz vor dem Kinostart bekannt wurde, dass Kingsley in dem Film mitspielt, haben die meisten sicherlich nur einen kurzen Cameo erwartet und wurden dann mit einigen Slattery-Einlagen überrascht.

Im Gegensatz zu Wenwu könnte Trevor Slattery gar für „Shang-Chi 2“ zurückkehren. Dass die Fortsetzung kommt, dürfte nach den überschwänglichen Reaktionen und dem Erfolg an den Kinokassen sicher sein. Was uns dort erwartet, ist allerdings eine andere Frage und entsprechend dürfen wir gespannt sein, ob uns ein Wiedersehen mit dem wohl größten Liverpool-Fan des MCU und/oder seinem flauschigen Begleiter Morris bevorsteht.

Wie gut kennt ihr euch in der Vergangenheit des MCU aus? Testet euer Gedächtnis:

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