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Kommt die James-Bond-Überraschung? Die größten 007-Favoriten könnten schon raus sein

Kommt die James-Bond-Überraschung? Die größten 007-Favoriten könnten schon raus sein
© Universal Pictures

Die Suche nach dem neuen James Bond läuft auf Hochtouren. Die Favoriten stehen fest. Doch es gibt gute Gründe, die gegen sie sprechen.

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Nach Bond ist vor Bond: Bereits im Abspann von „Keine Zeit zu sterben“, dem finalen Film von Daniel Craigs James Bond, lassen es die Verantwortlichen wissen: James Bond wird zurückkehren. Sagt bloß!

Die neben der „Godzilla“-Reihe und der britischen Filmklamotte „Carry On“ wohl langlebigste Filmreihe hat mit Craigs Ära enorm an Popularität vor allem auch bei jungen Leuten gewonnen. Der Agent ihrer Majestät ist ein echter (Film-)Dinosaurier aus einer längst vergangenen Zeit, vertritt – mit leichten Anpassungen – noch immer den gleichen rauen und unbändigen Macho, der zwar durchaus smart agieren kann, aber viel mehr Spaß daran hat, mit dem Kopf durch die Wand zu preschen. Bond hat alle Actionheld*innentypen überlebt, selbst den Typ Bourne, gegen den Craig in erster Linie während der 2000er-Jahre antrat. Denn er hat den Schwarzeneggers, Willis‘ und Damons eines voraus: Er wird stets neu geboren.

– Achtung: Es folgen nun Spoiler zu „Keine Zeit zu sterben“ –

Daniel Craigs Abschiedsvorstellung mit „Keine Zeit zu sterben“ beendet seine Ära definitiv. Eine Rückkehr, selbst als eine Art Mentor, dürfte momentan ausgeschlossen sein mit dem Tod seiner Bond-Inkarnation. Es sei denn, er hat die gigantische Explosion am Ende doch noch überlebt, in etwa so wie Nicolas Cages Dr. Stanley Goodspeed in „The Rock – Fels der Entscheidung“.

Während sich also „Keine Zeit zu sterben“ auf dem besten Weg befindet, der erfolgreichste Hollywood-Film seit Beginn der Pandemie zu werden, finden im Hintergrund bereits Anstrengungen statt, einen Nachfolger für Craig zu finden. Elf potenzielle Kandidaten stellen wir euch in unserem Video vor.

Bond 26: Die Kandidaten und warum sie keine (mehr) sind

Unter den gehandelten Kandidaten sind einige enorm bekannte und einige weniger bekannte Schauspieler. Als absolute Favoriten auf die Bond-Nachfolge werden aktuell Shooting-Star Regé-Jean Page, Tom Hardy und Henry Cavill angesehen. Ebenfalls ganz vorne mit dabei sind Idris Elba und Sam Heughan sowie James Norton. Im Rennen sind zudem Richard Madden, Tom Hiddleston, Jamie Bell, Clive Standen und Cillian Murphy. Selbst die Namen von Dev Patel, Henry Golding, John Boyega und Daniel Kaluuya sowie Dan Stevens und Damian Lewis sind schon mal gefallen.

Auf den ersten Blick haben sie alle kaum etwas gemein, außer dass sie alle aus Großbritannien stammen, was wiederum das wohl wichtigste Kriterium darstellt, um überhaupt in Betracht zu kommen. Doch sie alle eint auch, dass sie mit einer spezifischen Rolle irgendwann in ihrer Karriere der Öffentlichkeit aufgefallen sind. Bei Page ist es die des Simon Basset in der Netflix-Serie „Bridgerton“, bei Cillian Murphy die des Tommy Shelby in „Peaky Blinders“.

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Doch für Produzentin Barbara Broccoli muss da mehr sein als „nur“ eine auffallende Rolle in einem Hit. Für sie muss Bond eine gewisse Anziehung besitzen, der man sich nicht entreißen kann. Gern wird „Layer Cake“ als der Film angeführt, dem Craig sein Bond-Engagement zu verdanken hat. Doch in Wahrheit war es „Elizabeth“, wie Broccoli wissen ließ. Und darin nicht etwa die kleine Rolle des Jesuitenpriesters John Ballard in ihrer Gesamtheit, sondern ganz speziell eine Szene, in der Craig einen Gang entlangläuft. Und die Produzent*innen Broccoli sowie Michael G. Wilson sind es, die das Sagen haben, wer sich Bond nennen darf.

Ein Großteil der bislang genannten Schauspieler dürfte aus einem ganz einfach Grund aus dem Rennen sein: Sie sind schlicht und ergreifend schon zu alt für Bond. Idris Elba etwa ist bereits 49 Jahre alt und damit nur vier Jahre jünger als Craig. Der bislang älteste Bond-Debütant ist Roger Moore mit 45 Jahren in „Leben und sterben lassen“. 57 Jahre war er dann bei seinem finalen Bond-Film „Im Angesicht des Todes“, was man ihm auch ansah. Sein Bond wirkte zuletzt unglaubwürdiger als die Handlungen der Moore-Ära. Und das will was heißen. Schon 40 dürfte den Produzent*innen fast zu alt sein, wenn man bedenkt, dass der nächste Darsteller in der Lage sein sollte, circa 15 Jahre lang zur Verfügung zu stehen. Craig war bei seinem Debüt in „Casino Royale“ 38 Jahre alt, wobei Timothy Dalton und Pierce Brosnan jeweils 41 und 42 bei ihren Debüts waren. Die überwiegende Zahl der Kandidaten dürfte also bereits an der Altersfrage scheitern, darunter auch Favorit Tom Hardy mit seinen 44 Jahren.

Das Alter könnte eine weitaus kleinere Rolle spielen, würde man zu in sich abgeschlossenen Filmen zurückkehren, die keiner oder kaum einer Kontinuität folgen. Das dürfte aber gerade in Zeiten des Streamings und der Film-Universen wie dem Marvel Cinematic Universe (MCU) kaum das Ziel der Verantwortlichen sein.

Bond und nur Bond allein

Mit Ausnahme von George Lazenby hatten alle bisherigen Bond-Darsteller bereits zuvor Rollen in Filmen und Serien. Sie waren keine völlig unbekannten Gesichter, aber hatten auch noch lange nicht den Stellenwert, den sie während Bond genießen durften. Heutzutage ist das mit dem Einfluss der Streamingdienste anders, aber was die Verantwortlichen suchen, ist ein Rohdiamant, wenn man so will, den man dann über die Jahre hinweg zurechtschleift. Das Ziel war es immer, Bond zur definierenden und dominierenden Rolle in der Karriere des jeweiligen Darstellers zu machen, nicht zu einer von vielen im Laufe seines Lebens. Henry Cavill war schon Superman und ist nun Geralt von Riva in der Netflix-Hitserie „The Witcher“. Tom Hardy feiert aktuell Erfolge mit der Marvel-Rolle als Eddie Brock in den „Venom“-Filmen.

Hinzu kommt auch ein praktischer Grund: Hat ein Darsteller mehrere größere und wiederkehrende Engagements am Laufen, wird es schwierig für die Planung. Bond ist und muss die höchste Priorität für seinen Darsteller sein. Seit „Bridgerton“ kann sich Regé-Jean Page vor Angeboten kaum retten, wird demnächst als Paladin in „Dungeons & Dragons“ zu sehen sein und übernimmt auch eine Rolle in dem als Filmreihe angedachten Netflix-Agententhriller „The Gray Man“. Daneben befindet er sich in Gesprächen für das Reboot von „The Saint“. Der 31-Jährige hat also nicht nur viele Projekte am Laufen, sondern auch viele dem Bond-Charakter zu ähnliche Rollen. Womöglich ist das ein Ausschlusskriterium für ihn.

Nachfolger für Bond, nicht für Craig

Bei allen Diskussionen um die Bond-Nachfolge werden aktuell gern Darsteller und Rolle miteinander vermischt. Klar, Craig hat Bond seinen Stempel aufgedrückt wie kaum einer zuvor. Aber hier geht es noch immer darum, einen Bond-Nachfolger zu finden, nicht einen für Craig. Wie eingangs erwähnt, war es Mitte der 2000er-Jahre das Ziel, den damals erfolgreichen „realistischen Actionfilmen“ Paroli zu bieten. Brosnans charmanter wie smarter Bond war am Ende zu unbekümmert für die damalige Gesellschaft (9/11), vor allem in Verbindung mit seinem Kill-Count, dem höchsten aller Bond-Inkarnationen (!). Es brauchte jemanden, den das Töten und der Tod nicht völlig kalt ließen. Craig war eine völlige Abkehr von Brosnan.

Nun braucht es eine Abkehr von Craig. Die Welt hat sich seit „Casino Royale“ gedreht. Craigs Bond beugte sich dem gesellschaftlichen Wandel etwa im Sinne der #MeToo-Bewegung. Einen Frauen verschlingenden Macho wird es womöglich nie wieder geben. Aber Fans haben in der Craig-Ära Wesenszüge von Bond vermisst, die durchaus wieder mehr Raum erhalten sollten: das Verschmitzte etwa, die coolen Sprüche, die besonders Brosnan so nonchalant zum Besten gab. Der Lebemann Bond kam in den vergangenen Filmen zu kurz vor lauter wütender Sehnsucht nach Rache. Ein Tom Hardy wäre nur das Gleiche mit neuem Look.

Nach diesen genannten Kriterien dürfte klar sein, dass es die Favoriten schwer haben werden, für Bond in Betracht zu kommen. Tatsächlich dürften Jamie Bell, aber auch Sam Heughan und James Norton mit die größten Chancen auf die Bond-Nachfolge haben. Bells Aussichten hält Bond-Experte Dr. Ian Kinane für mit am besten. Dann wiederum obliegt die Verantwortung Barbara Broccoli und Michael G. Wilson. Und schon bei Daniel Craig hatten sie bewiesen, dass sie nicht nur überraschen können, sondern auch den richtigen Riecher hatten. Und wer weiß, wen sie dieses Mal der Öffentlichkeit präsentieren werden.

Bis zur Bekanntgabe des neuen Darstellers könnt ihr euch ja an diesem Bond-Quiz versuchen:

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