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11 Filme, die man vor "Interstellar" gesehen haben muss

11 Filme, die man vor "Interstellar" gesehen haben muss

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Mit „Interstellar“ startet am 06.11. der neue Blockbuster von Christopher Nolan. Bevor ihr euch das SciFi-Spektakel im Kino anguckt, müsst ihr aber eigentlich erst noch die Liste an Filmen abarbeiten, die wir zusammengestellt haben.

Ein Film von Christopher Nolan ist normalerweise kein profaner Blockbuster, der ausschließlich reinen Unterhaltungszwecken dient. Der britische Regisseur denkt größer. Seine Werke sind tiefgründige, philosophische Abhandlungen zu Themen, die die ganze Menschheit beschäftigen.

Mit Interstellar läuft am 06. November das neueste Meisterwerk des „The Dark Knight“-Machers in den deutschen Kinos an. Das Science-Fiction-Spektakel wird nicht nur ein visuelles Fest, sondern garantiert auch ein Blockbuster, der zum Denken anregt. Um Nolan und „Interstellar“ umfassend begreifen zu können, benötigt das Publikum Kenntnis von den filmischen Einflüssen des Regisseurs.

CINEFACTS hat anlässlich des Deutschland-Starts von „Interstellar“ eine Liste von elf Filmen zusammengestellt, die den ScFi-Kracher auf die ein oder andere Weise beeinflusst haben.

Die Reise zum Mond (1902)

Die Reise zum Mond des französischen Filmpioniers George Méliès aus dem Jahr 1902 ist der erste Science-Fiction-Film der gedreht wurde. Er legte somit den Grundstein für alle weiteren Werke dieses Genres - also auch „Interstellar“. Méliès ließ sich von den Romanen von Jules Verne und H.G. Wells inspirieren. Der Schwarzweißfilm gilt als einer der bekanntesten aus den Anfangsjahren des Bewegtbilds. Die Produktion war zu Méliès‘ teuerste. Allerdings lohnte sich die Investition: Von den über 500 Filmen, die der Franzose gemacht hat, ist „Die Reise zum Mond“ der erfolgreichste.

Der Tag, an dem die Erde stillstand

Ein weiterer Klassiker und Vorreiter der „Weltraumreise-Filme“ ist „Der Tag, an dem die Erde stillstand“ von 1951. Die Produktion des Oscar-Gewinners Robert Wise („The Sound of Music - Meine Lieder meine Träume“) basiert auf der Kurzgeschichte „Farewell to the Masters“. Erzählt wird die Geschichte eines menschenähnlichen Alien, der auf die Erde kommt, um gemeinsam mit seinem mächtigen Roboter eine wichtige Nachricht an die Menschheit zu überliefern: Sie rufen dazu auf, den Krieg zu beenden und die Kernwaffen zu vernichten. Regisseur Wise war es wichtig, zu Zeiten des Kalten Krieges vor der allgegenwärtigen Vernichtung durch einen Atomkrieg zu warnen. Hier wurde Science-Fiction gekonnt genutzt, um ein wichtiges Thema anzusprechen. Ob Christopher Nolans „Interstellar“ eine ebenso wertvolle Botschaft beinhaltet?

2001: Odyssee im Weltraum (1968)

Gemeinsam mit dem Autor Arthur C. Clarke entwickelte Kultregisseur Stanley Kubrick („Full Metal Jacket“) das Drehbuch zu „2001: Odyssee im Weltraum“. Da der Film auf Clarkes Kurzgeschichte „The Sentinel“ aufgebaut ist, lag eine Zusammenarbeit nahe. Die Kooperation war äußerst fruchtbar: Kubricks epochales Meisterwerk ist einer der größten Klassiker der Geschichte und laut dem American Film Institute der beste Science-Fiction-Film aller Zeiten. Kubrick wollte übrigens mit dem emotional-philosophischen Inhalt direkt zum Unterbewusstsein des Publikums vordringen. Klingt sehr wie Arbeiten von Christopher Nolan, nicht wahr?

Star Wars: Episode IV - Eine neue Hoffnung (1977)

Bis 1977 wirkte Science-Fiction, abgesehen von „2001: Odyssee im Weltraum“, eher unecht. Deswegen wurden „Star Wars“ auch nur geringe Erfolgschancen eingeräumt. Nur hatte niemand die Rechnung mit George Lucas und seinem visionärem Geist gemacht! Er gründete extra für seinen Film die Special-Effects-Schmiede „Industrial Light and Magic“ und setzte auf eine brandneue Tricktechnik und eine authentische Umgebung. Das atemberaubende Ergebnis sollte jeder kennen, der sich als Filmfan bezeichnet. Ohne die technischen und visuellen Fortschritte, die Lucas der Industrie beschert hat, könnte ein Filmemacher wie Nolan seiner Vision keinen Ausdruck verleihen.

Unheimliche Begegnung der dritten Art (1977)

Die „Unheimliche Begegnung der dritten Art“ von Steven Spielberg („Lincoln“) ist ein Muss für alle Fans des Genres. Geprägt wurde der Film durch aufwändige Licht- und Spezialeffekte, die insbesondere bei der Landung des Raumschiffes zum Einsatz kommen. Eine Sensation für die damalige Zeit. Aufgrund des enormen Erfolges wollte das Filmstudio Columbia Tristar eine Fortsetzung von Spielberg, der allerdings ablehnte. Bombastische Effekte, eine mitreißende Story - so sind wir es auch von Nolan gewohnt. Und auch die Ablehnung von Sequels ist ein Markenzeichen des „Interstellar“-Regisseurs.

Alien - Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt (1979)

Der Science-Fiction-Schocker „Alien“ von Regisseur Ridley Scott („Exodus: Götter und Könige“) ist stilbildend. Er eröffnete dem Genre eine neue Dimension, da der Horrorthriller sich von den üblichen Mustern verabschiedete. So gleicht das Raumschiff eher einer Müllhalde und die Besatzung besteht aus einer Gruppe frustrierter Techniker. Außerdem wurde mit der von Sigourney Weaver („The Cabin in the Woods“) dargestellten Ellen Ripley eine starke Actionheldin präsentiert. Durch diese Abkehr von einigen etablierten Klischees haben heutige Filmemacher wie Christopher Nolan viel mehr Möglichkeiten. Mit seinem Meisterwerk „Alien“ leistete Scott nicht weniger als Pionierarbeit.

Der Stoff, aus dem die Helden sind (1983)

„Der Stoff, aus dem die Helden sind“ aus dem Jahr 1983 ist ein höchst interessanter und eindrucksvoll geschildeter Film über die Geschichte der amerikanischen Luft- und Raumfahrt. Er erzählt den Anfang der amerikanischen Bemühungen, das Weltall zu erobern. Das auf dem Roman „Die Helden der Nation“ von Tom Wolfe basierende Abenteuer ist im Bereich der Werke über das Vordringen der Menschen in andere Sphären wegweisend.

Apollo 13 (1995)

Der Film von Regisseur Ron Howard („Rush - Alles für den Sieg“) aus dem Jahr 1995 erzählt die dramatische Geschichte der Apollo-13-Mission. Eigentlich als Routineflug ins All gedacht, geriet die Mannschaft in arge Nöte. Berühmt geworden ist der Spruch „Houston, wir haben ein Problem“. Das atemberaubende Abenteuer mit Tom Hanks („Captain Phillips“), Bill Paxton („Edge of Tomorrow“), Gary Sinise („CSI: New York“) und Kevin Bacon („The Following“) in den Hauptrollen steckt voller Mut, Hoffnung und Einfallsreichtum. Die Macher legten großen Wert auf eine akkurate Nacherzählung der Ereignisse. So besuchten die Schauspieler die noch lebenden Mitglieder der damaligen Crew, sie drehten die schwerelosen Szenen in einem eine Parabel fliegenden Flugzeug, und der Kommandant der Mission Apollo 15 stand dem Filmteam beratend zur Seite. Auf spannende Geschichten mit präzise ausgearbeiteten, auf Expertenmeinung beruhenden Details legt auch Nolan Wert. Für „Interstellar“ engagierte der Regisseur beispielsweise extra den renommierten Astrophysiker Kip Thorne.

Contact (1997)

Nach „Contact“ ist „Interstellar“ der zweite Film, in dem Matthew McConaughey den Weiten des Alls erkundet. Robert Zemeckis‘ („Flight“) SciFi-Drama beruht auf der Romanvorlage von Carl Sagan und wurde ziemlich realistisch umgesetzt. Der Film, in dem die weibliche Hauptrolle von Jodie Foster („Elysium“) gespielt wird, ist ein Hollywood-Blockbuster, der sich mit der Frage nach dem Sinn, der Herkunft und dem Ziel des Lebens auseinandersetzt. Großes Kino mit Tiefgang - die ideale Vorbereitung auf einen Film von Christopher Nolan.

Inception (2010)

Der von den Kritikern für seine ungewöhnlich komplexe und originelle Handlung gelobte SciFi-Actionfilm „Inception“ war kommerziell ein Riesenhit und wurde völlig verdient mit vier Oscars ausgezeichnet. Ursprünglich plante Nolan übrigens einen Horrorfilm, entschied sich dann aber doch dafür die Emotionalität der Geschichte hervorzuheben. Um sein Meisterwerk abzuliefern, ließ der Filmemacher sich reichlich Zeit: Ganze zehn Jahre schrieb Christopher Nolan an dem Drehbuch! Der Aufwand hat sich definitiv gelohnt, denn „Inception“ ist ein Meilenstein des Kinos geworden. Da „Interstellar“ laut Aussage von Nolan „ein Spiegelbild“ von „Inception“ ist, muss man sich den Blockbuster aus dem Jahr 2010 unbedingt vor dem neuen SciFi-Kracher des Star-Regisseurs angucken.

Gravity (2013)

Mit „Gravity“ gelang Regisseur Alfonso Cuarón („Children of Men“) ein grandioses Science-Fiction-Epos. Von der Regie über die Schauspielleistungen von Snadra Bullock („Taffe Mädels“) und George Clooney („Monuments Men – Ungewöhnliche Helden“) bis hin zu den Effekten passt hier alles. Vier Jahre lang wartete der Mexikaner geduldig, bis die Technik so weit war, damit er seine Idee perfekt inszenieren konnte. Besser kann man moderne digitale Effekte nicht einsetzen. Insgesamt sieben Oscars räumte das bildgewaltige und spannende 3D-Meisterwerk ab. Mit „Gravity“ hat Cuarón die Höhe der Messlatte für nachfolgende Genre-Blockbuster festgelegt. Wir dürfen aber ziemlich sicher sein, dass Nolan mit „Interstellar“ diese Herausforderung spielend meistern wird.