Am 17. Juli 2019 startete der neue „Der König der Löwen“ -Film in den Kinos. Mit welcher FSK-Freigabe können Disney-Fans rechnen und eignet sich der Film auch für die Kleinsten?

„Der König der Löwen“ – Trailer Deutsch

Ab sofort sind Simba, Mufasa, Timon und Pumbaa auf der großen Leinwand zurück. In der Originalversion der Neuverfilmung leihen Stars wie Beyoncé, Donald Glover und Oscar-Gewinner Chiwetel Ejiofor den Tieren ihre Stimme, in der deutschen Fassung hat man auf professionelle Synchronsprecher zurückgegriffen. Schon in der letzten Woche wurde „Der König der Löwen 2019“ von der FSK-Deutschland geprüft und mit einer Altersfreigabe von 6 Jahren bewertet. Das Original von 1994 ist dagegen ab 0 Jahren freigegeben.

Dieser Altersunterschied ist aber nicht weiter verwunderlich. Schon die Neuverfilmung von „Das Dschungelbuch“ wurde 2016 mit FSK 6 bewertet, obwohl der Trickfilm ab 0 Jahren freigegeben ist. Und auch bei „Aladdin“ und bei „Dumbo“ bekam das Remake jeweils ein FSK-6-Siegel. Die höhere Freigabe erklärt sich damit, dass das Filmszenario durch den Sprung vom Zeichentrickfilm zur Computeranimation viel realistischer erscheint, wodurch einige Szenen eine ganz andere Wirkung haben. Anhand von Beispielen möchten wir euch die Entscheidung darüber erleichtern, ob ihr euch mit eurem Nachwuchs „Der König der Löwen“ anschauen könnt.

Original und Neuverfilmung unterscheiden sich inhaltlich kaum voneinander

Grundsätzlich gilt: Wenn ihr eurem Kind/euren Kindern den zutrauen würdet, dann könnt ihr euch auch gemeinsam die Neuauflage ansehen. Im Gegensatz zu „Dumbo“, der in der Realverfilmung plötzlich viel düsterer daherkam, hält sich „Der König der Löwen 2019“ ganz werkgetreu an seine Vorlage. Einige Szene sind allerdings etwas länger dargestellt, sodass das Remake auf eine Laufzeit von 118 Minuten kommt. Unser erster Hinweis ist also: Seid euch bewusst, dass euer Nachwuchs einen 2-Stunden-Film schauen wird.

Einen weiteren entscheidenden Hinweis, ob ihr den Film mit euren Jüngsten problemlos ansehen könnt, hat uns Regisseur Jon Favreau im Interview erzählt.

Ist der neue Pumbaa zu gruselig?

Die Neuverfilmung des Stoffs setzt ganz und gar auf Realismus, weshalb der Film an manchen Stellen fast wie eine Tierdokumentation erscheint. Angesichts der Tatsache, dass alles computeranimiert ist, eine absolute Meisterleistung. Wegen des realistischen Anspruchs sehen die Tiere auch nicht übertrieben niedlich aus, sondern eben so, wie sie auch in der Natur vorkommen. Bei den ersten Fotos von Warzenschwein Pumbaa gab es schon einige Aufregung, weil ihn manche Leute als zu gruselig empfanden. Aber so sehen Warzenschweine nun einmal aus! Zeigt eurem Kind am besten dieses Foto, dann kann es selbst entscheiden, was es von dem neuen Pumbaa hält. Durch die witzigen Sprüche wächst einem das Tier ohnehin schnell ans Herz.

Sind die Schlüsselszenen für kleine Kinder geeignet?

Da das Original mittlerweile 25 Jahre alt ist und in jedem Kinderzimmer der Republik sicher schon unzählige Mal hoch und runter gelaufen ist, setzen wir jetzt einfach mal voraus, dass wir auf die Handlung eingehen können, ohne euch den Film zu verderben. Es ist ja, wie schon erwähnt, im Grunde derselbe Film.

Der Tod von Simbas Vater

Denkt man an „Der König der Löwen“, dann fällt einem wahrscheinlich unweigerlich der Tod von Simbas Vater Mufasa ein – neben dem Tod von Bambis Mutter wahrscheinlich eine der traurigsten Szenen im Disney-Universum. Auch in der Neuauflage gibt es diesen Moment und er trägt sich auch genauso zu. Als Simba in einer Schlucht fast von einer Horde Gnus überrannt wird, rettet ihn Mufasa, stürzt dabei aber in die rennende Herde und stirbt. Traurig ist diese Szene noch immer, ein paar Tränen könnten also wieder fließen.

Im direkten Vergleich ist die neue Szene aber etwas milder als das Original. Das hat zwei Gründe: Zum einen ist sie im Trickfilm viel düsterer und drückender inszeniert, während sie in der Neuauflage insgesamt heller gefilmt ist. Zum anderen ist Simbas Blick nicht mehr ganz so herzzerreißend. Der realistische Anspruch des Films bezieht sich nämlich nicht nur auf das Aussehen der Tiere, sondern auch auf deren Mimik. Alle Tiere sehen selbst dann tiergerecht aus, wenn sie sprechen. Lachen oder weinen die Protagonisten, dann merkt man dies als Zuschauer nur an der Stimme, aber nicht so stark an den Gesichtern. Für diese konkrete Szene bedeutet das: Sie ist zwar realistischer, dabei aber zum Glück nicht noch trauriger. Die Filmemacher haben das Ganze bewusst zurückhaltender inszeniert.

Hier könnt ihr euch noch einmal die Originalszene ansehen:

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Der Besuch auf dem Elefantenfriedhof

Relativ am Anfang des Films schleichen sich Simba und seine Freundin Nala auf einen Elefantenfriedhof, um sich selbst zu beweisen, wie mutig sie sind. Dort werden sie von Hyänen überrascht und gejagt. Diese Szene wird wahrscheinlich ausschlaggebend für die FSK-Freigabe von 6 Jahren gewesen sein, denn sie ist tatsächlich aufregender als im Original. Simba klettert hier in einen unterirdischen Gang und versucht zu türmen, während sich die Hyänen in den Gang buddeln und nach ihm schnappen.

Dadurch, dass die Tiere dabei sehr nah an der Kamera sind, ist man als Zuschauer sehr stark in diese Szene eingebunden. Für diesen Moment sollten Kinder schon eine gewisse Stress-Resistenz entwickelt haben, um von dem Geschehen auf der Leinwand nicht überfordert zu sein. Zum Glück wird das Ganze nicht allzu stark in die Länge gezogen, so dass sich die Aufregung sehr schnell wieder legt.

Der Endkampf gegen Scar

Am Schluss des Films kämpfen Simba und Nala gemeinsam mit ihren Freunden gegen Scar und seine Hyänen. Diese Action-Szene bleibt aber stets im altersgerechten Rahmen und sollte kein Kind über 6 Jahren überfordern. Außerdem sorgen Timon, Pumbaa und der Affe Rafiki für humorvolle Einlagen, die die Situation zusätzlich entspannen. Auch hier gipfelt die Szene natürlich in ein Happy End.

„Der König der Löwen“ – Hier gibt es die Kinotickets

Falls ihr den Film nach unserem Ratgeber nun mit der ganzen Familie sehen wollt, könnt ihr auf unserer „Der König der Löwen“-Seite nachschauen, ob euer Lieblingskino den kommenden Disney-Hit im Programm hat. Wählt dort einfach den Termin und das Kino eurer Wahl direkt aus und ihr werdet zur entsprechenden Bestell-Seite des jeweiligen Kinos weitergeleitet. Ansonsten haben die großen Kinoketten auch eigene Ticket-Seiten eingerichtet:

  • Hier findet ihr die offizielle „Der König der Löwen“-Seite von UCI-Kinowelt. Wählt direkt unter dem Filmtitel einfach das Kino eurer Wahl aus.
  • Auf der Cinestar-Seite könnt ihr ebenfalls Tickets für verschiedene Vorstellungen buchen. Zuvor müsst ihr ganz oben eure Stadt auswählen.
  • Die Cineplex-Kette bietet hier die Karten zu „Der König der Löwen an“. Die Auswahl der Stadt findet ihr dort weiter unten.
  • Bei den Cinemaxx-Kinos findet ihr die Auswahl des Filmtheaters direkt über den Spielzeiten.
  • Die Kinopolis-Kette bietet euch auf dieser Website einen Bestell-Service. Direkt unter der Inhaltsbeschreibung findet ihr die Stadtauswahl.

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