„Batman & Robin“-Regisseur Joel Schumacher bittet nach 20 Jahren um Vergebung

Andreas Engelhardt  

Mittlerweile hat Batman seinen Platz im Superhelden-Olymp dank der „Dark Knight“-Trilogie von Christopher Nolan auch auf der Leinwand wieder zurückerhalten. Es gab allerdings eine durchaus düstere Zeit für den dunklen Ritter, die mit „Batman & Robin“ ihren traurigen Höhepunkt fand. Jetzt, 20 Jahre später, kriecht der Macher dieses Werkes zu Kreuze und bittet die Zuschauer um Vergebung.

Noel Ransome von Vice gehörte seinerzeit zu jenen Kinogängern, die nicht glauben konnten, was ihnen in „Batman & Robin“… nun ja, sagen wir einmal: angeboten wurde. Nahaufnahmen von Batmans Hintern, eine Bat-Kreditkarte und nicht zu vergessen die Bat-Nippel. Wie könnte man die auch jemals wieder vergessen?

Dieser verhängnisvolle Satz zerstörte einst das Batman-Universum

Ransome ließ diese Erfahrung keine Ruhe und nach 20 Jahren konnte er jetzt endlich sein Trauma mit dem Regisseur Joel Schumacher persönlich in einem Interview klären. Der Filmemacher gab bereits in der Vergangenheit zu Protokoll, dass er den Film selber nicht möge und lediglich getan habe, was die Studiobosse von ihm verlangt hätten. Nun entschuldigte er sich sogar bei den enttäuschten Fans für „Batman & Robin“, da er das Gefühl habe, ihnen das schuldig zu sein.

Joel Schumacher versteht die Aufregung um die Bat-Nippel noch immer nicht

Auch wenn er sich insgesamt für den größten Fehler in Batmans Kino-Dasein entschuldige, so versteht er die Aufregung um ein Problem jedoch weiterhin nicht: Die berüchtigten Bat-Nippel. Schumacher wollte damals, dass sich die Verantwortlichen an antiken Skulpturen orientieren, weswegen wir letztlich George Clooney in seinem zweifelhaften Outfit auf der Leinwand sahen.

Alle Bilder und Videos zu Batman & Robin

Viele Fans störten sich 1997 bei diesem Anblick und auch jetzt noch gelten die Nippel als eines der größten Verbrechen von „Batman & Robin“. Diese Empörung kann Joel Schumacher laut eigener Aussage allerdings nicht nachvollziehen, wobei er selbst einräumt, wohl zu naiv gewesen zu sein und die Leidenschaft der Fans unterschätzt zu haben.

Vielleicht können die Zuschauer dank der Entschuldigung von Schumacher in Zukunft etwas versöhnlicher auf „Batman & Robin“ blicken und diesen als GAU zu den Akten legen. Zumindest hoffen wir, dass Batman in den kommenden Kino-Filmen keinen neuen Tiefpunkt auslotet, was allerdings ohnehin schwer wäre. Wie viel tiefer kann man nach den Bat-Nippel schon sinken?

Zu den Kommentaren

Kommentare