„Riverdale“ Staffel 3 Folge 7: Archie auf der Flucht, Betty in der Irrenanstalt

Teresa Otto  

Riverdale“ ist sich nie für einen Skandal zu schade. Während Archie mit Hilfe von Veronica aus dem Gefängnis ausbrechen konnte, muss er nun das Weite suchen, um nicht aufzufliegen. Doch neue Intrigen warten in „Riverdale“ schon an der nächsten Ecke!

„The Man in Black“ heißt die 7. Folge aus „Riverdale“ Staffel 3 und zeigt, wie Hiram Lodge die Kids von „Riverdale“ in ihren aktuellen Situationen terrorisiert. Nachdem sich Archie zuletzt von Veronica getrennt hat, seht ihr in der Promo wie Archie vermutlich fremdgeht. Spoiler zur Handlung folgen!

Drei Geschichten über Hiram Lodges Tyrannei

Handlung: Archie und Jughead sind auf der Flucht vor Hiram Lodges Schergen, machen in einer abgelegenen Farm im kleinen Städtchen Athens Halt und treffen dort auf die Farmerin Laurie Lake (Riley Keough). Schnell müssen sie jedoch feststellen, dass das Örtchen einer Geisterstadt gleicht, in der sowohl Hiram Lodge als auch der Gargoyle-König ihre Spuren hinterlassen haben.

Veronica und Reggie versuchen derweil ihr La Bonne Nuit in die schwarzen Zahlen zu bringen. Dafür veranstalten sie eine Casino-Nacht mit der Hilfe von Veronicas Bekannten Elio. Dieser möchte Veronica jedoch über den Tisch ziehen, sodass Mme Lodge auf den Rat ihres Vaters ebenfalls tückische Mittel anwendet um größeres Unheil zu vermeiden.

Betty muss hingegen den persönlichen Kampf gegen die Sisters of Quiet Mercy in Persona von Sister Woodhouse antreten. Dabei macht sie die Entdeckung, dass der Gargoyle-König dort hausiert und Hiram Lodge ein- und ausgeht. Nach ihrer Resistenz wird sie schnell dank Ethel unter Drogen gestellt und folgt gehorsam den Statuten der Anstalt.

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Veronicas Charakterentwicklung? Fehlanzeige!

Highlights und Bester Song: Mit der Aufteilung in drei Teile hat sich „Riverdale“ einen Gefallen getan. Besonders Bettys Part konnte sich positiv hervorheben. Ihre gesamte Storyline hat sich von der Tonalität und Handlung an den Klassiker „Einer flog über das Kuckucksnest“ orientiert. Lili Reinhards Spiel und der Kontrast zu ihrer Off-Stimme sorgen nicht nur für Schmunzler in einer morbiden Situation, sondern erfreuen „Riverdale“-Fans in jeder Sekunde. Unterstrichen wird die Verbindung zum oscarprämierten Drama vom besten Song der Episode „Medication Valse“ von Jack Nitzsche, der für den Soundtrack des Jack-Nicholson-Klassikers verfasst wurde.

Anderswo schafft es Jughead Archie seine Grenzen aufzuzeigen und macht ihm klar, dass er viel zu häufig in Probleme gerät, die ihn nicht unbedingt etwas anzugehen haben. Weise Worte, Mr. Jones. Ebenso gibt Pops Veronica den Ratschlag sich nicht auf das Level von Hiram herab zu lassen, und ebenfalls in den Strudel der Kriminalität zu geraten.

Lowlights: Der gesamte Plot über Veronica und ihr La Bonne Nuit trotzt von Logiklöchern, erzwungener Dramatik und überdramatisierten Twists. Bereits zur Eröffnung ihres Speakeasys musste man sich fragen, wie ein Nachtclub jemals schwarze Zahlen machen sollte, wenn dort kein Alkohol ausgeschenkt werden kann. Nun sieht sie sich der Realität gegenübergestellt und ihr erster Impuls ist es, so wie ihr Vater zu handeln.

Ihre Checkliste sah dabei wohl wie folgt aus: Geschäfte mit zwielichtigen Personen? Check. Ein Plan für den Fall der Fälle? Immer. Ein Cocktail als Markenzeichen? Natürlich. Das eigene Portrait im Büro? Selbst redend. Über Leichen gehen, ohne dabei mit den Liebsten im Umfeld zu reden? Auf jeden Fall. Es macht den Anschein, dass Veronica ganz die Tochter ihres Vaters ist, und das wo wir doch gerade dabei waren, dass sie sich von ihm emanzipiert. Charakterentwicklung? Fehlanzeige.

Ebenfalls hätte man sich das kleine Intermezzo mit Riley Keough und ihre Avancen gegenüber Archie sparen können. So schön es ist, eine bekannte Filmdarstellerin zu Gast zu haben, sollte diese auch mehr als nur 20 Minuten Sendezeit erhalten um einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

Der Gargoyle-König: Alle Wege führen über Hiram

Größte Fragezeichen: Die Identität des Gargoyle-Königs ist weiterhin ein Mysterium, auch wenn Betty ihm direkt begegnet. Doch viel interessanter an dieser Episode, sind die Fragen um die Person Hiram Lodge. Welches Ziel verfolgt er mit seinen Geschäften in Riverdale? Möchte er nun komplett böse sein oder versucht er sich noch an Gesetze zu halten? Was hat er mit Archie vor? Und warum trägt er immer schwarz?

Ebenso sollte man bedenken, dass überall, wo Hiram auftaucht auch der Gargoyle-König nicht weit ist. Mit der neuen Droge Fizzle Rock sah man ihn bereits in Episode 4, die männliche Bevölkerung von Athens wird nun dazu verdonnert die Droge zu produzieren und die Patienten der Sisters of Quiet Mercy müssen sie nehmen.  Und wie spielt Claudius Blossom in diese Logik hinein, der ebenfalls bei der Schwesternschaft zu sichten war?

Most Valuable Player: Als MVP küren wir in dieser Episode gleich zwei Personen. Pops hat genau eine Szene, und nutzt diese um Veronica einzutrichtern, dass Kriminalität nicht der Weg zum Glück ist. Danke für die weisen Worte und dein wachsames Auge. Betty muss sich gegen eine schier unbesiegbare Macht durchsetzen und einen klaren Kopf bewahren. Allein für ihren improvisierten Schlaganfall sollte ihr dieser Preis aber sicher sein.

Fazit, Vorschau und Zuschauerkommentare: „Mindfuck des Todes“

„The Man in Black“ beweist, dass sich die Macher von „Riverdale“ nicht vor Adaptionen von Filmklassikern wie „Einer flog übers Kuckucksnest“ verstecken müssen. Mit einer dreigeteilten Geschichte geht „Riverdale“ bewusst neue Wege, kann in Teilen besonders überzeugen, enttäuscht jedoch dank Logiklöchern und Wiederholungen in anderen Stellen.

In der kommenden Episode 8 namens „Outbreak“ werden wir endlich Jugheads Mutter und Schwester kennenlernen. Betty versucht weiterhin ihrem Gefängnis durch die Sisters of Quiet Mercy zu entfliehen, während Veronica nun ihren Eltern den Krieg erklärt.

Bei unserem Blick in die Zuschauerkommentare spielen Verwirrungen und Archies Entscheidungen diesmal eine große Rolle.

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