„Riverdale“ Folge 6: Die Identität das Gargoyle-Königs verdichtet sich

Teresa Otto  

Nach der Thanksgiving-Pause geht es endlich mit „Riverdale“ weiter. Archie muss sich an seine neue Situation gewöhnen, während Betty dem Midnight Club auf den Zahn fühlt, um heraus zu finden, wer der Gargoyle-König ist.

Achtung: Spoiler! In den folgenden Zeilen wird die ereignisreiche Folge 6 von „Riverdale“ Staffel 3 zusammengefasst. „Manhunter“ setzt genau dort an, wo Folge 5 aufgehört hat. Archie ist auf freiem Fuß, während Jughead eine Begegnung mit dem Gargoyle-König macht.

Der Midnight Club verdächtigt sich gegenseitig

Handlung: Nach Archies Flucht wird eine Großfahndung nach dem Flüchtigen ausgehangen. Archie versucht mit Kevins Hilfe seine Unschuld zu beweisen, kommt jedoch nach einer schockierenden Entdeckung zu dem Entschluss, seine Lieben zu schützen – indem er sich von Veronica trennt. Sie hat hingegen einen stichhaltigen Beweis gefunden, der Archies Unschuld ein für alle Male beweist. Archies Entscheidung kommt für sie überraschend und bricht ihr Herz.

Betty stellt den Midnight Club zur Rede und findet heraus, dass zumindest Daryl Doiley nicht der Gargoyle-König sein kann, da er bereits verstorben ist. In einer Horror-Sequenz brechen der Gargoyle-König und seine Untertanen in das Cooper-Haus ein und bedrohen das Mutter-Tochter-Gespann. Jughead wird von seinem Vater gezwungen, die Ermittlungen einzustellen, macht jedoch die Entdeckung, dass Joaquin ebenfalls G&G verfallen war und scheinbar Selbstmord begeht. Zum Ende der Folge ergreift er gemeinsam mit Archie die Flucht vor der erwachsenen Generation.

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Der Paladin und der Gargoyle-König

Highlights & Bester Song: Mit der horrorhaften Inszenierung, die ganz offenkundig an „Scream“ erinnert, konnte uns der Gargoyle-König im Anwesen der Coopers einen gehörigen Schrecken verpassen. Für uns das Highlight einer Folge, die zwar die Story maßgeblich voranbrachte, jedoch weiterhin ein großes Geheimnis um die Identität des Gargoyle-Königs macht.

Erwähnenswert waren ebenfalls Fred Andrews, der auf der Suche nach seinem Sohn scheinbar nichts unversucht ließ und dessen Verlust ihm sofort abzukaufen war. Als Bonus konnten wir den Sexy-Vater-Club zum Wohle der Kids zumindest ansatzweise in Aktion sehen, der zu Beginn der Staffel gegründet wurde.

Der beste (und einzige) Song der Folge ließ uns zumindest in bester 80er-Art an Filme wie „Stand by Me“ oder andere Eisenbahn-Szenen mit Teenagern zurück denken, wenn Jughead und Archie die Flucht ergreifen. Im Hintergrund spielt „The Ballad of Paladin“ von Johnny Western, die in dieser Folge die einzige Referenz dafür bleibt, dass Archie der rote Paladin sein soll.

Archie und seine dummen Entscheidungen, Kapitel 41

Lowlights: Getrieben von Vorurteilen macht Archie über ein Münztelefon mit Veronica Schluss. Das ist weder die feine englische Art, noch wirklich glaubhaft. Zumal Veronica ihm zu Beginn der Folge noch prädigte, im Bunker zu bleiben. Für aufmerksame Zuschauer hätten bereits bei diesem Satz sämtliche Alarmglocken schlagen müssen: Wann denkt Archie einmal rational und tut, was man ihm sagt? Eben! Zurück bleibt eine gekränkte Veronica, die im Spiel gegen ihre Eltern endlich die Oberhand zu haben scheint und nun zutiefst verraten wird.

Jugheads Begegnung mit dem Gargoyle-König bleibt weiterhin recht vage. Schade ist hier vor allem, dass offenkundige Cliffhanger nie zufriedenstellend aufgearbeitet werden können. Warum ist kein Mitglied der „Gargoyle-Gang“ auf Jughead aufmerksam geworden?

Alice ist hingegen von Angst getrieben und möchte Betty „schützen“. Wieso sie jedoch gerade darauf kommt, Betty zu den „Sisters of Quiet Mercy“ zu verbannen, bleibt ein Rätsel. Sie war doch gerade wieder auf dem Weg die richtigen Entscheidungen zu treffen – und dann sowas! Und wo war Cheryl? Die rothaarige Cheerleaderin hat dieser Folge leider nichts beizusteuern und fehlte gänzlich.

Gargoyle-König: Diese Verdächtigen können wir (vorerst) ausschließen

Verdächtige & Entschäfte Theorien: Bereits in der Flashback-Episode konnte man das Verdächtigenfeld für den Gargoyle-König eingrenzen. Während man zu diesem Zeitpunkt noch Daryl Doiley hinzuzählen konnte, wurde nun berichtet, dass er unter mysteriösen Umständen verstorben ist. Hauptverdächtige hier: Penelope Blossom, die ihn vergiftet zu haben scheint.

Nach Jugheads prompten Verhör von Hiram Lodge scheint der Bösewicht par excellence ebenfalls eine weiße Weste für den Posten des Gargoyle-Königs zu haben – aber so ganz kann man sich bei Hiram natürlich NIE sicher sein.

Blieb da noch FP Jones. Bei der schaurigen Attacke im Haus der Coopers, steigt er durch das Fenster im ersten Stock ein. Und rennt bei Alices Ausruf, dass der König im Erdgeschoss sei, NICHT nach unten, sondern nimmt sie in den Arm und schaut Betty mit einem manischen Blick an. Filmzuschauer könnten den Blick noch vom Slasherfilm „Scream“ kennen, wo er übrigens der Killer war UND bei der Frage nach unten gerannt ist, um jegliche Schuld von sich zu leiten. Haben wir es hier also erneut mit einem klassischen Ablenkungsmanöver zu tun? So wäre zumindest erklärt, wieso er stets so aggressiv auf Jugheads Ermittlungsversuche reagiert.

Größte Fragezeichen: Zu guter Letzt muss man hingegen die Frage aller Fragen stellen: Wann lernen wir endlich mehr über die ominöse Farm von Edgar Evernever? Alices Gehirnwäsche scheint noch immer zu wirken. Die Schwesternschaft vom Quiet Mercy sind wohl ebenfalls längst auf einem höheren Level von G&G angekommen und portraitieren sogar ihren König.

Was hat es mit den Schlaganfällen zu tun, die die Kids (teilweise wahllos?) ereilt? Sind Schuldgefühle etwa der Auslöser? Warum ist Archie dann noch nicht ans Bett gefesselt?

Fazit, Vorschau und Zuschauerkommentare: „RIP Varchie. Long live Falice“

Fazit: Für jeden Schritt, den die Kids dem Gargoyle-König näherkommen, müssen sie fünf Schritte nach hinten ziehen. Die Zweige des Gargoyle-Königs sind weitaus größer als man anfangs annehmen konnte, sodass die Verdächtigenliste zwar anwächst, jedoch um jeden verstorbenen Charakter einschrumpft.

Archie entschließt sich zum wiederholten Male dazu, seine Liebsten zu schützen, indem er ihnen in den Rücken fällt. Das ist leider weder originell, noch glaubhaft. Veronica spielt zwar die aktivste Rolle um Archie zu befreien, wird jedoch von ihrem Beau zutiefst enttäuscht. Und Betty und Jughead müssen ihre Ermittlungen nach dramatischen Entwicklungen auf Drängen ihrer Eltern auf Eis legen. Während die Herren der Schöpfung hier in eine ungewisse Zukunft ziehen, bleiben die Damen unverrichteter Dinge in schlechteren Situationen als zuvor zurück.

Kommende Woche sind Archie und Jughead auf der Flucht und treffen auf eine Femme Fatale in Form von Gaststar Riley Keough. Betty muss in der neuen Umgebung neue Schlüsse ziehen und Veronicas Club hat Probleme.

Unser letzter Blick gilt erneut dem Treiben auf den Sozialen Medien. Auch dort ist man über Alices Taten weniger angetan. Lest selbst.

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