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Um Fans glücklich zu machen: „The Ones Who Live“ wagt, was „The Walking Dead“ versäumt hat

Um Fans glücklich zu machen: „The Ones Who Live“ wagt, was „The Walking Dead“ versäumt hat
© AMC

Zwölf Jahre fürchteten Fans, dass ein wichtiger Comic-Moment nie in die „The Walking Dead“-Serien Einzug finden wird. Doch das ändert sich dank „The Ones Who Live“.

Dass „The Walking Dead“ auf den gleichnamigen Comics von Robert Kirkman basiert, ist kein Geheimnis. In mancher Hinsicht weicht die Serie allerdings von der Vorlage ab – und eine dieser Änderungen sorgte bei Fans über Jahre hinweg für reichlich Wirbel. Der neueste Ableger „The Walking Dead: The Ones Who Live“, der die Geschichte von Rick (Andrew Lincoln) und Michonne (Danai Gurira) weitererzählt, hat den entsprechenden Handlungsstrang aber doch noch in die Tat umgesetzt – wenn auch in abgewandelter Form.

– Achtung: Es folgen Spoiler zu „The Walking Dead: The Ones Who Live“ Folge 1 und zu den Comics –

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Was ihr wissen solltet, bevor ihr euch das neue „The Walking Dead“-Spin-off zu Gemüte führt, seht ihr im Video:

Was geschah vor The Ones Who Live

Neue Serie greift Comics doch noch auf: Rick Grimes verliert seine Hand

In der 28. Comicausgabe (die ihr übrigens im fünften Comicbuch findet) erwartete uns einer der wichtigsten Momente der Vorlage: Nachdem Rick gefangen genommen wurde und sich geweigert hatte, den Aufenthaltsort seiner Gruppe zu verraten, griff der Gouverneur zu drastischen Mitteln und schnitt dem einstigen Sheriff die rechte Hand ab.

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Obwohl sich der Gouverneur (David Morrissey) auch in der Serie als hartnäckiger Gegner entpuppte, verzichtete die Adaption auf diesen schockierenden Moment. Nicht nur „The Walking Dead“-Schöpfer Robert Kirkman bereute das, auch Rick-Darsteller Andrew Lincoln setzte sich vehement dafür ein, dass der Hauptcharakter das gleiche Schicksal erleiden solle wie in den Comics (via ScreenRant) – und das passiert in „The Walking Dead: The Ones Who Live“ nun tatsächlich, allerdings in abgewandelter Form. Anders als in den Comics ist es im neuen Spin-off nämlich Rick selbst, der sich seiner Hand entledigt.

Hand gegen Freiheit: Rick-Spin-off startet mit makabrem Tauschgeschäft

Direkt zu Beginn der ersten Episode sehen wir den einstigen Police Officer des Nachts mit anderen Neuankömmlingen und Gefangenen des Civic Republic Military (CRM) im Wald stehen. Um sich die Staatsbürgerschaft in der Civic Republic zu verdienen, werden sie mit Äxten bewaffnet auf eine Horde verkohlter Beißer losgelassen. Zwar ist Rick mittels Handschlaufe an einen ihm zugewiesenen Soldaten gebunden, dennoch kann er sich dank der Länge seiner Fessel mehrere Meter von ihm entfernen. Und diese Chance nutzt Rick direkt, um einen Fluchtversuch zu starten.

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Als die maximale Distanz seiner Handschelle erreicht ist, zieht der Soldat Rick zu Boden und ermahnt ihn aus der Ferne. Rick ruft zurück, er müsse noch kurz seine Axt suchen. Die hat er aber gar nicht verloren. Stattdessen schnürt er sich im Schutz der Dunkelheit mit seinem Gürtel den Arm ab – um schließlich mit voller Wucht seine linke Hand abzuhacken und dadurch die Handschelle zu lösen.

Dieses Manöver bleibt aber natürlich nicht unbemerkt. Direkt sind die Soldat*innen alarmiert: „Consignee Grimes bricht das Protokoll“ schallt es durch den Wald, während sich Rick wimmernd von Baum zu Baum schleppt. Röchelnd, blutend und der Ohnmacht nah steckt Rick seinen Stumpf in die glühenden Überreste eines Beißers, um die Wunde abzubrennen. Doch durch den massiven Blutverlust ist er so geschwächt, dass er sich nicht schnell genug vorwärtsbewegen kann. Schlussendlich erwischt ihn ein Soldat mit einem Elektrogeschoss, das ihn bewusstlos werden lässt. Obwohl Rick bereit war, für seine Freiheit seine Hand zu opfern, ist ihm die Flucht nicht gelungen.

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All das ereignete sich fünf Jahre nach der Brückenexplosion. Rick ist also schon seit geraumer Zeit ein Gefangener des Militärs, der bereits mehrere Fluchtversuche hinter sich hat. So ist er der einzige, der mit Fesseln in den Wald geschickt wurde. Alle anderen Mitstreiter*innen scheinen tatsächlich das Ziel zu verfolgen, sich durch diese Dekontaminationsarbeit als wertvolles Mitglied für die CR zu erweisen. Das erklärt im Übrigen auch, wieso Rick im Epilog von „The Walking Dead“ Staffel 11 mit beiden Händen zu sehen war – es handelte sich damals um einen früheren Fluchtversuch.

„The Walking Dead“-Fans spekulierten schon vor Monaten auf diese Szene

Bereits vor der Premiere der ersten Episode von „The Walking Dead: The Ones Who Live“ spekulierten Fans darauf, dass Rick ein solches Schicksal zuteilwerden könnte. Einen ersten Hinweis lieferte damals eine Liste, auf der von „Rick’s left hand prosthetic“ (zu Deutsch „Ricks Prothese der linken Hand“) die Rede war (via X). Die Spekulationen verfestigten sich, als einige Tage später ein Video die Runde machte, in dem Andrew Lincoln am Set des Spin-offs mit einer solchen Prothese gesichtet wurde. Zugegeben, im besagten Video lässt sich die Prothese eigentlich nur erahnen, doch der Fakt, dass Ricks linke Hand nie in einem Teaser oder Trailer zu sehen war, stützten diese Theorie.

Im finalen Trailer zeigte sich der CRM-Gefangene dann schließlich mit leerem Ärmel:

Wenige Sekunden später präsentierte uns der gleiche Clip für den Bruchteil einer Sekunde den verbundenen Stumpf:

Wieso will Rick fliehen?

Wer aufmerksam „The Walking Dead“ und „The Walking Dead: World Beyond“ (exklusiv im Stream bei Prime Video) verfolgt hat, weiß: Das Civic Republic Military (CRM) – jene Gruppierung, die Rick in Staffel 9 gerettet und verschleppt hat – setzt alles daran, den Ort der Civic Republic unter Verschluss zu halten. Dementsprechend dürfen die mehr als 200.000 Bewohner*innen die Gemeinde nicht verlassen. Und das gilt auch für Rick. Ob er einen weiteren Fluchtversuch wagen wird, erfahren wir in den kommenden Wochen bei MagentaTV. Dort erwartet euch ab sofort jeden Montag eine neue Episode von „The Walking Dead: The Ones Who Live“.

Kein gänzlicher Verzicht: So hat die Serie die Schlüsselszene der Comics bisher umgesetzt

In den Comics wird der Verlust von Ricks Hand als Schlüsselmoment gehandelt, weil er erstmals größere Hilfsleistungen in Anspruch nehmen muss, aber dennoch weiterhin die Rolle des Anführers inne behält. Dies unterstreicht nicht nur seinen starken Charakter, sondern auch das Vertrauen der gesamten Gemeinde in seine Fähigkeiten. In den Fängen des Civic Republic Military ist ein solcher Schlüsselmoment zwar nicht gegeben, dennoch beweist die Szene, dass Rick bereit war, alles für ein Wiedersehen mit seiner Familie zu opfern. Obendrein haben die Verantwortlichen den Fans der Vorlage damit nach nunmehr zwölf Jahren Wartezeit einen großen Wunsch erfüllt.

So ganz außer Acht gelassen haben die Serienschaffenden die Comic-Szene übrigens auch vor „The Ones Who Live“ nicht. Statt Rick verloren in „The Walking Dead“ immerhin Aaron (Ross Marquand) und Lydia (Cassady Mc Clincy) ihre Hand beziehungsweise ihren Arm – allerdings nicht mutwillig durch einen Feind hervorgerufen. Aarons Arm wurde in Staffel 9 von einem Baumstamm zerquetscht, Lydias Arm musste in Staffel 11 infolge eines Zombiebisses abgeschnitten werden, um die Verwandlung in einen Untoten zu verhindern.

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Außerdem gab es eine Anspielung zu Beginn der siebten Staffel: Als Negan (Jeffrey Dean Morgan) Rick zwingen wollte, Carls (Chandler Riggs) Hand abzutrennen, bot sich Rick selbst als Opfer an. Im Endeffekt kamen Vater und Sohn jedoch beidhändig davon. Einige Charaktere verschonte die Serie allerdings nicht. Wisst ihr noch, wie diese Figuren zu Tode gekommen sind?

Könnt ihr euch noch an diese „Walking Dead“-Tode erinnern?

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