Transformers: Ära des Untergangs Poster

"Transformers 4": Chinesisches Reiseunternehmen verklagt nun die Macher

Philipp Schleinig  

Neben reichlich Explosionen, Action und vielen US-Flaggen ist die Produktplatzierung in den Filmen von Michael Bay ein Markenzeichen des Regisseurs. Und so ist es heutzutage nicht unüblich, dass viele Zuschauer in den Filmen von Michael Bay auch immer ein wachsames Auge für die nächsten Marken-Platzierungen haben. So schaute auch ein chinesisches Reiseunternehmen in “Transformers 4″ genau hin, konnte aber das eigene Logo nicht erblicken. Die Konsequenz: Klage!

Dass Michael Bay die Kooperation mit verschiedenen Marken sucht und diese prominent in seine Filme verbaut, wenn er dafür ihre Produkte zum Drehen bekommt, ist kein Geheimnis. Dabei muss man nicht einmal mit Adleraugen seine Filme gucken, oftmals werden die jeweiligen Marken direkt ins Bild gerückt. Natürlich bediente sich Bay auch bei “Transformers 4: Ära des Untergangs” dieser Methode. Scheinbar bekam aber ein Vertragspartner nicht das, was ihm eigentlich hätte zustehen müssen.

Das Unternehmen Wulong Karst Tourism verklagt die Produktionsfirmen von “Transformers 4″, Paramount Pictures und China Movie Channel, nun auf 27,7 Millionen US-Dollar, berichten die Kollegen von The Hollywood Reporter. Grund ist der, dass das Logo des vom Reiseunternehmen betriebenen Wulong Karst National Park im Film nicht zu erblicken war, obwohl man sich darauf geeinigt hatte, damit man den Park für die Dreharbeiten nutzen konnte.

Beide Parteien verharren auf ihr Recht

Das Unternehmen setzte nämlich mit der Logo-Platzierung auf zahlreiche neue Besucher, die einmal den Ort, an dem “Transformers 4″ unter anderem gedreht wurde, besuchen wollen würden. Nun wissen diese möglichen Besucher aber gar nicht, wo die Szenen denn spielen. Zudem habe man selbst 750.000 US-Dollar investiert, um die Dreharbeiten zu ermöglichen.

Auf der anderen Seite argumentieren die Anwälte der Produktionsfirmen, dass das Logo gefilmt wurde, es aber nicht in den finalen Film geschafft hat. Dafür habe Michael Bay einen Werbespot für den Nationalpark gedreht und das Produktionsteam die Kulissen vor Ort gelassen, die man nun dazu nutzen könnte, Besucher anzulocken.

Eine Entscheidung steht noch aus. Es darf aber davon ausgegangen werden, dass man sich auf einen Deal einigen wird, von dem beiden Seiten profitieren werden.

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