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Hayao Miyazaki Filme: „Der Junge und der Reiher“ und alle Anime-Meisterwerke des Ghibli-Gründers

Hayao Miyazaki Filme: „Der Junge und der Reiher“ und alle Anime-Meisterwerke des Ghibli-Gründers
© IMAGO / Landmark Media / Kyodo News

Hayao Miyazaki haben Fans viel zu verdanken. Als Regisseur und Drehbuchautor schuf er viele der beliebtesten Ghibli-Filme. Wir haben all seine Meisterwerke im Überblick.

Poster

Der Junge und der Reiher

Spielzeiten in deiner Nähe

Ohne Miyazaki wäre die (Film-)Welt garantiert völlig anders. Das von ihm und Isao Takahata gegründete Studio Ghibli ist für eine ganze Reihe großer Anime-Klassiker verantwortlich, die weit über Japans Grenzen hinaus Menschen emotional berührt haben. Bisher entstanden unter Miyazakis Führung seit 1979 elf Filme, der erste noch vor Gründung des berühmten Filmstudios. Die Anime von Hayao Miyazaki zählen zu den besten und bekanntesten Filmen von Studio Ghibli und wurden mehrfach preisgekrönt.

Den letzten Film des legendären Regisseurs und Ghibli-Gründers „Der Junge und der Reiher“ könnt ihr ab dem 4. Januar 2024 im Kino sehen. Ob das Abschlusswerk von Miyazaki überzeugt, erfahrt ihr in unserer spoilerfreien Kritik. Mehr zum Film erfahrt ihr weiter unten, einen ersten Eindruck verschafft euch der Trailer:

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Der Junge und der Reiher - Trailer Deutsch

Alle vorherigen Anime von Miyazaki als Drehbuchautor und Regisseur und andere Ghibli-Filme könnt ihr aktuell auf Netflix streamen. Wir haben für euch all seine Zeichentrick-Meisterwerke noch einmal im Überblick nach Erscheinungsjahr sortiert.

Holt euch die 10 Ghibli-Filme von Miyazaki in der Sammelbox

„Das Schloss des Cagliostro“ (1979)

Der erste Film von Hayao Miyazaki dürfte vielen Ghibli-Fans unbekannt sein, schließlich entstand dieser noch vor Gründung des berühmten Filmstudios. 1979 erschien mit „Das Schloss des Cagliostro“ als dritter Teil des in Japan beliebten „Lupin“-Franchise (inzwischen gibt es auch eine Netflix-Adaption der Meisterdieb-Geschichte) der erste Spielfilm unter Miyazakis Regie.

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Die Animation ist etwas weniger detailliert als in seinen späteren Filmen, aber sie hat immer noch jede Menge Stil und sieht großartig aus, wenn man bedenkt, dass sie mehr als 40 Jahre alt ist. Es ist einer der komödiantischsten Filme des Regisseurs, der auch viele Abenteuer- und Krimielemente enthält. Er folgt dem titelgebenden Dieb, der versucht, einen riskanten Raub durchzuziehen, der ihm eine große Menge an Schätzen einbringen könnte.

Wer sich das Regiedebüt der Anime-Legende ansehen möchte, kann „Das Schloss des Cagliostro“ bei Prime Video kaufen.

„Nausicaä aus dem Tal der Winde“ (1984)

Hayao Miyazakis Anime-Hit „Nausicaä aus dem Tal der Winde“ oder auch „Nausicaä - Prinzessin aus dem Tal der Winde“ markiert einen besonderen Punkt in Miyazakis Filmgeschichte, denn der finanzielle Erfolg dieses Werks machte die Gründung des Studio Ghibli möglich. Die in nur neun Monaten produzierte Manga-Adaption gelangte auch in die USA und nach Europa, wurde dort jedoch arg umgeschnitten und inhaltlich verändert. Mit dem brillanten Original kann die westliche Fassung nicht mithalten.

Der Anime-Film spielt nach einem apokalyptischen Krieg, der die Erde in eine karge Einöde verwandelt hat. Nur das Tal der Winde blieb bislang verschont. In dem harmonischen Paradies lebt Prinzessin Nausicaä mit ihrem Volk. Als eine grausame Macht das Tal einnehmen will, muss die Prinzessin für den Frieden eintreten.

Im Video zeigen wir euch zehn Empfehlungen der besten Anime-Filme, darunter zwei Ghibli-Filme und einer aus der Feder Miyazakis:

10 Anime-Filme, die ihr gesehen haben müsst

„Das Schloss im Himmel“ (1986)

„Das Schloss im Himmel“ ist der erste Zeichentrickfilm in Spielfilmlänge aus dem Hause Ghibli. Die Abenteuergeschichte handelt von dem Waisenjungen Pazu, der auf das Mädchen Sheeta trifft. Die ist während ihrer Flucht vor Piraten und Geheimagenten aus einem Luftschiff gesprungen, und nur ein blauer Stein um ihren Hals scheint sie davor bewahrt zu haben, bei der Landung zu Tode zu kommen. Nach und nach wird den beiden klar, weshalb das Mädchen von so vielen Leuten verfolgt wird: Sheeta ist nämlich die rechtmäßige Thronfolgerin der legendären fliegenden Insel Laputa!

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Durch den kommerziellen Erfolg dieses Films konnte das Studio Ghibli weitere Anime-Filme produzieren. Das vielschichtige, prächtig gestaltete Trickfilm-Märchen ist kein typischer Kinderfilm, sondern überraschend erwachsen. Auch heute noch absolut sehenswert!

„Mein Nachbar Totoro“ (1988)

Hayao Miyazakis „Mein Nachbar Totoro“ erzählt die Geschichte der Schwestern Satsuki und Mei, die mit ihrem Papa aufs Land ziehen, um näher bei ihrer sich in einem Krankenhaus befindenden Mutter zu sein. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit in ihrem neuen, gruseligen Haus begegnet Mei beim Spielen im Wald dem Wesen Totoro. Beide Mädchen schließen mit der großen Kreatur schnell Freundschaft…

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Der Film ist der japanische Kinderfilmklassiker schlechthin. Kritiker waren voll des Lobes für das Anime-Meisterwerk, das mit zig Auszeichnungen bedacht wurde. Das Totoro-Titellied ist zudem eines der bekanntesten Lieder in Japan überhaupt, und die Silhouette Totoros wurde zum Markenzeichen des Studio Ghibli.

„Kikis kleiner Lieferservice“ (1989)

Den ersten großen finanziellen Erfolg hatte das Studio Ghibli mit „Kikis kleiner Lieferservice“. In dem auf einem Kinderbuch von Eiko Kadono basierenden Film verlässt die junge Hexe Kiki ihre Familie, um eigenständig ihre Kräfte zu vervollständigen. So ganz ohne Unterstützung muss sie jedoch nicht auskommen, denn ihr Kater Jiji steht ihr mit Rat und Tat zur Seite. In der fremden Stadt gründet Kiki einen Lieferservice und lernt kurz darauf Tombo kennen, einen flugbegeisterten Jungen. Als Kiki Zweifel kommen und sie ihre Zauberkräfte verlassen, wird das Leben für die Nachwuchs-Hexe jedoch ziemlich kompliziert…

Der liebevolle Kinderfilm mit der abwechslungsreichen und originellen Handlung von Hayao Miyazaki war vollkommen zurecht der erfolgreichste japanische Film des Jahres 1989.

„Porco Rosso“ (1992)

Der Abenteuerfilm „Porco Rosso“ spielt im Italien der 20er Jahre, als Luftpiraten den Himmel noch unsicher machten. Der mutige Pilot Porco Rosso – halb Mensch, halb Schwein – schützt gegen Bezahlung Frachtflugzeuge vor den gierigen Piraten. Auf einem Flug nach Mailand kommt es zu einer Konfrontation mit dem amerikanischen Luftpiraten Curtis. Den Absturz überlebt Porco zwar, doch seine Maschine ist völlig zerstört. Ein befreundeter Ingenieur und dessen Enkelin Fiona beginnen sofort damit, das Flugzeug wieder in Schuss zu bringen – was ihnen mit Teamwork gelingt. Nun hat Porco die Chance, es Curtis heimzuzahlen…

Die Mischung aus kindlichem Zeichenstil, witzigem Slapstick und einer tieftragischen Geschichte weiß zu überzeugen. Ein weiteres Meisterwerk des großen Miyazaki.

„Prinzessin Mononoke“ (1997)

Das dramatische Märchen „Prinzessin Mononoke“ von Hayao Miyazaki erschien 1997 und war lange Zeit der in Japan erfolgreichste Film überhaupt. Diesen Rekord konnte 2001 ein weiterer Film Miyazakis, „Chihiros Reise ins Zauberland“, jedoch noch übertreffen. Doch nicht nur im Land der aufgehenden Sonne, sondern auch außerhalb Japans erhielt „Prinzessin Mononoke“ sehr viel Aufmerksamkeit.

Der mehrfach ausgezeichnete Anime spielt in einer Zeit, als in Japan die Götter noch regierten. Dort lebt die wilde Prinzessin Mononoke in einem riesigen Wald bei den Wölfen. Durch die unbarmherzig voranschreitende Zivilisation ist das friedliche Miteinander von Mensch und Tier jedoch gefährdet. Als die Menschen den Waldgott aus dem Gefecht ziehen wollen, um eine Neuordnung zu forcieren, versammeln sich die Tiere zu einer letzten großen Schlacht. In diesen tödlichen Konflikt gerät der junge Krieger Ashitaka – und nur in ihren Händen liegt die Macht, die drohende Katastrophe abzuwenden…

„Chihiros Reise ins Zauberland“ (2001)

Der internationale Durchbruch gelang Miyazakis Studio Ghibli 2001 mit dem Film „Chihiros Reise ins Zauberland“. In dem Märchen durchquert die kleine Chihiro zusammen mit ihren Eltern während eines Ausflugs einen dunklen Tunnel. Auf der anderen Seite stoßen sie auf die Stadt der Geister. Als Chihiros Eltern in Schweine verwandelt werden, muss das Mädchen alleine dafür sorgen, die Verwandlung rückgängig zu machen.

Der Anime ist der bislang erfolgreichste Film in Japan und zugleich der weltweit meistausgezeichnete Zeichentrickfilm überhaupt – unter anderem erhielt er 2003 den Oscar in der Kategorie „Bester Animationsfilm“ und den Goldenen Bären auf der Berlinale im Jahr 2002.

„Das wandelnde Schloss“ (2004)

Mit „Das wandelnde Schloss“ gelang Hayao Miyazaki zusammen mit dem Studio Ghibli ein weiterer Erfolgsfilm. Die Fantasy-Geschichte nach einem Roman der englischen Schriftstellerin Diana Wynne Jones hatte in Japan den erfolgreichsten Filmstart aller Zeiten und wurde 2006 sogar für einen Oscar in der Kategorie „Bester animierter Spielfilm“ nominiert.

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Im Mittelpunkt der Geschichte steht die liebenswerte und bescheidene Hutmacherin Sophie. Als sie auf ihrem Weg nach Hause von einem zudringlichen Soldaten belästigt wird, kommt ihr ein netter Mann zur Hilfe. Wie sich herausstellt, handelt es sich bei dem charmanten Herren um den Zauberer Hauro. Eine eifersüchtige Hexe, die ein Auge auf Hauro geworfen hat, belegt Sophie mit einem Fluch, der Sophie zur Greisin werden lässt. Statt zu resignieren, stellt Sophie sich ihrem Schicksal und begibt sich ins geheimnisvolle Niemandsland…

„Ponyo – Das große Abenteuer am Meer“ (2008)

In Hayao Miyazakis berührendem Anime „Ponyo – Das große Abenteuer am Meer“ hat das Goldfischmädchen Ponyo den großen Wunsch, ein Mensch zu werden. Durch Zufall trifft sie auf den fünf Jahre alten Sosuke, der ihr das Leben rettet. Die beiden freunden sich an, doch Ponyos Vater, ein mächtiger Zauberer im Meer, will sie zurückholen. Als die kleine Goldfischdame flieht und es ihr auch noch gelingt, zum Menschen zu werden, verändert sie das Gleichgewicht der Welt…

Der Film kam 2008 in die japanischen Kinos und wurde in insgesamt 481 Lichtspielhäusern gezeigt – ein Rekord. Wie schon Miyazakis vorherige Filme erreichte auch „Ponyo – Das große Abenteuer am Meer“ große Popularität.

„Wie der Wind sich hebt“ (2013)

In diesem Meisterwerk der Anime-Legende Hayao Miyazaki trifft der junge Jiro Horikoshi in einem Traum auf den italienischen Flugzeugingenieur Caproni, der ihm mitteilt, dass das Bauen von Flugzeugen besser sei als damit zu fliegen. Jiro nimmt sich diese Aussage zu Herzen und studiert Ingenieurswissenschaften. Dabei trifft er auf die attraktive Nahoko, die er alsbald heiratet. Jiro entwickelt sich zu einem erfolgreichen Konstrukteur von Kriegsflugzeugen, allerdings ist das Glück durch Nahokos sich stetig verschlechternde Gesundheit getrübt…

Der Anime-Film „Wie der Wind sich hebt“ entstand unter der Regie und nach dem Drehbuch von Hayao Miyazaki. Bereits zuvor hatte der Oscar-Preisträger und Gründer des Studios Ghibli angekündigt, dass dieses über fünf Jahre entwickelte Werk den Abschluss seiner großartigen Karriere markieren wird.

„Der Junge und der Reiher“ (2024): Der letzte Film von Hayao Miyazaki

Mit „Wie der Wind sich hebt“ hätte Miyazaki seine Laufbahn mit einem ganz großen Meisterwerk beendet, allerdings kehrt der Anime-Meister für einen letzten Film noch einmal aus der Rente zurück. Der langerwartete letzte Film von Miyazaki namens „Der Junge und der Reiher“ läuft ab dem 4. Januar 2024 in den deutschen Kinos.

„Der Junge und der Reiher“ basiert auf einem Roman von Genzaburo Yoshino aus dem Jahr 1937, das laut Studio Ghibli Miyazakis Lieblingskinderbuch sein soll. In der Geschichte geht es um einen 15-jährigen Jungen, dessen Vater kürzlich gestorben ist und der gern Unfug treibt. Die Handlung des Films blieb lange ein Mysterium, denn abgesehen von einem Poster gab es lange Zeit kein Promomaterial oder Trailer, um so wenig wie möglich vorwegzunehmen.

Das Abschlusswerk von Hayao Miyazaki spielt in Japan 1943 während des Zweiten Weltkriegs und erzählt die Geschichte von Teenager Mahito, der vom tragischen Tod seiner Mutter gezeichnet ist. Als Mahitos Vater die jüngere Schwester seiner Mutter heiratet, hat der Zwölfjährige es schwer, sich in sein neues Leben auf dem Land einzugewöhnen. Die Begegnung mit einem merkwürdigen Graureiher und das Buch „Kimitachi wa Dō Ikiru ka“, das ihm seine Mutter schenken wollte, wecken in dem Jungen die Hoffnung, dass sie noch leben könnte. Als auch noch seine Stiefmutter verschwindet, begibt sich Mahito auf eine magische und gefährliche Reise, um sie zu finden.

Wenn ihr die Meisterwerke von Hayao Miyazaki und Studio Ghibli gesehen habt, könnt ihr im Quiz euer Anime-Wissen unter Beweis stellen:

Ghibli-Quiz: Wie gut kennt ihr die kultigen Anime?

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