Chihiros Reise ins Zauberland

  1. Ø 5
   2001

Chihiros Reise ins Zauberland: Vom japanischen Walt Disney Miyazaki fabelhaft und familiengerecht animierte, märchenhafte Reise eines kleinen Mädchens in die heimische Götterwelt.

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Filmhandlung und Hintergrund

Chihiros Reise ins Zauberland: Vom japanischen Walt Disney Miyazaki fabelhaft und familiengerecht animierte, märchenhafte Reise eines kleinen Mädchens in die heimische Götterwelt.

Das kleine Mädchen Chihiro zieht mit ihren Eltern in eine ganz neue Stadt, wo ein neues Leben für sie beginnen soll. Was nach einem spannenden Schritt klingt, wird schnell ein großes Abenteuer. Im neuen Heimatort wird sie nicht so schnell ankommen, denn auf dem Weg dahin verfährt sich die Familie hoffnungslos und durch einen Tunnel scheinen sie in eine Art verlassenen Vergnügungspark zu kommen. Doch so verlassen scheint dieser Ort gar nicht zu sein, denn in den Restaurants tummelt sich unendlich viel Essen, was vor allem die Eltern von Chihiro besonders erfreut, die sich sofort über die schmackhaften Speisen hermachen. Doch Chihiro hat besseres im Sinn und streift ein wenig umher. Bei ihrer Erkundungstour trifft sie auf den Jungen Haku, der sie eindringlich warnt, diesen ach so verlassenen Ort pünktlich zum Einbruch er Dunkelheit wieder zu verlassen.

Als sie zu dem Restaurant zurückkehrt, in dem sich ihre Eltern an dem reichhaltigen Büfett bedient hatten, haben sich diese in Schweine verwandelt und die Nacht bricht langsam aber sicher an. Chihiro weiß nicht, was sie tun soll und bleibt in dieser anderen Welt. Umso dunkler es hier allerdings wird, umso gruseliger wird es auch.

Um Chihiro vor den Wesen zu schützen, die jetzt diese Welt bevölkern, bringt Haku Chihiro in ein Badehaus. Dort bekommt Chihiro Arbeit und ein großes und ereignisreiches Abenteuer beginnt, das das kleine Mädchen für immer verändern wird. Sie muss viele Abenteuer meistern, bis sie ihre Eltern wieder in den Arm schließen und vielleicht aus dieser Welt fliehen kann.

Das Animationsmeisterwerk aus dem Hause Ghibli gewann nicht nur den Oscar als bester Animationsfilm, sondern ist voller Verweise in die japanische Mythologie. Meisterregisseur Hayao Miyazaki liefert in diesem Fantasywerk seine vermeintlich beste Arbeit ab.

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Seine Sonderstellung im Pantheon des Animés unterstreicht Hayao Miyazaki, der japanische Walt Disney, auch mit seinem jüngsten Film, „Spirited Away“, der mit den technoiden Zukunftsutopien anderer Mangameister ebenso wenig zu tun hat wie mit dem eigenen vorangegangenem Zeichentrickhit, der extrem gewalttätigen Mythenschlachtplatte „Prinzessin Mononoke“ (der auf der Berlinale 1998 im Wettbewerb außer Konkurrenz vorgestellt worden war). Dass diese ebenso fantasievolle wie familiengerechte Reise eines kleines Mädchens in die Götterwelt in ihrem Heimatland mit einem Einspiel von etwa 230 Mio. Dollar zum erfolgreichsten japanischen Film aller Zeiten avancierte, verwundert nicht. Warum man diese Antwort auf „Alice im Wunderland“ allerdings mit einem Goldenen Bären auszeichnen musste, gibt ähnlich viele Rätsel auf wie der etwas wahllos fabulierende Film selbst.

    Tatsächlich wäre ein Sonderpreis, etwa für die technische Leistung oder künstlerische Vision, allemal genug gewesen, um Miyazakis Fiebertraum mit brachial angetackerter Umweltbotschaft ausreichend zu würdigen. Der beste Film im Angebot der Berlinale 2002 war „Spirited Away“ jedenfalls nicht (was sich mit Nachdruck auch über den bereits im britischen Fernsehen ausgestrahlten „Bloody Sunday“ sagen lässt). Das soll allerdings weder die künstlerischen Meriten noch die Unterhaltungsqualitäten dieses Kinderfilms schmälern, aber zu oft reiht Miyazaki seine bisweilen auch etwas infantilen Einfälle einfach nur beliebig aneinander, als dass man von einem Meisterwerk (wie es „Prinzessin Mononoke“ war) sprechen könnte. So erlebt man nach dem denkbar normalsten Intro eines Zeichentrickfilms aller Zeiten, in dem die Zeichner das Auto des Vaters der kleinen Heldin Chihiro beim Linksabbiegen an einer Kreuzung sogar den Gegenverkehr abwarten lassen (wozu die Mühe?), wie sich die Eltern nach dem Durchqueren eines verbotenen Tunnels in Schweine verwandeln und Chihiro, auf sich allein gestellt, ihren Weg weiter gehen muss. In einem großen Erholungsbad für müde Gottheiten und Dämonen trifft sie unter anderem auf mehrarmige Maschinisten, einen Stinkgott (Sinnbild für die Verschmutzung der Flüsse), wuselnde schwarze Flumibäusche, eine schrille Hexe und ihr bizarres Monsterbaby, das später in die niedlichste rosa Ratte der Filmgeschichte verzaubert wird, einen gesichtslosen Dämon namens Noface, der vermutlich die Versuchung des Menschen darstellen soll, und einen Jungen, der sich in einen Drachen verwandeln kann, aber tatsächlich ein Fluss ist. So weit, so gut. Das hält man, je nach Disposition, für einen Triumph unendlicher Fantasie über die Erzählkonvention oder einfach nur für absurden Quatsch, die unfokussierte, megalomanische Grille eines Altmeisters, der übers Ziel hinausschießt. Besonders zwingend ist das Ganze jedenfalls trotz der stets hervorragenden Umsetzung (selten sah klassische Folienanimation so hinreißend aus) und manch erquicklicher Szenen nicht unbedingt. Vielleicht bedarf es aber auch einfach nur eines gewissen Hintergrundwissen über japanische Mythen und Gottheiten, um den Reiz dieses mäandernden Märchens in seiner Komplettheit zu begreifen. ts.

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