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Nur noch ein Film: Deutscher Hollywood-Regisseur Roland Emmerich verkündet Karriereende

Nur noch ein Film: Deutscher Hollywood-Regisseur Roland Emmerich verkündet Karriereende
© Imago/Zuma Press

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Über Jahrzehnte sorgte er als „Master of Disaster“ für spektakuläres Blockbusterkino. Nun hat Roland Emmerich genug. Er wolle nur noch einen Film drehen.

Er hat Will Smith und Jeff Goldblum in den Kampf gegen außerirdische Invasoren geschickt, Kurt Russell durch das Stargate marschieren lassen, Godzilla eine CGI-Diät verpasst und die Welt mehr als einmal komplett in Schutt und Asche gelegt: Kein Wunder, dass der erfolgreichste deutsche Regie-Export Roland Emmerich in den USA als „Master of Disaster“ bezeichnet wird.

Doch damit dürfte bald Schluss sein, denn wie der 67-Jährige gegenüber der Bild am Sonntag wissen ließ, habe er schon bald vor, seine Karriere zu beenden. Nur noch einen Film wolle er drehen, einen letzten – wie sollte es anders sein – Katastrophenfilm. Mit dem wolle er die Menschen „wachrütteln“. Die Ausmaße des Klimawandels sind schon heute dramatisch und resultieren in Extremwetter und Naturkatastrophen wie Dürren, Waldbränden, aber auch Kälteeinbrüchen und Überschwemmungen. Das wiederum hat direkte Auswirkungen auf den Lebensraum. Nach einer Schätzung der Weltbank könnte es bis 2050 über 143 Millionen Klimaflüchtlinge geben.

Diese Völkerwanderung der Klimaflüchtlinge, die durch Wasserknappheit, Hunger und Hitze an ihrem Geburtsort nicht mehr überleben könnten, solle das Thema seines letzten Filmes werden. Denn, so der Filmemacher, die Menschen ließen sich nur dann wachrütteln, wenn sie sich „vor etwas ganz schrecklich fürchten“. Bis es allerdings so weit ist, dürften noch zwei, drei Jahre ins Land ziehen.

Zuletzt legte Emmerich allerdings eine massive Bruchlandung mit seinem jüngsten Sci-Fi-Katastrophenfilm „Moonfall“ hin. Trotz Starbesetzung mit Halle Berry und Patrick Wilson sowie dem Emmerich-typischen Spektakel spielte „Moonfall“ gerade mal 59 Millionen US-Dollar weltweit ein – der größte Flop des Kinojahres und einer der größten Flops aller Zeiten. Gut möglich, dass dieser Absturz in Emmerich etwas bewegt hat. Falls ihr jetzt Lust auf Weltuntergangsfilme haben solltet, werft einen Blick in unser Video.

Roland Emmerich: Der schwäbische Spielbergle aus Sindelfingen

Heute bedient Roland Emmerich seine eigene Nische und trägt einen eigenen „Titel“, wenn man so will. Zu seinen Anfängen wurde der aus der Umgebung Sindelfingen stammende Filmemacher häufig als schwäbischer Spielbergle bezeichnet, eine Anspielung auf den US-amerikanischen Star-Regisseur Steven Spielberg. Tatsächlich war es Spielbergs Sci-Fi-Film „Unheimliche Begegnung der dritten Art“, der Emmerichs weiteren Weg entscheidend beeinflussen sollte, wie er selbst über Twitter verriet:

„Als ich Steven Spielbergs ‚Unheimliche Begegnung der dritten Art‘ in den späten Siebzigern in einem großen Kino sah, veränderte sich etwas in mir. Von diesem Moment an wollte ich an genau solchen Filmen beteiligt sein. Es ist noch immer mein liebster Film.“

Noch während seiner Zeit in Deutschland wirkten seine Filme wie „Das Arche Noah Prinzip“ und „Moon 44“ eher wie Hollywood-Produktionen, die auf ein internationales Publikum abzielten. Da ließ der Ruf aus Hollywood nicht lange auf sich warten. Nach seiner Feuertaufe mit dem Actionfilm „Universal Soldier“ und dem Sci-Fi-Abenteuer „Stargate“ gelang Emmerich mit „Independence Day“ der Durchbruch.

Ein echter Roland-Emmerich-Geheimtipp: „Anonymus“ könnt ihr über Amazon streamen

Auch wenn Emmerich seit dem 2004er-Katastrophenfilm „The Day After Tomorrow“ fast ausschließlich mit diesem Genre in Verbindung gebracht wird, hat er mit „Anonymus“ und „Stonewall“ auch dramatische Werke abgeliefert. Man darf durchaus gespannt sein auf Emmerichs Schwanengesang.

Roland Emmerichs große Karriere begann in den 1980er-Jahren. Wie gut kennt ihr euch mit diesem fantastischen Film-Jahrzehnt aus? Testet euer Wissen:

80er-Quiz: Könnt ihr die Filme des Jahrzehnts an nur einem Bild erkennen?

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