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„Nee“: Deutscher Hollywood-Regisseur fällt hartes Urteil zum Netflix-Hit „Don't Look Up“

„Nee“: Deutscher Hollywood-Regisseur fällt hartes Urteil zum Netflix-Hit „Don't Look Up“
© Netflix/Niko Tavernise

Mit „Moonfall“ macht Roland Emmerich die Erde auf der Leinwand einmal mehr kaputt. In einem Interview äußerte er sich auch zum Netflix-Film „Don’t Look Up“.

– Achtung: Es folgen Spoiler zu „Don’t Look Up“ –

Roland Emmerich, Deutschlands wohl erfolgreichster Filmemacher in Hollywood, kehrt ab dem 10. Februar 2022 mit „Moonfall“ in die Kinos zurück. Und der Film wirkt wie eine Mischung seiner erfolgreichsten Filme „Independence Day“ und „2012“. Darin wird der Mond durch eine mysteriöse Kraft aus seiner Umlaufbahn geworfen und auf Kollisionskurs mit der Erde geschickt. Nur die Astronaut*innen Jo Fowler (Halle Berry) und Brian Harper (Patrick Wilson) sowie Verschwörungstheoretiker K.C. Houseman (John Bradley) sind noch in der Lage, die Katastrophe abzuwenden. Dabei stellt sich heraus, dass der Mond nicht das ist, wofür ihn die Menschen gehalten haben.

Die bisherigen Trailer dürften Fans des Master of Disaster gefallen haben, denn sie versprechen einen Katastrophenfilm, der all das vereint, wofür man Emmerich liebt: Zerstörung pur mit jeder Menge Schauwerte. Aber während „Independence Day“ in erster Linie unterhalten sollte, dienten die massiven Vernichtungsorgien in „The Day After Tomorrow“ und teilweise in „2012“ als erschreckende Warnung vor dem, was auf die Menschen zukommen könnte.

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Einen gänzlich anderen Weg ging der Netflix-Film „Don’t Look Up“. Adam McKays Weltuntergangssatire mit Starbesetzung (Leonardo DiCaprio, Jennifer Lawrence, Cate Blanchett, Meryl Streep, Timothée Chalamet, Jonah Hill und Mark Rylance) konzentrierte sich weniger auf die gewaltigen Auswirkungen des Meteoriteneinschlags, sondern mehr auf die Gier der Menschen und die erschreckende Teilnahmslosigkeit der Todgeweihten.

Für Emmerich hat der Film dennoch seinen Zweck, das Publikum wachzurütteln, verfehlt, wie er gegenüber The Hollywood Reporter wissen ließ:

„‚The Day After Tomorrow‘ war seiner Zeit voraus, und ich fürchte, ‚Don‘t Look Up‘ wird gar nichts ausrichten. Man muss die Leute wirklich, wirklich erschrecken. Und am Ende [von ‚Don‘t Look Up‘]… sie alle sitzen da und essen und das war’s. Und dann eine sehr witzige Szene mit Meryl Streep. Mir war es ziemlich egal, mit all den großen Schauspieler*innen und allem. Nee.“

Ein ziemlich hartes Urteil von Emmerich. Allerdings wird seine Meinung offenbar von anderen geteilt: Auf der Bewertungsseite Rotten Tomatoes hat „Don’t Look Up“ gerade mal eine durchschnittliche Kritiker*innenbewertung von 56 Prozent, das Publikum vergab immerhin noch 78 Prozent. Emmerichs Kritik bezieht sich auch wohl nicht auf den Film an sich, sondern auf diese letzte, humorvoll gedachte Szene, die quasi die bis dahin erzeugte Stimmung direkt wieder aufhebt. Und nicht selten ist es nun mal der letzte Eindruck, der bleibt. Welche Weltuntergangsfilme wirklich ausgezeichnet sind, erfahrt ihr in unserem Video.

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Roland Emmerich hat schon weitere Projekte in Aussicht

Mit „Moonfall“ wird Emmerich das Publikum und die Menschheit an sich wohl kaum aufrütteln wollen, dafür kann man sich auf eine hoffentlich gelungene Popcorn-Unterhaltung freuen, die einfach nur gut unterhalten will. Einen solchen Film hat der 66-Jährige schon seit einer Weile nicht mehr inszeniert. „Midway – Für die Freiheit“ war zwar bombastisch, aber für eine historisch angehauchte Geschichte zu unpersönlich. Das galt auch – überraschenderweise – für das Drama „Stonewall“.

Und so wie es aussieht, hat Emmerich nach „Moonfall“ wieder Lust auf einen kleineren Film. Das zumindest deutet er an, als er auf seine nächsten möglichen Projekte angesprochen wird. So habe er drei Drehbücher, die er nur allzu gerne verfilmen würde:

„Bei einem Film geht es um eine Verwechslung, bei der ein junger Schriftsteller ein ganzes Filmset um 1919 herum in Beschlag nimmt, etwas, das ich schon immer machen wollte. Ich habe diese Geschichte des einzigen guten Konquistadors und einen Film mit dem Titel ‚Happy Birthday, Mr. President‘, der in den 1960ern spielt und vom Tod von Marilyn Monroe handelt.“

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