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Neues Urteil: Illegales Streamingportal kinox.to bleibt weiterhin gesperrt

Neues Urteil: Illegales Streamingportal kinox.to bleibt weiterhin gesperrt

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Wer auf illegale Streaming-Portale zugreift, macht sich strafbar. Und trotzdem ist das Angebot von kinox.to, Movie4k & Co. verlockend. Selbst seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofes im April letzten Jahres, das das illegale Streamen unter Strafe stellt, greift immer noch eine Vielzahl von Usern auf die entsprechenden Plattformen zurück. Der Internetprovider Vodafone geriet deswegen bereits im März dieses Jahres zwischen die Fronten. Ein neues Urteil hat kinox.to jetzt erneut in die Schranken gewiesen.

Im Februar 2018 erwirkte Constantin Film eine einstweilige Verfügung beim Landgericht München, in deren Folge der Internetanbieter Vodafone seinen Kunden den Zugang zum illegalen Streaming-Portal kinox.to sperren musste. Eine Entscheidung, die Vodafone so nicht akzeptieren wollte. Das Unternehmen legte deswegen im März dieses Jahres Berufung gegen das Urteil ein.

Als Begründung gab Vodafone an, dass die Sperrung die Rechte der eigenen Kunden massiv einschränken würde und man als Provider nicht dafür verantwortlich sei, Urheberrechte im Netz zu prüfen und durchzusetzen: „Nach geltendem Recht kann Vodafone nicht verpflichtet werden, Urheberrechtsverletzungen im Internet durch Sperren einzudämmen. Eine Sperrung darf nur aufgrund einer ausdrücklichen gesetzlichen Grundlage erfolgen“, so die Pressesprecherin des Unternehmens. Ein neues, am Freitag veröffentlichtes Urteil hat jetzt zugunsten von Constantin Film entschieden.

Vodafone muss kinox.to weiterhin sperren

Wie die RP Online berichtet, ist Vodafone weiterhin verpflichtet, seinen Kabelkunden den Zugang zu kinox.to zu sperren. Das kürzlich bekannt gewordene Urteil des Oberlandesgerichts München bestätigt damit die Entscheidung des Landgerichts München I, wonach Vodafone dazu verpflichtet war, das illegale Streamen des Films „Fack Ju Göhte 3“ zu verhindern, an dem Constantin Film die Rechte besitzt. In Folge des Urteils hatte Vodafone eine Umleitung eingerichtet, die die Kunden auf eine Sperrseite des Unternehmens führte, sobald sie die Seite von kinox.to aufriefen. Diese sogenannte DNS-Umleitung muss Vodafone nun weiterhin aktiviert lassen.

Vodafone selbst zeigt sich vom Urteil enttäuscht und ist durchaus bereit, weitere Schritte einzuleiten: „Wir bedauern sehr, dass das OLG München der Auffassung von Vodafone nicht gefolgt ist und dem Antrag von Constantin zur Sperrung der Angebote des Portals „kinox.to“ für Internetkunden der Vodafone Kabelsparte stattgegeben hat.“ Man wolle nun prüfen, ob weitere juristische Schritte möglich sind, um die vom OLG verhängte Sperrung wieder aufheben zu können.