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Ryan Reynolds erklärt seinen ersten, miesen Auftritt als "Deadpool"

Spätestens seit dem Kinostart von “Deadpool” sind sich Fans und Kritiker weitgehend einig: Ryan Reynolds ist die perfekte Besetzung für die Rolle. Er hat den notwendigen Schelm im Nacken, weiß als selbsterklärter Fan der Comics, worauf es bei der Figur ankommt und von seiner Statur her passt es ebenfalls. Da könnte glatt in Vergessenheit geraten, dass er Deadpool bereits einmal spielte und dafür Spott und Häme abbekam. 

Alles könnte so schön sein: Ryan Reynolds, Fan der Comics, erhält endlich die Chance, seinen Helden in “Deadpool” zu spielen und die Mehrheit feiert ihn für seine Leistung. Ja, es könnte so schön sein, wenn man vergessen könnte, wie der erste Versuch ablief. Wir schreiben das Jahr 2009, der Film “X-Men Origins: Wolverine” kommt in die Kinos und darin zu sehen ist Ryan Reynolds, der – richtig – Deadpool spielt.

Nur hatte dieser Deadpool aber mal so gar nichts mit der Vorlage zu tun. Dem Söldner mit der großen Klappe wurde der Mund zugenäht, er konnte Laser mit seinen Augen verschießen, sich teleportieren und… ach, lassen wir das. Alles in allem: Es war eine Verballhornung des Originals und erzürnte völlig zu recht die Fans. Doch wieso hat der Deadpool-Fan Ryan Reynolds dabei mitgespielt? Diese Frage beantwortete der Schauspieler selbst in einem Interview für Talks at Google

“Sie haben seinen Mund zugenäht, ließen Laser aus seinen Augen schießen. Er hatte komische Klingen, die aus seinen Händen flogen. Ich habe gesagt, ‘Das wird einige Leute verärgern. Das ist nicht Deadpool” und sie meinten praktisch ‘Nun gut, du kannst ihn spielen oder wir holen jemand anderen, der ihn spielen wird’. Deswegen war das für mich… Ich wurde ein bisschen erpresst.”

Laut eigener Aussage war Ryan Reynolds also alles andere als zufrieden mit der Darstellung von Deadpool und wusste bereits, dass dies einige Leute verstimmen würde. Letztlich überwiegte wohl schlicht der Wunsch, Deadpool zu spielen, selbst wenn es in einer pervertierten Version geschehen würde. Dass er die Figur in “Deadpool” nun so spielen konnte, wie er es eigentlich beabsichtigt hat, könnte demnach als klassisches Happy End bezeichnet werden.

Das gesamte Interview könnt ihr euch hier ansehen, die entsprechende Passage – garniert mit einigen Schimpfwörtern – ist ab Minute 18:52 zu betrachten.

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