R-Rating und PG-13: Was bedeuten die US-Altersfreigaben?

Gregor Elsholz |

Die Altersfreigaben in den USA unterscheiden sich von den deutschen FSK-Standards. Wir erklären euch die Bedeutung von R-Rating, PG-13 und Co.

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Während in Deutschland die Freiwillige Selbstkontrolle der Filmwirtschaft (FSK) für die Einschätzung von Filmen sowie die daraus folgende Altersfreigabe zuständig ist, übernimmt diese Aufgabe in den USA die Motion Picture Association of America (MPAA). Obwohl die beiden Institutionen einige Ähnlichkeiten aufweisen, gibt es in den Bewertungssystemen trotzdem gravierende Unterschiede. Wir beleuchten für euch die zentralen Aspekte der Alterseinstufung und klären die wichtigsten Begriffe wie R-Rating und PG-13.

R-Rating und PG-13: Das sind die Kategorien der MPAA

Die Altersfreigabe kann in den USA auf eine lange und bewegte Geschichte zurückblicken: Die MPAA wurde bereits 1922 gegründet und etablierte in den 1920er Jahren einen streng-konservativen Codex, der von Hollywood-Filmemachern eingehalten werden musste – ansonsten drohten Zensur oder ein Veröffentlichungsverbot. Während der Codex in den 1950er Jahren nach und nach aufgeweicht wurde, etablierte die MPAA 1968 schließlich ein Einstufungssystem, das an seine Stelle trat. Filme wurden nun in eine dieser vier Rating-Kategorien eingeteilt:

  • G („General Audiences“): Filme für alle Altersgruppen.
  • M („Mature Content“): Filme mit erwachseneren Inhalten.
  • R („Restricted“): Filme, die Jugendliche unter 17 Jahren nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten sehen durften.
  • X („Sexually Explicit“): Filme mit explizit sexuellen Inhalten.

Dieses System wurde in der Folge weiterentwickelt und seit 1996 werden Filme in den USA in fünf Rating-Kategorien eingestuft:

  • Rated G („General Audiences“):  Diese Filme sind für alle Altersgruppen freigegeben. Das Rating entspricht der deutschen FSK-Einschätzung „ab 0 freigegeben“.
  • Rated PG („Parental Guidance Suggested“): Bei diesen Filmen wird eine elterliche Anleitung für Kleinkinder empfohlen. Das Rating entspricht im Wesentlichen der deutschen FSK-Einschätzung „ab 6 freigegeben“.
  • Rated PG-13 („Parents strongly cautioned“): Bei diesen Filmen werden Eltern gewarnt, dass einige Inhalte nicht für Kinder unter 13 Jahren geeignet sein könnten. Das Rating ist also etwas strenger als die deutsche FSK-Einschätzung „ab 12 freigegeben“.
  • Rated R („Restricted“): Diese Filme dürfen von Jugendlichen unter 17 Jahren nur in Begleitung eines Erziehungsberechtigten gesehen werden. Das Rating ist also etwas strenger als die deutsche FSK-Einschätzung „ab 16 freigegeben“.
  • Rated NC-17 („No one 17 and under admitted“): Diese Filme haben keine Jugendfreigabe erhalten und dürfen erst ab 18 Jahren gesehen werden. Das Rating entspricht demnach der deutschen FSK-Einschätzung „ab 18 freigegeben“.

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R-Rating und PG-13: Kritik an der Altersfreigabe

Bei der Bestimmung der Altersfreigabe von Filmen werden unterschiedliche Aspekte zu Rate gezogen. Gewalt, Sex, Kraftausdrücke und Drogenmissbrauch zählen in der Regel zu den einflussreichsten Faktoren, die zu einem höheren Rating der MPAA führen. Allerdings wird das System selbst von vielen Akteuren der Filmbranche als intransparent und inkonsequent kritisiert – und das schon seit Jahrzehnten. Grund dafür sind die oftmals willkürlich wirkenden Argumente, die einige Filme mit einem R-Rating und andere Filme mit einem PG-13-Rating einstufen. Insbesondere das Verhältnis zwischen Sprache und Nacktheit im Gegensatz zu dargestellter Gewalt wird häufig kritisiert. Gewaltdarstellungen in Actionfilmen werden von der MPAA in der Regel als deutlich harmloser eingeschätzt als sexuelle Inhalte oder Kraftausdrücke. Diese Einstufung wird von der deutschen FSK wiederum umgekehrt gespiegelt: So kann es vorkommen, dass einige Actionfilme in den USA ein PG-13-Rating erhalten und in Deutschland erst ab 16 Jahren freigegeben werden, während Filme mit nackter Haut in den USA oft mindestens ein R-Rating erhalten, in Deutschland aber oft schon ab 16 oder je nach Kontext sogar ab 12 freigegeben sind.

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