Sacha Baron Cohen Poster

Trailer: Sacha Baron Cohen stellt Anti-Trump-Film in Aussicht

Marek Bang  

Jak se máš? Vor 12 Jahren überschritt der britische Komiker Sacha Baron Cohen mit seiner bissigen Satire „Borat“ viele Grenzen und machte sich an zahlreichen Orten der Welt Feinde. Jetzt hat der umstrittene Filmemacher einen kurzen Teaser veröffentlicht, der anscheinend einen neuen Film ankündigt. Der Inhalt des Videos ist nicht minder brisant als damals. 

Die kasachische Regierung sah ihr Land verunglimpft, das Europäische Zentrum für Antiziganismusforschung erstattete Anzeige und auch am rumänischen Drehort gab es aufgebrachte Proteste gegen die Kunstfigur Borat Sagdiyev. Dennoch sind es vor allem die US-Amerikaner, die in der Mockumentary „Borat“ bloßgestellt werden. Während Sacha Baron Cohen Klischees über Osteuropa und Co. so dermaßen überzeichnet, dass es eigentlich gar keinen Grund gibt, dagegen zu protestieren, sind es die gewöhnlichen US-Bürger, die ihr wahres Gesicht vor der Kamera zeigen. Das ist das eigentlich erschreckende an dem Film, der 2006 das Publikum spaltete.

Jetzt scheint ein neues Projekt auf uns zu warten, zumindest wenn man dem Video Glauben schenkt, dass Sacha Baron Cohen am US-amerikanischen Unabhängigkeitstag veröffentlichte. Die darin verwendeten Szenen mit US-Präsident Donald Trump sind nicht gestellt, sondern zeigen den umstrittenen Politiker während einer verbalen Attacke gegen den Komiker vor einiger Zeit. Darin wünscht er Cohen einen Krankenhausaufenthalt und rät ihm, noch einmal eine Schule zu besuchen. Dessen Antwort findet ihr im Video:

Spielt der neue Film von Sacha Baron Cohen wirklich an der Trump-Universität?

Donald Trump und Sacha Baron Cohen haben sich bereits zu Zeiten getroffen, als der britische Komiker noch als Ali G provozierte. Freunde geworden sind die beiden danach nicht. Ob der Teaser tatsächlich einen neuen Film im halbdokumentarischen „Borat“-Stil ankündigt, darf allerdings bezweifelt werden. Die Trump-Universität, die Crashkurse zu den Themen Unternehmensgründung, Vermögensverwaltung, Vermögensvermehrung und Immobilienhandel verkaufte, existierte nur fünf Jahre und stellte 2010 den Betrieb ein. Sollte sie tatsächlich als Setting des Films dienen, müsste dieser also ein rein fiktiver Film sein wie etwa „Der Diktator“.

Denkbar ist natürlich auch, dass es sich bei dem Video „nur“ um eine Antwort auf den Angriff von Donald Trump handelt, der dem Komiker empfahl, eine Schule zu besuchen. Was auch immer hinter dem Video steckt, wir bleiben gespannt und hoffen auf Großes.

News und Stories

Kommentare