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„Die Ringe der Macht“: Ein Buch, das alles vereint, was ihr für das Zweite Zeitalter braucht

„Die Ringe der Macht“: Ein Buch, das alles vereint, was ihr für das Zweite Zeitalter braucht
© Amazon Studios

Wer die literarische Grundlage zur neuen „Der Herr der Ringe“-Serie sucht, wird nicht im großen „Herr der Ringe“-Roman fündig. Das Zweite Zeitalter wird andernorts beschrieben.

Poster Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht

Der Herr der Ringe: Die Ringe der Macht

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Ab dem 2. September 2022 ist die langerwartete Amazon-Produktion „Die Ringe der Macht“ auf Grundlage der Bücher von J.R.R. Tolkien endlich online. Die Folgen werden wöchentlich erscheinen, es bleibt also dem geneigten Publikum genug Zeit, sich des Inhalts auch in schriftlicher Form anzunehmen und somit die Wartezeit auf die nächste Episode höchst angenehm zu überbrücken. Aber was sollt ihr lesen?

Lesereihenfolge für absolute Neueinsteiger

Eigentlich kommt an Tolkiens monumentalem Fantasy-Epos, „Der Herr der Ringe“, niemand vorbei. Die meisten werden sicherlich schon Peter Jacksons Filmreihe gesehen haben. Wer aber jetzt doch erstmals erwägt, sich mit Mittelerde und seinen Bewohner*innen der verschiedenen Spezies literarisch auseinanderzusetzen, sollte mit dem dreiteiligen Roman „Der Herr der Ringe“ starten, denn dort gibt es die notwendige Einführung in diese Welt und ihre Geschichte. Wer die Bücher nicht im englischen Original lesen möchte, findet zwei verschiedene deutsche Übersetzungen vor. Margaret Carroux hat ihrerzeit versucht, die altertümliche Färbung der Sprache zu erhalten, Wolfgang Krege hat sich hingegen entschieden, das Werk sprachlich zu aktualisieren. Beide Varianten enthalten natürlich auch die Anhänge und Register, die euch zumindest schon auf Ereignisse im Zweiten Zeitalter hinweisen, in dem die Serie spielt.

Wenn ihr die drei Bände geschafft habt, könnt ihr euch „Der kleine Hobbit“ vorknöpfen, der zeitlich etwas über ein halbes Jahrzehnt vor „Der Herr der Ringe“ spielt. Auch dieses Werk, das vor allem als Kinderbuch gedacht war und euch zum Zweiten Zeitalter keine weiteren Erkenntnisse bringt, wurde als Triologie von Peter Jackson für die große Leinwand verfilmt. Als Taschenbuch bekommt ihr eine von Walter Scherf übersetzte Ausgabe für rund 12 Euro.

Zur zeitlichen Einordnung der Serie hilft dieses Video weiter:

„Die Ringe der Macht“: Welches Buch ist die Grundlage?

Wer hofft, einen ähnlichen Roman wie „Der Herr der Ringe“ oder „Der Hobbit“ als Grundlage zur ersten Staffel von „Die Ringe der Macht“ vorzufinden, wird eher enttäuscht sein. Tolkien hat zu Lebzeiten „nur“ diese beiden Geschichten veröffentlicht. Zum Zweiten Jahrhundert könnt ihr aber im zu seinen Lebzeiten veröffentlichtem „Der Herr der Ringe“-Roman-Anhang schon Informationen finden. Dieser Anhang ist auch das Einzige, worauf sich die Amazon-Serie wirklich beziehen kann, ohne Probleme mit den Rechten zu bekommen. Denn Amazon hat 250 Millionen Dollar nur für die Rechte am Anhang von „Der Herr der Ringe“ zu erwerben. Daher werdet ihr in der Serie auch mit vielen Figuren konfrontiert, die Tolkien nicht erfunden hat. Amazon hilft euch aber weiter, die Orientierung zu behalten, worauf sich Szenen in der Serie beziehen, denn wenn ihr beim Abspielen auf dem Computer über die Screen hovert, werden euch nicht nur die üblichen Infos über die Darsteller*innen gegeben, sondern auch gezeigt, welche Literatur zur Grundlage genutzt wurde.

In seinem Nachlass befanden sich aber etliche weitere Texte und literarische Fragmente, die sich mit Mittelerde auseinandersetzen. Christopher Tolkien hat diese Hinterlassenschaft seines Vaters durchgearbeitet und nach dessen Tod noch weitere Bücher, in denen der Kontinent, die Welt und seine Geschichte detailliert weiter beschrieben werden. Daraus entstand neben „Nachrichten aus Mittelerde“ und „History of Middle-earth“ auch „Das Silmarillion“, das kurz nach seinem Erscheinen die bekannte Rock-Band „Marillion“ zu ihrer Namensgebung inspirierte. Darin findet sich viel dicht gewebter Stoff über Mythologie und Geschichte von Mittelerde. Es ist kein Roman in diesem Sinne, sondern mehr eine Chronik, die Geschichten erzählt und zwar vornehmlich aus dem Ersten Zeitalter. Aber auch der Zeit, in der die neue Serie spielt, dem Zweiten Zeitalter, ist dort ein Kapitel gewidmet. Um sich wirklich tief in Mittelerde zu verwurzeln, ist „Das Silmarillion“ der richtige Weg. Als gebundenes Buch könnt ihr die fast 600 Seiten für 27 Euro erwerben, als eBook ist es schon ab 15,99 Euro zu haben.

Aufgepasst: Neue Textsammlung zum Zweiten Zeitalter ab November 2022 im Handel

Sicherlich nicht ganz zufällig kommt im November diesen Jahres ein neues Buch auf den Markt. „Der Untergang von Númenor und andere Geschichten aus dem Zweiten Zeitalter von Mittelerde“. Die englische und die deutsche Fassung sollen gleichzeitig erscheinen. Der Herausgeber ist Brian Sibley, nach dem Tode von Tolkiens Sohn Christopher, einer der großen Tolkien-Kenner. Ausgehend von der Zeittafel in den Anhängen von „Der Herr der Ringe“ hat Sibley die Texte zum Zweiten Zeitalter sortiert. Dabei wurden alle sowohl schon in anderen Büchern erschienene Texte und Passagen sowie unveröffentlichte Texte aus dem Nachlass Tolkiens zum Zweiten Zeitalter chronologisch sortiert. Die gebundene Ausgabe soll etwas mehr als 400 Seiten stark sein und enthält Illustrationen von Alan Lee, der als Konzeptkünstler auch bei Peter Jacksons Produktionen mitwirkte und als solcher auch bei „Ringe der Macht“ tätig war. Das Buch erscheint am 10. November 2022 und kann für 28 Euro schon vorbestellt werden. Es versammelt alle Schriften, die über die Zeit berichten, in der die Vorfahren Aragorns ein mächtiges Menschenreich errichteten, Sauron seinen Aufstieg und seinen ersten Fall erlebte und die legendären Ringe der Macht schmiedete und ist daher die perfekte Ergänzung zu den Ereignissen in der neuen Fantasy-Serie.

Hörbuch „Das Silmarillion“ kostenlos bekommen

Wer sich schon mal auf die Neuerscheinung im November vorbereiten will, kann sich mit dem „Silmarillion“ perfekt die Zeit vertreiben. Falls ihr Audible noch nie benutzt habt, bekommt ihr das Buch in der kostenlosen Testphase sogar geschenkt. Für Abonnent*innen wird ein Guthaben fällig oder der Kauf für 12,99 Euro. Zu dem Hörbuch gibt es auch eine PDF-Datei mit weiterem Material. Auch wenn ihr in der Probephase kündigt, bleibt das Hörbuch in eurem Besitz. Auf Audible gibt es auch noch ein weiteres spannendes Stück Tonkunst rund um Tolkien und „Der Herr der Ringe“. Eine Aufsatzsammlung zur Philosophie in den Romanen, die auf viele Charaktere und ihre moralischen Entwicklungen eingeht. Wer also besser argumentieren will, warum Galadriel sehr toll ist, kann in diesem Buch schnell einiges abstauben. „Der Herr der Ringe und die Philosophie“ gibt es als Hörbuch für ein 1-für-2-Guthaben, dauert etwas über vier Stunden und wird von Timmo Niesner sehr unterhaltsam gelesen. Ihr könnt es natürlich auch selber lesen.

Wer es nicht genau auf bestimmte Werke abgesehen hat, sondern sich Tolkien allgemein hörend nähern möchte, kann sich auch bei Bookbeat umschauen. Hier abonniert ihr eine Flatrate und könnt vor allem auf englisch einiges von und über Tolkien anhören. Auch Bookbeat bietet einmalig einen kostenlosen Test für einen Monat an. Aber Achtung: Das Abo-Modell funktioniert hier ganz anders. Ihr bucht 25 oder 100 Hörstunden und zahlt dann monatlich knapp 10 oder 15 Euro im Monat für die Flatrate. Für Menschen, die bei Hörbüchern gerne auch mal einschlafen und somit auch die Stunden herumkriegen, ist dies bedenkenswert.

„Herr der Ringe“-Quiz: Wie gut kennt ihr Hobbits, Elben und Orks?

 

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