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Marvel-Regisseur wechselt endgültig zu DC über – und wird da zum Film-Boss

Marvel-Regisseur wechselt endgültig zu DC über – und wird da zum Film-Boss
© Imago/Everett Collection

Warner Bros. Discovery hat zwei neue Bosse für die DC-Sparte ernannt: James Gunn und Peter Safran werden die nächsten Jahre des DC-Universums verantworten.

Just hat James Gunn über Twitter den Trailer zu seinem kommenden „Guardians of the Galaxy Holiday Special“ veröffentlicht. Der Kurzfilm, der ab dem 25. November 2022 über Disney+ zur Verfügung stehen wird, soll die Wartezeit bis zum Kinostart von „Guardians of the Galaxy Vol. 3“ am 3. Mai 2023 überbrücken.

Doch die eigentliche Bombast-Nachricht in Bezug auf James Gunn stammt nicht etwa aus dem Marvel Cinematic Universe (MCU), sondern aus dem Konkurrenzlager: Wie Warner Bros. Discovery soeben verkündet hat (via The Hollywood Reporter), hat das sich im Aufwind befindliche DC Extended Universe (DCEU), auch schlicht DC-Universum genannt, zwei neue Verantwortliche an der Spitze erhalten. So werden James Gunn und Erfolgsproduzent Peter Safran („Conjuring“-Universum, „Aquaman“) ab dem 1. November 2022 die filmische Zukunft gestalten und die Geschicke der DC Studios als Co-Vorsitzende und CEOs gemeinsam lenken. Der bisherige Präsident, Walter Hamada, hatte erst kürzlich seinen Posten geräumt.

Das ist alles Teil der Neustrukturierungen unter dem neuen CEO David Zaslav nach der Fusion von WarnerMedia und Discovery im Frühjahr dieses Jahres. Zaslav hat Michael De Luca und Pam Abdy von MGM zu den neuen Vorsitzenden der Warner-Filmsparte ernannt und soll den Fokus vor allem bei DC-Produktionen auf das Kino verschoben haben. Sein erklärtes Ziel sei es, das DC-Universum endlich als ebenbürtiges Gegenstück zum MCU zu etablieren. Dazu wurde ein 10-Jahres-Plan erstellt, den Gunn und Safran nun gemeinsam als kreative Leitung umsetzen sollen.

In einer Mitteilung äußerten sich Gunn und Safran zum weiteren Vorgehen als neue Verantwortliche der DC Studios:

„Wir fühlen uns geehrt, die Bewahrer dieser DC-Charaktere zu sein, die wir schon als Kinder geliebt haben. Wir freuen uns darauf, mit den talentiertesten Autor*innen, Regisseur*innen und Schauspieler*innen der Welt zusammenzuarbeiten, um ein integriertes, vielschichtiges Universum zu schaffen, das dennoch den individuellen Ausdruck der beteiligten Künstler*innen zulässt. […] Wir freuen uns darauf, das Kinoerlebnis auf der ganzen Welt zu beleben, indem wir einige der größten, schönsten und großartigsten Geschichten erzählen, die je erzählt wurden.“

Man darf in der Tat gespannt sein, womit Gunn und Safran DC-Fans auf aller Welt überraschen wollen. Welche Filme euch dagegen noch bis 2023 erwarten, zeigen wir euch im Video.

James Gunns Abschied vom MCU ist damit perfekt

Mit James Gunn gewinnt das DC-Universum einen der talentiertesten und kreativsten Köpfe von Hollywood und einen ungemein großen Comic-Fan mit einem Wissen, das kaum jemand übertreffen kann. Bereits mit „The Suicide Squad“ und der Spin-off-Serie „Peacemaker“ hat der 56-Jährige eine klare Vision bewiesen.

Der Gewinn für Warner stellt zugleich einen Verlust für Disney und Marvel Studios dar. Das Verhältnis zwischen dem Filmemacher und den Verantwortlichen des Micky-Maus-Konzerns hatte ohnehin darunter gelitten, dass er zunächst gefeuert wurde, nachdem kontroverse Tweets des medienaffinen Gunn von anno dazumal aufgetaucht waren. Dabei hatte er es vollbracht, die bis dato nur Comic-Fans geläufigen Guardians of the Galaxy direkt zur Hausnummer im MCU zu machen. Erst nach heftigen Protesten seiner Freunde und Darsteller*innen der „Guardians of the Galaxy“-Filme ruderte Disney zurück. Doch der Schaden war bereits angerichtet: Warner machte Gunn direkt ein Angebot, das er kaum ausschlagen konnte. Und er hat DC-Blut geleckt: „Guardians of the Galaxy Holiday Special“ und „Guardians of the Galaxy Vol. 3“ sind das Abschiedsgeschenk, danach wird sich Gunn vollkommen seinem neuen Posten bei Warner widmen.

Damit verfügt das DC-Universum endlich über die Art kreative Führung, die das MCU unter Kevin Feige prosperieren ließ. Fans dürfen gespannt sein, in welche Richtung es mit Gunn und Safran gehen wird – hoffentlich endlich in die richtige.

Das bisherige DC-Universum war ein einziges Auf und Ab. Wie gut kennt ihr euch damit aus? Testet euer Wissen:

DC-Filmquiz: Wie gut kennt ihr die Comicverfilmungen der letzten Jahre?

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