Filmhandlung und Hintergrund

Regielegende Martin Scorsese verfilmt die Geschichte des Mafia-Killers Frank Sheeran mit den Oscarpreisträgern Robert De Niro und Al Pacino in den Hauptrollen.

„Ich habe gehört, dass sie Häuser streichen?“ Das soll der kriminelle Gewerkschaftsführer Jimmy Hoffa (Al Pacino) gesagt haben, als er zum ersten Mal mit dem Mafia-Killer Frank „The Irishman“ Sheeran (Robert De Niro) telefonierte. Die Frage ist ein Euphemismus, das Häuser-Streichen steht für einen blutspritzenden Auftragsmord. Sheeran, der den Hörer vom Mafia-Boss Russell Bufalino (Joe Pesci) übernommen hat, bejaht. Außerdem erledige er auch „Zimmermannsarbeiten“ — das Verschwindenlassen von Leichen.

In den folgenden Jahren wird Frank Sheeran immer wieder für den korrupten Gewerkschaftsführer Jimmy Hoffa morden. Unter Hoffas Führung entwickelt sich die Teamster, eine Vereinigung der Lastwagen- und Fernfahrer, zur einflussreichen Gewerkschaft mit hervorragenden Beziehungen zur Cosa Nostra. Doch die Machenschaften von Hoffa bringen nicht nur das Gesetz auf den Plan, auch innerhalb der Gewerkschaft gärt ein Konflikt, als Frank Fitzsimmons (Gary Basaraba) zum neuen Chef aufsteigt. Am 30. Juli 1975 verschwindet Hoffa spurlos — und wurde bis heute nicht gefunden. Hat Frank Sheeran wieder Zimmermannsarbeit geleistet?

„The Irishman“ — Hintergründe

Oscarpreisträger und Regielegende Martin Scorsese verfilmt die wahre Geschichte des Mafia-Killers Frank „The Irishman“ Sheeran. Die Handlung basiert auf dem Buch „I Heard You Paint Houses“, für das der Schriftsteller Charles Brandt zahlreiche Interviews mit dem echten Sheeran geführt hat, bevor dieser im Jahr 2003 starb. Sheeran behauptet in dem Buch, für den bis heute ungeklärten Mord an Jimmy Hoffa verantwortlich zu sein. Außerdem erzählt der Sohn eines Iren und einer schwedischen Mutter, wie er zur Mafia kam.

Für Scorsese („The Wolf of Wall Street“) ist es eine Herzensangelegenheit gewesen, diese Geschichte zu erzählen. Dafür hat er sich einen gewohnt großartigen Cast vor die Kamera geholt. Bereits zum neunten Mal arbeitet Scorsese mit Robert De Niro („Taxi Driver“) zusammen, zum ersten Mal mit Al Pacino („Scarface“). Die beiden Darsteller waren übrigens bereits in den Filmen „Der Pate II“, „Heat“ und „Righteous Kill“ gemeinsam zu sehen. Darüber hinaus dürfen sich Scorsese-Fans auf die Auftritte von Joe Pesci („Casino“) und Harvey Keitel („Ewige Jugend“) freuen.

Die großangelegte Geschichte soll in Rückblicken die wichtigsten Phasen aus dem Leben von Frank Sheeran erzählen. Dabei wird der Film immer wieder Zeitsprünge machen. Am Computer werden die inzwischen allesamt recht betagten Darsteller künstlich verjüngt, um für die unterschiedlichen Epochen keine anderen Darsteller zu besetzen. Im Vorfeld wurde diese Technik als kostspieliges Risiko kritisiert. Trotzdem darf man gespannt sein, wie es aussieht, wieder einen taufrischen Robert De Niro auf der Leinwand zu sehen.

Seine Weltpremiere wird „The Irishman“ als Eröffnungsfilm des New York Film Festival am 27. September 2019 feiern. Ende des Jahres soll der Film dann — ähnlich wie „Roma“ — in ausgewählten US-Kinos gezeigt werden und im Anschluss auf der Streamingplattform Netflix verfügbar sein. In Deutschland kommen Netflix-Kunden am 27. November 2019 in den Genuss, den neuesten Scorsese-Film zu sehen.

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