Mehr als dreieinhalb Jahre ist es mittlerweile her, dass mit „Spectre“ der 24. Bond-Film in die Kinos kam. Nach einer problematischen Planungsphase haben mittlerweile die Dreharbeiten von Bond 25 begonnen, die ebenfalls nicht ganz ohne Schwierigkeiten ablaufen. Nun wurde endlich der offizielle Titel des Films bekannt gegeben.

„James Bond 007: Spectre“ und der Vorgängerfilm „Skyfall“ spielten zusammen gut zwei Milliarden Dollar ein. Dass die Bond-Reihe bei diesen fantastischen Einspielergebnissen weitergehen würde, stand immer außer Frage. Doch die langwierige Suche nach einem Bond-Darsteller, die Wahl des richtigen Regisseurs sowie Pannen am Set ließen die Produktion des Films immer wieder stillstehen (siehe unten). Nun wurde aber ein neuer Meilenstein erreicht, denn ab sofort hat das nächste Bond-Abenteuer einen Titel. Wie auf dem offiziellen Twitter-Kanal bekannt gegeben wurde, heißt der Film „No Time to Die“.

Damit befindet er sich in bester Gesellschaft mit anderen Bond-Filmen, die ebenfalls „Die“ im Titel tragen („Live and Let Die“, „Tomorrow Never Dies“ und „Die Another Day“) Ob der Film noch einen deutschen Titel erhalten wird, ist derzeit nicht bekannt. Kinostart in Deutschland ist am 2. April 2020.

Holpriger Drehstart

Nachdem die Dreharbeiten zum 25. Bond-Film am 28. April 2019 begonnen hatten, musste die Produktion im Mai schon wieder aussetzen, weil sich Daniel Craig am Set verletzt hatte. Als man anschließend ohne Craig weitergedreht hatte, um die Dreharbeiten nicht ganz stoppen zu lassen, geriet eine Filmexplosion außer Kontrolle, verletzte ein Crewmitglied leicht und zerstörte Teile des Sets. Trotz diverser Drehpausen soll der Kinostart des neuen Bond-Films aber nicht gefährdet sein. Um das Voranschreiten der Dreharbeiten zu dokumentieren, wurde Ende Juni ein erster Clip veröffentlicht, in dem eine Mischung aus Filmszenen und Behind-the-Scenes-Material gezeigt wird. Ein etwas längeres Video findet ihr auf der 007-Website.

Christoph Waltz kehrt wohl doch zurück

Lange Zeit gingen die Fans fest davon aus, dass Christoph Waltz in seiner Rolle aus „Spectre“ zurückkehren wird. Im Zuge des langen Tauziehens um einen geeigneten Bond-Darsteller betonte dieser auch immer wieder, nur dann zurückzukehren, wenn Craig ebenfalls mitspielt. Im Oktober 2017 gab Waltz aber überraschend bekannt, dass er nicht mit dabei sein würde. In einem Interview auf dem roten Teppich sagte er dazu: „Nein, es tut mir leid. Ich bin sehr traurig darüber, aber es gehört zur Tradition, dass es einen neuen Namen gibt. Tut mir leid. Ich hätte sehr gern mitgemacht.“ Bei der von ihm angesprochenen Tradition handelt es sich um den Brauch, dass Bösewicht Blofeld bei jedem Auftritt in einem Bond-Film von einem anderen Schauspieler verkörpert wird.

Jetzt erreichen uns allerdings Neuigkeiten, die diese Aussagen widerlegen könnten. So soll Christoph Waltz doch noch einmal als Blofeld in „Bond 25“ auftauchen, allerdings nur in einer Nebenrolle. Daily-Mail-Journalist und James-Bond-Insider Baz Bamigboye berichtet, dass Christoph Waltz bereits Szenen in den Pinewood-Studios abgedreht haben soll. Laut The Playlist sitzt Blofeld im kommenden Film im Gefängnis und wird von dort von Psychologin Madeleine Swann besucht. Sie erhofft sich Informationen über den eigentlichen Bösewicht von „Bond 25“.

Rami Malek bleibt Bösewicht Nummer Eins

Es steht weiterhin fest, dass Rami Malek („Bohemian Rhapsody“) der echte neue Bond-Gegenspieler ist. Schon im Dezember 2018 hieß es, dass Malek in der engeren Wahl für den Bond-Bösewicht steht. Damals gab es aber noch Probleme mit dem Zeitplan des Schauspielers. Die Dreharbeiten zur letzten Staffel der Serie „Mr. Robot“ überschnitten sich mit dem Drehstart zum nächsten Bond-Film. Nun haben sich beide Produktionen geeinigt und Malek kann beide Projekte unter einen Hut bekommen.

Weitere Infos zu den Dreharbeiten

  • Die 007-Produktion wird in den Pinewood Studios, UK und an Originalschauplätzen in London, Italien, Jamaika und Norwegen stattfinden.
  • Als weiterer Cast sind Daniel Craig, Ralph Fiennes (M), Léa Seydoux (Madeleine Swann), Ben Whishaw (Q), Naomie Harris (Miss Moneypenny), Rory Kinnear (M’s Assistent Bill Tanner), Jeffrey Wright (Felix Leiter), Billy Magnussen, David DencikLashana Lynch und Ana de Armas dabei.
  • Lupita Nyong’o („Wir“) wird kein Bond-Girl. Darüber gab es im Vorfeld einige Gerüchte.

James Bond 25: Handlung des Films

Aufgrund der schwierigen Planungsphase wurde das Script zum neuen Bond-Film mehrfach neu geschrieben und wieder verworfen. 2016 begannen die beiden angestammten Bond-Autoren Neal Purvis und Robert Wade mit dem Skript zu „Bond 25“. Das ursprüngliche Drehbuch trug den Arbeitstitel „Shatterhand“ und basierte laut der britischen Zeitung Mirror auf dem 2001 veröffentlichten James Bond-Roman „, der in Deutschland nicht erschienen ist.

Nachdem zwischenzeitlich Regisseur Danny Boyle das Zepter für den neuen 007-Film übernommen hatte, nahmen Purvis und Wade im September 2018 die Arbeit an ihrem ursprünglichen Skript wieder auf. Das schien jedoch nicht den Ansprüchen des aktuellen Regisseurs zu genügen, denn Februar 2019 überarbeitete Autor Scott Z. Burns („Das Bourne Ultimatum“) noch einmal das komplette Drehbuch. Auf Daniel Craigs ausdrücklichen Wunsch hin nahm die Autorin Phoebe Waller-Bridge („Fleabag“) ebenfalls noch einmal Verbesserungen am Script vor.

Im Pressetext zur Handlung heißt es: „Bond ist nicht mehr im aktiven Dienst und genießt ein ruhiges Leben in Jamaika. Sein Frieden ist von kurzer Dauer, als sein alter Freund Felix Leiter von der CIA auftaucht und ihn um Hilfe bittet. Die Mission, einen entführten Wissenschaftler zu retten, erweist sich als weitaus tückischer als erwartet und führt Bond auf die Spur eines mysteriösen Bösewichts, der im Besitz von gefährlicher neuer Technologie ist.“

Wie Comingsoon enthüllt, handelt es sich bei dieser Technologie um Gentechnik, genauer gesagt um genetische Kriegsführung. Angeblich hatte Autorin Waller-Bridge die Aufgabe, das etwas trockene Thema zugänglich und humorvoll aufzubereiten. Rami Malek soll sich derzeit mit Genetik-Experten treffen, um sich auf seine Rolle vorzubereiten.

James-Bond-Filme: Alle Fakten zu den 007-Filmen

Aktuellen Gerüchten zufolge soll Bond seine Geheimnummer 007 während des Ruhestands an die MI6-Agentin Nomi (Lashana Lynch) abtreten. Nachdem er von Felix Leiter wieder in den Dienst zurückgeholt wird, bekommt Bond sie aber höchstwahrscheinlich wieder zurück. Nomi ist im oben gezeigten Clip kurz im weißen Kleid zu sehen.

Die lange Suche nach einem Regisseur

Regisseur Sam Mendes, der die beiden erfolgreichen Vorgänger inszeniert hatte, steht für James Bond 25 nicht mehr zur Verfügung. Seit 2016 suchten die Produzenten deshalb nach einem Nachfolger, doch lange Zeit ohne Erfolg. Unter den bisherigen Kandidaten waren so bekannte Namen wie Yann Demange („71 – Hinter feindlichen Linien“), David Mackenzie („Hell Or High Water“), Denis Villeneuve („Sicario“, „Blade Runner 2049“), Christopher Nolan („Dark Knight“-Trilogie, „Inception“) und Danny Boyle („Trainspotting“).

Seit September 2018 heißt der neue Regisseur Cary Joji Fukunaga und es ist wirklich zu hoffen, dass er Bond 25 bis zuletzt treu bleibt. Der amerikanische Filmemacher hat 2009 mit „Sin nombre“ auf dem Sundance Film Festival den Preis für die beste Regie gewonnen und die erste Staffel der herausragenden Serie „True Detective“ inszeniert. Seine Serie „Maniac“ ist aktuell auf Netflix zu sehen.

Bilderstrecke starten(15 Bilder)
Actionfilme 2019: Trailer, Handlung und erste Bilder

Daniel Craig bleibt im Geheimdienst ihrer Majestät

Bis Daniel Craig als neuer, alter Darsteller für den nächsten Bond-Film bestätigt wurde, gingen viele Monate ins Land. Nach dem letzten Einsatz in „Spectre“ hatte Craig endgültig die Nase voll von seiner Rolle und gab 2015 zu Protokoll, dass er sich lieber die Pulsadern aufschlitzt, als erneut James Bond zu spielen. Außerdem fügte er hinzu, dass er allein wegen des Geldes als Bond zurückkehren würde. Obwohl im September 2016 die Meldung durch die Presse geisterte, Sony hätte dem Schauspieler gut 150 Millionen Dollar Gage für zwei weitere Auftritte angeboten, blieb Craig weiterhin standhaft.

Im April 2017 gab es dann das Gerücht, dass es Bond-Produzentin Barbara Broccoli gelungen sei, Daniel Craig zu überzeugen, endlich doch zurückzukehren. Craig hatte mit dem Theaterstück „Othello“, das ebenfalls von Broccoli produziert wurde, seine lang ersehnte Anerkennung als Schauspieler erhalten und könne sich nun wieder auf seine Rolle als Bond einlassen. Dieses Gerücht hatte sich schließlich bewahrheitet: Am 8. Juli 2017 meldete die englische Tageszeitung Mirror dann endlich, dass Craig seinen neuen Bond-Vertrag unterschrieben hat.

Persönlich äußerte sich Craig erst im August 2017 dazu. Als er in der amerikanischen Talk-Show „The Late Show with Stephen Colbert“ nach seinem Mitwirken an Bond 25 gefragt wurde, antwortete er kurz und knapp mit: „Ja“. Nach Insiderinformationen soll Craig für die Rolle die Rekordgage von 22 Millionen Dollar plus Gewinnbeteiligung erhalten. Es soll Craigs letzter Auftritt als 007 werden.

Von Connery bis Craig: Alle James Bond-Darsteller im Überblick

Wird Idris Elba der nächste Bond?

Craigs störrisches Verhalten in den letzten Jahren hatte in der Filmwelt immer wieder zu heftigen Spekulationen geführt, ob nicht vielleicht doch ein Bond Nummer 7 für Bond 25 verpflichtet wird. Dabei fielen damals etliche Namen:

Sogar „Akte X“-Star Gillian Anderson brachte sich schon mit einem Fake-Poster als Craig-Nachfolgerin ins Spiel – allerdings nur zum Spaß.

Als heißester Kandidat für eine potentielle Bond-Nachfolge wurde 2016 Idris Elba gehandelt. Der verriet in einem Interview, dass er zwar geschmeichelt sei, sich mit seinen 43 Jahren aber zu alt für die Rolle als James Bond fühle. Mit Craigs Engagement schien das Thema Idris Elba als James Bond dann erledigt zu sein.

James Bond-Quiz: Teste dein Wissen über Agent 007!

Am 9. August 2018 veröffentlichte die britische Boulevard-Zeitung Daily Star dann einen Bericht, laut dem „The Equalizer 2“-Regisseur Antoine Fuqua mit Produzentin Barbara Broccoli über die Zukunft der Bond-Filme gesprochen hätte. Broccoli habe ihm versichert, nach Bond 25 wäre es Zeit für einen schwarzen James Bond. Fuqua soll daraufhin gesagt haben, dass Elba perfekt für die Rolle wäre. Wie der Hollywood Reporter jedoch mittlerweile aufgedeckt hat, ist die Geschichte nur erfunden und ein Treffen zwischen Broccoli und Fuqua hat nie stattgefunden. Dass Elba der nächste Bond wird, gehört tatsächlich in die Kategorie Fake News.

 

Zu den Kommentaren

News und Stories

Kommentare