Er führte in den 80ern Freddy Krueger, den Schlitzer mit der Krallenhand, und in den 90ern den Killer mit der "Scream"-Maske in die... - Foto: http://images.kino.de/flbilder/max02/mbiz02/mbiz42/z0242430/b150x150.jpg Wes Craven

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Wes Craven


  • Geburtstag
    02.08.1939
  • Geburtsort
    Cleveland, Ohio

Er führte in den 80ern Freddy Krueger, den Schlitzer mit der Krallenhand, und in den 90ern den Killer mit der "Scream"-Maske in die Alltagsmythologie und populäre Kultur ein und wurde mit John Carpenter, Tobe Hooper und George Romero einer der Begründer des modernen Horrorfilms.

Wes Craven, als Wesley Earl Craven 1939 in Cleveland geboren, studierte Literatur, Philosophie und Psychologie und wechselte nach kurzer Dozententätigkeit zum Film, wo er als Cutter bei B-Filmen arbeitete. 1972 debütierte er in der Regie mit "Das letzte Haus links", der Ingmar Bergmans im Mittelalter angesiedeltes Vergewaltigungsdrama "Die Jungfrauenquelle" als aktuellen Horrorstoff adaptierte. Der Film, ungewöhnlich erfolgreich in Autokinos, war nach Romeros "Die Nacht der lebenden Leichen" und vor Hoopers "Blutgericht in Texas" (1974) und Carpenters "Halloween" (1978) der entscheidende Schritt auf dem Weg zum mit schwarzem Humor gespickten Splatter- und Slasher-Subgenre des modernen Teenager-Horrorfilms. Der Schrecken wird darin teils blutig, teils verfremdet, teils mit unzähligen Anspielungen und Selbstreferenzen gespickt, teils subversiv das Mainstream-Kino unterlaufend und teils mit sexuellen Überdeutlichkeiten gefeiert.

Ausdruck dieser Tendenz ist zunächst Cravens den Albträumen der Teenager-Jungfrauen entstiegener Antiheld Freddy Krueger (Robert Englund), der mit seinem zerfetzten Pizza-Gesicht, der ausrollbaren Zunge und der Krallenhand als Psycho-Mutation des Unterbewusstseins von Teens fungiert. Craven erfand ihn in "A Nightmare on Elm Street - Mörderische Träume" 1984 und hatte mit den Folgefilmen nur als Produzent oder Autor oder gar nichts zu tun, bis ihn der kommerzielle Misserfolg von Filmen wie "Die Schlange im Regenbogen" und "Schocker" 1994 wieder in die Serie zwang, deren siebten Teil er als Film-im-Film inszenierte. Er wagte damit jenen Schritt, der ihn konsequent in die Trilogie "Scream" (1996-1999) führte, die ein ironisches Spiel mit Gruselmustern und Terrorszenen treibt, voll mit Querverweisen und mit lustvoll aufgestellten Regeln, die wieder gebrochen werden. Die stilbildende Trilogie wurde ein überragender Welterfolg und machte die kanadische Hauptdarstellerin Neve Campbell zur "Scream Queen" des Genres, das sofort parodiert wurde ("Scary Movie").

Craven hatte 1981 mit "Swamp Thing - Das Ding aus dem Sumpf" ein unterschätztes klassisches Horrorstück um einen Forscher (Louis Jourdan) inszeniert, der in den Bayous von Florida zum "Gill Man" in der Tradition von Jack Arnolds "Der Schrecken vom Amazonas" mutiert. Wes Craven ist auch als Produzent tätig ("Wishmaster") und inszenierte 1999 mit "Music of the Heart" ein Melodram um eine authentische Lehrerin (Meryl Streep), die schwarzen Kindern in den Slums von New York das Geigespielen vermittelt. Auf vertrauterem Terrain bewegte er sich mit der eigentlich viel versprechenden Werwolf-Horrorkomödie "Verflucht" (2004), eine erneute Zusammenarbeit mit "Scream"-Autor Kevin Williamson, die jedoch sichtlich unter Besetzungs- und Endschnittproblemen litt. Mit "Red Eye" präsentiert Craven einen Psychothriller, in dem eine Flugzeugpassagierin von ihrem Sitznachbarn gezwungen wird, ihm bei einem Mord zur Hand zu gehen.

  • Geburtstag
    02.08.1939
  • Geburtsort
    Cleveland, Ohio
  • Geburtsland
    USA

"Scream 4" ist Auftakt zu zweiter Trilogie

Lange mussten die Fans auf einen neuen Auftritt des Maskenmörders warten.

Großansicht Courteney Cox alias Gale Weathers ahnt noch nicht, was ihn in "Scream 4" blüht - und offenbar muss sie in zwei weiteren Filmen noch mehr Horror durchstehen! (Foto: Wild Bunch)

Courteney Cox alias Gale Weathers ahnt noch nicht, was ihn in "Scream 4" blüht - und offenbar muss sie in zwei weiteren Filmen noch mehr Horror durchstehen! (Foto: Wild Bunch)

Wenn das Telefon klingelt, gibt's in Woodsboro oft Grund zum Schreien, denn am anderen Ende der Leitung lauert gerne mal ein messerbewehrter Maskenkiller - Markenzeichen langgezogene, weiße Gruselfratze und schwarze Kutte. In den Genuss des Kulthorrors kommen Fans der Scream-Reihe nun nach langer Pause endlich Anfang Mai wieder, wenn "Scream 4" in Deutschland startet - inklusive der Originalstars Neve Campbell, Courteney Cox und David Arquette.

Doch Horrormeister Wes Craven, der auch den vierten Teil inszenierte, ist in Gedanken schon einen Schritt weiter. Er hat verraten, dass die Studiobosse gerade einen Drehbuchautoren für "Scream 5" suchen. Der Grund gibt allerdings Anlass zur Sorge: Kevin Williamson, der die Skripte der ersten beiden Filme schrieb, wurde mitten in der Entstehung von "Scream 4" durch Ehren Kruger ersetzt, der den dritten Teil verantwortet hatte. Nun soll aber keiner der beiden die Filmreihe weiterspinnen. Das hat Wes Craven folgendermaßen kommentiert:

"In gewisser Weise wird 'Scream 4' kein Wes Craven-Film, weil ich keinerlei Einfluss auf das Drehbuch hatte. Das Studio hat bestimmt, was da drin steht, mein Job ist es, soviel Erfahrung, Expertise und Kreativität wie möglich beizusteuern. Es hat ganz schön geruckelt, als Kevin durch Ehren ersetzt wurde, aber die Dreharbeiten hat das nur sehr bedingt beeinträchtigt."

Regel Nummer 1: Verspotte nie einen Serienkiller!

Fragt sich nun also, wie gut "Scream 4" geworden ist. Erzählt wird jedenfalls, wie zum zehnjährigen Jubiläum der Woodsboro-Morde alle wichtigen Beteiligten wie Sidney Prescott (Neve Campbell) und Reporterin Gale Weathers (Courteney Cox) in das kleine Städtchen zurückkehren. Die jetzigen Studenten gehen beim Feiern sogar soweit, dass sie sich allesamt Ghostface-Masken überziehen. Doch es kommt, wie es kommen muss: Unter einer der Masken steckt gar kein Student...

Wes Craven scheint von dieser Idee jedenfalls trotz der Probleme mit dem Drehbuch sehr überzeugt zu sein, denn er hat sich sogar schon für einen sechsten Film angeboten: "Wenn das Studio mich als Regisseur haben will, mache ich es!"

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