The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen

  1. Ø 3.7
   2006
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Filmhandlung und Hintergrund

The Hills Have Eyes - Hügel der blutigen Augen: Remake von Wes Cravens Terrorklassiker "Hügel der blutigen Augen" von 1977, in dem eine Familie auf Urlaub in der Wüste in die Hände einer degenerierten Familie fällt.

Die stinknormale Vorstadt-Mittelständler-Familie Carter durchquert mit ihrem Wohnmobil die Vereinigten Staaten. Ausgerechnet in einer weithin mit Warnschildern ausgewiesenen, gottverlassenen Wüstengegend, in der die Regierung vor noch nicht allzu langer Zeit vielleicht Atomwaffen testete, bleibt der Karren liegen. Die nichts Böses ahnenden Carters sehen sich plötzlich den Attacken eines aggressiven Kannibalen-Clans ausgesetzt.

Die typische amerikanische Heile-Welt-Familie trifft in diesem Remake eines Metzelfilm-Klassikers von Wes Craven („Nightmare on Elm Street„, „Scream„) auf ihr Kinogegenstück, die typische amerikanische Terrorfamilie.

Die Carters sind eine durch und durch normale Familie, wie man sie in den amerikanischen Suburbs zu Millionen findet. In einem edlen Wohnmobil befinden sie sich auf dem Weg in den Urlaub. Mitten in der kalifornischen Wüste bricht das Fahrzeug zusammen. In der Nacht werden die Carters erstmals aus heiterem Himmel attackiert. Sie befinden sich im Territorium einer degenerierten Familie, die den Tod der Urlauber will. Die rüsten sich zur Verteidigung.

Die Carters, eine amerikanische Durchschnittsfamilie, befinden sich in einem komfortabel eingerichteten Wohnmobil auf dem Weg in die Ferien. Da gibt ihr Fahrzeug auf einem scheinbar verlassenen Militärgelände mitten in der kalifornischen Wüste seinen Geist auf. Fernab von der nächsten Stadt werden die Carters in der Nacht von einer mordlustigen Mutantenfamilie attackiert. Die hat nichts anderes im Sinn als den Tod der Urlauber. Doch ganz ohne Gegenwehr lassen sich die Carters nicht ins Jenseits befördern…

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Kritiken und Bewertungen

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Kritikerrezensionen

  • Der anhaltende Boom der Horror-Remakes beschert nun auch ein beinhartes Highlight, das den Terror des Überlebens in einem humorlosen Schocker zelebriert. Regie-Shootingstar Alexandre Aja („High Tension“) liefert bei seinem resoluten US-Debüt eben dies: Hochspannung.

    @0:In der Wüste Kaliforniens fällt eine viehische Kannibalen-Sippe über eine ahnungslose Familie her, deren Überlebende schließlich zum verzweifelten Gegenschlag ausholen. So lautete die Handlung damals, so lautet sie heute. Schreckensmogul Wes Cravens Mikro-Budget-Thriller von 1977 war schroffes, pessimistisches cinema verité, das in lebensfeindlicher Mondlandschaft degenerierte sadistische Wilde ihr blutiges Handwerk verrichten ließ. All das bleibt in der von Craven nun produzierten Neufassung erhalten und ist verpackt als vollendet ausgeführtes Suspense-und-Terror-Kino, das die oft kopierte Vorlage bewahrt, handwerklich perfektioniert und politanklagend erweitert. Splatter-Hoffnung Alexandre Aja beweist, dass sein radikal harter Mitternachts-Instant-Klassiker „High Tension“ kein einsamer Glücksgriff war, sondern rückblickend einmal als Auftakt einer steilen Karriere lexikalisiert werden muss.

    Schlachtopfer sind zunächst die Carters, eine nicht ganz harmonische 7-köpfige Durchschnittsfamilie nebst zwei Schäferhunden. Sie ist auf der Durchreise zur Silberhochzeit schlecht beraten und nimmt eine Abzweigung ins Niemandsland. Dort, in der siedend heißen, menschenverlassenen Einöde, liegt ein einstiges Atomtestgelände, wo sich ein riesiger Krater an den nächsten reiht. In einem davon rosten die Autowracks zahlreicher früherer Opfer – einer der eindrucksvollsten Momente des Films.

    Die Aggressoren sind wahre „Freaks“, deren Masken – gigantische Wasserköpfe, krankhafte Hasenscharten und andere extreme Missbildungen – erschreckend realistisch ausgefallen sind und nahe bei Tod Browning und David Lynchs „Elefantenmensch“ liegen. Sie sind die Nachfahren von Bergarbeitern, die sich weigerten, ihre Siedlung zu verlassen und nun in einem bis in alle Ewigkeit verstrahlten Geisterdorf vegetieren. Was bei Craven bestenfalls Andeutung und Subtext war, ist zu einem gesellschaftspolitischen Hintergrund ausgewachsen, der den verantwortungslosen Umgang der Regierung mit dem nuklearen Fallout anklagt. Mitleid für die Verwahrlosten ist jedoch nicht erlaubt, so sie sich (mit Ausnahme der Tochter, eines veritablen Rotkäppchenalptraums) als gewaltbereite Monster herausstellen, die es auf die Zerstörung der amerikanischen Familie abgesehen haben. Sie wachen eifersüchtig über ihre Todeszone und verüben Terroranschläge auf jeden Eindringling, dem sie grundsätzlich die Schuld an ihrem qualvollen Zustand zuweisen.

    Den Carters wird nach ihrer Autopanne aufgelauert, nachgestellt und einer nach dem anderen abgeschlachtet. Bis in der Nacht die Triebtäter über den Wohnwagen herfallen und den erstgeborenen Säugling der verheirateten Tochter entführen. Zu dessen Rettung berufen, eignen sich die Städter im „Deliverance“-Schnellkurs die Techniken des Fallenstellens und Waffengebrauchs an. Beide Familien, eine bürgerliche und eine entartete, tragen diesen Krieg gänzlich entgrenzt aus, der in der symbolischen Restauration der traditionellen Werte gipfelt (einer der Widersacher wird mit dem US-Banner aufgespießt).

    Nach so viel gesetzlosen Gewaltakten steuern Aja und sein erprobter Co-Autor Grégory Levasseur dem grimmigen, zerstörerischen Image mit fundamentalen George-Bush-Werten entgegen. Das ist die einzige Entschärfung des wütenden Bodycounts, der auch bei Hartgesottenen kaum Wünsche bezüglich plastischen Anschauungsmaterials offen lässt. Der harmlose Teeniegrusel scheint ausgedient zu haben – die Zeit ist reif für eine furiose Achterbahnfahrt durch die Schrecken des nackten Überlebenskampfes. tk.

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