Kate Winslet

Kate Winslet

Leben & Werk

James Cameron schwärmte von dem Leuchten in ihrem Gesicht und machte sie in dem Jahrhundertfilm “Titanic” in der Rolle der Upper-Class-Lady Rose, die sich in den Underdog Leonardo DiCaprio verliebt, endgültig zum Weltstar. Über eine Dekade später stand sie wieder an der Spitze – nicht am Bug eines Schiffes, sondern in der Spitzenliga der erfolgreichen Schauspielerinnen. Für ihre bemerkenswerte Darstellung in “Zeiten des Aufruhrs” sie 2008 einen Golden Globe erringen, für “Der Vorleser” gab es ebenfalls den Globe und den ersten Oscar.

Die 1975 im englischen Reading geborene Winslet, eine ungestüme, spontane Darstellerin, wurde nach zwei TV-Rollen mit Peter Jacksons “Heavenly Creatures” bekannt, in dem sie einen der beiden Teenager spielte, deren Fantasiewelt sie in den Mord treibt. Für ihre Rolle der temperamentvollen Schwester von Emma Thompson in der Jane-Austen-Verfilmung “Sinn und Sinnlichkeit” erhielt sie danach sogar eine Oscar-Nominierung. Winslet verliebte sich in ihren Cousin in der viktorianischen Welt von “Herzen in Aufruhr“, einer Thomas-Hardy-Verfilmung, und litt als Ophelia in Kenneth Branaghs “Hamlet”. Nach dem Welterfolg mit “Titanic” entschied sie sich für einen Low-Budget-Film: In “Marrakesch” spielte sie eine junge Hippie-Aussteigerin, die in Marokko mit ihren Töchtern strandet. In Jane Campions “Holy Smoke” war sie eine junge Australierin, die von Harvey Keitel aus dem Bann eines indischen Gurus befreit werden soll.

Viele ihrer Rollen seitdem standen im Zusammenhang mit Literatur im weiteren Sinn: Als sinnliches Dienstmädchen schmuggelte Winslet in Philip Kaufmans “Quills” heimlich die Manuskripte des inhaftierten Marquis de Sade (Geoffrey Rush) zu dessen Verleger, im Dechiffrier-Thriller “Enigma” unterstützte sie pummelig und bebrillt Dougray Scott bei der Entschlüsselungsarbeit, als junge Autorin Iris Murdoch glänzte sie im Biopic “Iris” und als Reporterin erhielt sie in Alan Parkers “Das Leben des David Gale” von dem in der Todeszelle sitzenden Kevin Spacey ein Exklusiv-Interview mit überraschenden Inhalten. Nachdem sie sich in “Vergiss mein nicht” die Erinnerungen an ihren Ex-Freund (Jim Carrey) auslöschen ließ und sich dann neu in ihn verliebte, schloss sie in “Wenn die Träume fliegen lernen” als schöne aber todkranke Witwe Sylvia eine innige Freundschaft mit dem Schriftsteller James Barrie (Johnny Depp), der sich von ihrem Familienalltag zu “Peter Pan” inspirieren lässt.

Nach Engagements in “Romance & Cigarettes” und in “Das Spiel der Macht” unter der Regie von Steven Zaillian erhielt sie für die Darstellung einer junge mit vielen Problemen kämpfende Mutter in “Little Children” bereits ihre fünfte Oscar-Nominierung. Die Weihnachtskomödie “Liebe braucht keine Ferien” bescherte ihr 2006 einen Wohnungstausch mit Cameron Diaz. Zwei Jahre später war das Traumpaar der 1990er Jahre endlich wieder vereint: In “Zeiten des Aufruhrs” stand sie mit Leonardo DiCaprio vor der Kamera. In dem von ihrem damaligen Mann Sam Mendes inszenierten Drama versuchen die beiden verzweifelt und erfolglos gegen ihr lethargisches Eheleben anzukämpfen. Winselt erhielt dafür 2009 den Golden Globe als beste Hauptdarstellerin. Genauso erfolgreich (und ebenfalls mit einer Golden Globe-Ehrung im selben Jahr) wurde ihre Rolle der ehemaligen KZ-Aufseherin Hanna Schmitz in der von Stephen Daldry inszenierten Literaturverfilmung “Der Vorleser”, für die sie dann auch den Oscar als beste Hauptdarstellerin gewann.

Winslet war Teil von Steven Soderberghs Superstar-Ensemble im Pandemie-Thriller “Contagion”, bevor sie für Roman Polanski in der Verfilmung des Theatererfolgs “Der Gott des Gemetzels” als Mutter glänzte, die sich mit einem Ehepaar bekriegt, deren Sohn sich mit ihrem in der Schule geprügelt hat. In der Romanverfilmung “Labor Day” gewährt sie als alleinerziehende Mutter einem entflohenen Häftling (Josh Brolin) Zuflucht und verliebt sich in ihn. Viel Lob und einen Golden Globe erhielt Winslet für die Titelrolle in der HBO-Miniserie “Mildred Pierce” als gestrenge Mutter zur Zeit der großen Depression.

Neuen Blockbuster-Ruhm erlangte Winselt in den “Bestimmung”-Verfilmungen – diesmal allerdings nicht als Heldin, sondern als skrupellose Gegenspielerin der Protagonistin Tris. Aktuell ist sie in der Kostümromanze “Die Gärtnerin von Versailles” als Landschaftsgärtnerin zu sehen, die für Sonnenkönig Ludwig XIV den titelgebenden Park gestaltet.

Winslet, die die Schule vorzeitig verließ, konnte bereits mit 15 Jahren ihren Lebensunterhalt mit Werbung und TV-Arbeit bestreiten. Sie hat ein Kind aus ihrer ersten Ehe mit Jim Threapleton, und war von 2003 bis 2010 mit dem Regisseur Sam Mendes verheiratet, ihr gemeinsamer Sohn wurde 2003 geboren. 2012 heiratete sie Ned Rocknroll, den Neffen von Milliardär Richard Branson, mit ihm hat sie ebenfalls einen Sohn. 2012 erhielt sie von der Queen für ihre Arbeit in Film und Fernsehen den Titel Commander of the Order of the British Empire.

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