Liebe braucht keine Ferien

  1. Ø 4
   2006
Liebe braucht keine Ferien Poster
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Filmhandlung und Hintergrund

Liebe braucht keine Ferien: Weihnachtskomödie über zwei Frauen und einen Wohnungstausch mit romantischen Folgen.

Die Londoner Journalistin Iris (Kate Winslet) leidet unter einem schweren Beziehungskater, weil ihr Freund Jasper (Rufus Sewell) hinter ihrem Rücken heiraten will. Filmproduzentin Amanda (Cameron Diaz) widerfährt in Los Angeles fast dasselbe Schicksal. Über ein Internetangebot tauschen beide kurzerhand Häuschen, Auto und Existenz, um einen freien Kopf zu bekommen. Doch der Tapetenwechsel bringt nicht die ersehnte Ruhe, sondern hält einige Überraschungen parat: Amanda verliebt sich in Graham (Jude Law), Iris in Miles (Jack Black).

Wie in ihrer Hitkomödie „Was Frauen wollen“ verfolgt Nancy Meyers ein charmant-heiteres Romantikkonzept, das seine transatlantischen Liebeswirren mit den derzeit attraktivsten Stars schmückt.

Um romantische Flops zu vergessen, tauschen die Britin Iris und die Amerikanerin Amanda über Weihnachten die Wohnungen. Im kalten England findet Amanda ein kuscheliges Landhaus und Iris‘ attraktiven Bruder Graham vor. Im warmen Kalifornien entspannt Iris im luxuriösen Poolambiente und in der Gesellschaft des charmanten Musikers Miles. Doch bevor neue Bindungen geknüpft werden können, müssen alte Beziehungsknoten gelöst werden.

Die Britin Iris und die Amerikanerin Amanda tauschen, aus Ärger mit dem anderen Geschlecht, via Internet die Behausung – auf Zeit, während der Weihnachtsferien. Das US-Girl landet in einem verschneiten britischen Cottage, Modell Lebkuchenhaus, während Iris im Pool von Amandas Luxusvilla in L.A. entspannen darf. Fehlen noch die Jungs. Und die stehen natürlich kurz darauf schon, freilich „ganz zufällig“, in Gestalt von Iris‘ Bruder Graham und dem Musiker Miles auf den jeweiligen Türschwellen.

Videos und Bilder

Kritiken und Bewertungen

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    Ach wie schön ist es, wenn alle, die brav waren, ihre Wünsche zu Weihnachten erfüllt bekommen. Man oder besser frau geht auch ins Kino, um dort in romantischen Phantasien zu schwelgen, und diese bietet der Film in großen Portionen. Mit ihrem Häusertausch machen die beiden Protagonistinnen auch Urlaub vom eigenen Leben, und es gelingt ihnen durch die Distanz, ihr eigenes Liebesleben besser in den Griff zu bekommen. So finden beide dann buchstäblich auf der Türschwelle einen für sie idealen Mann, und die Liebesgeschichten laufen jeweils mit den Komplikationen, die sie ja erst interessant machen, so unvermeidbar, wie es die Bescherung zu Weihnachten gibt, auf das große Happy End zu. Nancy Myers lässt sich viel Zeit, um diese Idyllen auszumalen. Doch dabei wird der Film nie platt oder rührselig, weil er sehr geschickt gebaut ist. So bleibt er etwa immer dadurch interessant, dass in ihm das Filmemachen selber zum Thema wird. Fast alle Handelnden haben in unterschiedlicher Art und Weise mit dem Kino zu tun. Die von Cameron Diaz gespielte Amanda ist eine erfolgreiche Produzentin von Trailern, und ihr Erzählstrang wird auch immer wieder von kurzen, knalligen Vorschauen auf ihre Romanze unterbrochen. Der von Jack Black verkörperte Miles ist ein Filmkomponist, und hat einen großen Auftritt in einer Videothek, wo er die großen Soundtracks der Filmgeschichte in Solo-Performances zum Besten gibt. Kate Winslet schließt als Iris Freundschaft mit einem legendären und in Würde gealterten Drehbuchautoren, der manchmal genau jene Szene dramaturgisch analysiert, in der er und Iris sich gerade befinden. Durch diese kleinen Hommagen an die Handwerker der Filmindustrie wird der Film auch zu einer nostalgischen Liebeserklärung an das Kino. Mit seinem ruhigen Tempo, der nicht ironischen, sondern zärtlich komödiantischen Erzählweise und den sorgsam arrangierten Liebesszenen ist der Film auf eine sehr angenehme Art und Weise altmodisch. Die Zuschauerinnen können es sich in aller Ruhe gemütlich in ihm einrichten. Bei beiden Film-Paaren ist die Chemie zu spüren, die bei Romanzen ja immer der entscheidende Faktor ist. Aber auch Nebenfiguren sind sehr gut besetzt. So fielen wie etwa die beiden Töchter von Graham (Jude Law) auf, die trotz des fast schon zu schönen Vaters keine hübschen Püppchen sind. Zu den Höhepunkten des Films zählen die Auftritte von Eli Wallach (Jahrgang 1915) als Arthur Abbott, der wie eine Verkörperung des klassischen Hollywoods wirkt, dessen Screwball-Komödien Nancy Meyers hier als ihre ästhetischen Vorbilder zelebriert. Quelle: Deutsche Film- und Medienbewertung (FBW)

Kritikerrezensionen

  • Alle Jahre wieder schneit uns eine romantische Komödie ins Kino, die gute Laune macht, weil sie eine Welt präsentiert, in der man wirklich gerne leben möchte. Und da in Nancy Meyers´ "Liebe braucht keine Ferien" gleich zwei gleichrangige Handlungsebenen miteinander verwoben werden, ist die Auswahl an Sehnsuchtsorten und Identitifikationsfiguren gleich besonders groß.

    Die Darsteller gibt es zum Beispiel in den Varianten romantisch, sexy, lustig und charmant. Und so darf sich der Zuschauer von Kate Winslet verzaubern, von Cameron Diaz verführen, von Jack Black unterhalten und von Jude Law anschmachten lassen. Er darf sich in ein gemütliches verschneites Cottage zurückziehen oder sich im sonnigen Los Angeles dem Luxus der Hollywood-Nostalgie hingeben.

    Humorvolle Einlagen, gekonnte Dialoge und kleine Überraschungen sorgen für kontinuierliche Unterhaltung. Hochkarätige Schauspieler und eine betont traumhafte Ausstattung bewirken ein Übriges.

    "Liebe braucht keine Ferien" ist der große Weihnachtsfilm des Jahres: Zuerst ist alles herrlich kompliziert und tragisch, aber dann bekommt jede das Glück, das sie verdient. Und wenn jemand der Meinung ist, die Realität sähe anders aus, für den Zeitraum von zwei Stunden darf das in diesem Fall einfach egal sein.

    Fazit: Eine romantische Liebeskomödie für die Weihnachtszeit mit hohem Unterhaltungswert und hochkarätiger Starbesetzung.
  • Die schönste Bescherung: Nancy Meyers mit echten Sternen besetzte romantische Komödie über Wohnungstausch und Liebesrausch macht sich als Weihnachtsmärchen unentbehrlich für Frauen, die Männern nicht mehr trauen.

    Jede Pore in der vierten Regiearbeit der Komödienexpertin atmet die Sehnsucht, das ultimative Weihnachtspaket zu schnüren und Kino als Lebensmittelpunkt zu feiern. Daraus folgt zum einen, dass dem Mary-Poppins-Rezept „Nur ein Löffelchen voll Zucker, und was bitter ist, wird süß“ als nicht mehr zeitgemäß misstraut und die Dosierung erhöht wird. Zum anderen, dass sich in „Liebe braucht keine Ferien“ alles um Film dreht. Cameron Diaz‘ Amanda lebt von, aber auch in Filmtrailern, verfolgt von Mini-Vorschauen, die ihre Situation kommentieren. Jack Blacks Miles schreibt Soundtracks, singt sich witzig durch die Highlights einer Videothek. Kate Winslets Iris freundet sich mit einem Oscar-gekrönten Autor an, verfällt vor dem TV-Gerät Screwball-Klassikern wie „Die schreckliche Wahrheit“ oder „Sein Mädchen für besondere Fälle“, die Meyers als in der Tat unerreichbare Vorbilder hofiert. Und wer will, kann sogar in Hans Zimmers Filmmusik dessen eigene Favoriten angespielt

    erahnen – von „Es war einmal in Amerika“ bis zu „Merry Christmas Mr. Lawrence“.

    Passend zum Medium der Träume ist Meyers Film ein wärmendes Fantasyland, das die Realität vor der Tür in der Kälte stehen lässt. Wünsche werden hier erfüllt – auf und vor der Leinwand. Wer schon immer seinen untreuen Freund mit der Faust abservieren wollte, dem verschafft Amanda Genugtuung. Wer schon immer in einem märchenhaften, von Schnee überzuckerten Lebkuchenhäuschen in der englischen Provinz wohnen wollte, darf sich mit Amanda dort wohlfühlen. Wer luxuriöser residieren will, darf mit Iris‘ Augen über Pool, Komfort und Traumhaus in Los Angeles staunen. Weil sie nach herben Enttäuschungen von der gewohnten Umgebung und Männern genug haben, haben die Britin Iris und der Kalifornierin Amanda über Weihnachten die Häuser getauscht. Schneller, als es beiden lieb ist, klopfen Jäger und Sammler wieder an ihre Türe – dieses Mal jedoch von der aufmerksamen und charmanten Sorte. Amanda lernt Iris‘ Bruder Graham kennen und hat ihn nach zehn Minuten im Schlafzimmer, Iris kümmert sich rührend um ihren Rentnernachbarn, bevor sie in Miles eine vergleichbar witzige, aber doch jüngere Alternative entdeckt. Die Handlung bietet nur einen groben Rahmen, vor dem sich das Charisma der Stars und komische Vignetten entfalten können. Von Winslets Bettboogie zur Musik des Radioweckers abgesehen, fällt die Hauptarbeit dabei Diaz zu, die wie gewohnt „The Sweetest Thing“ sein darf. Ob sie nun kindlich herumhopst, durchs Winterwonderland stöckelt, den Linksverkehr austestet oder sich karaokemäßig die süße Seele aus dem Leib schreit.

    Meyers weiß, „Was Frauen wollen“, liebt solche Szenen und hält sich deutlich öfter beim attraktiven Göttertreffen Diaz-Law auf. Mit dieser Schwerpunktsetzung und der Ausrichtung auf das ultimative Feel-Good-Movie werden die Wunschzettel ihres Stammpublikums erfüllt werden. Auch wenn es alternative Ansichten darüber geben wird, „Was das Herz begehrt“. kob.

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