Jason Clarke

Schauspieler
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Leben & Werk

Zwischen Action-Star und Charakterdarsteller: Jason Clarke ist es in den letzten Jahren gelungen, in Hollywood mit einigen fein geschliffenen Rollen auf sich aufmerksam zu machen. Dabei kann er selbst Action-Helden eine überraschende Vielschichtigkeit und stille Coolness abgewinnen, die inzwischen zu seinem Markenzeichen geworden ist.

Der am 17. Juli 1969 in Australien geborene Darsteller Jason Clarke ist auf der Leinwand in der Regel ebenso konzentriert wie zurückhaltend. Seine Figuren drängen sich in der Regel nicht in den Vordergrund, selbst wenn er die Hauptrolle spielt. Clarke beherrscht die Kunst der stillen Coolness und ist damit ein Ankerpunkt in jeder Szene. Von den Anfängen im TV konnte er sich damit zum gefragten Hauptdarsteller in Multimillionen-Dollar-Produktionen mausern.

Jason Clarke Anfänge als Schauspieler

Dem australischen Schauspieler Jason Clarke ist es nur langsam gelungen, in Hollywood Fuß zu fassen. Seine schauspielerische Kinderstube sind das Fernsehen und das Theater. Der Sohn eines Schäfers studierte an der University of Melbourne und schloss das Studium im Jahr 1994 ab. Danach spielte Clarke hauptsächlich am Theater. Ende der 1990er-Jahre begann für den Darsteller der langsame Wandel zum TV-Mimen. Clarke war in dem TV-Drama „Mercury“ zu sehen und bekam eine Rolle in dem Film „Dilemma“.

Der Wechsel zwischen Theater und Film zog sich noch einige Jahre hin, bevor Clarkes Filmrollen größer wurden. 2002 spielte Clarke den Constable Riggs in dem preisgekrönten Drama „Long Walk Home“ über drei Frauen, die aus einem Erziehungsheim fliehen. Den Wendepunkt in seiner Karriere markiert die Serie „Brotherhood“: Von 2006 bis 2008 spielte Jason Clarke den Politiker Tommy, dessen Bruder zur irischen Mafia gehört. Die Show wurde von Kritikern gefeiert und konnte Clarkes Ruf als versierter Charakterdarsteller festigen.

Jason Clarke in Hollywood

Ab 2008 ist Jason Clarke auch ein Darsteller, mit dem man in Hollywood rechnen muss. Im Kult-Actioner „Death Race“ spielte er an der Seite von Jason Statham und legte somit den Grundstein für seine zweite darstellerische Plattform: den Actionfilm. Im Jahr 2009 war Clarke bereits in Michael Manns stilvollem Gangsterepos „Public Enemies“ zu sehen, er spielt darin den Gangster John „Red“ Hamilton, einen Weggefährten des legendären Bankräubers John Dillinger (Johnny Depp).

Der Auftritt in „Public Enemies“ kann durchaus als Adelung betrachtet werden. Clarke jedenfalls konnte seitdem sukzessive größere Rollen an Land ziehen. 2010 spielte er in der „Wall Street“-Fortsetzung mit, 2011 war er in dem Thriller „Texas Killing Fields – Schreiendes Land“ an der Seite von Jessica Chastain zu sehen — ein kleiner Ausblick auf seine Rolle in dem oscarprämierten Thriller „Zero Dark Thirty“ (2012).

Jason Clarke in „Zero Dark Thirty“

Mit seinem Auftritt Kathryn Bigelows Thriller „Zero Dark Thirty“ ist es Jason Clarke gelungen, die beiden Stränge seiner Schauspielkunst zu vereinen. Als CIA-Agent Dan ist er ebenso professionell wie grausam, eine Figur, der man Sympathie abringen muss, während man erschreckt beobachtet, wie gleichmütig er foltert. „Zero Dark Thirty“ ist sicherlich der prägende Film für Jason Clarke, ein Türöffner zu den Blockbuster-Produktionen, die seine Filmografie seitdem bestimmen.

„Terminator“ und „Planet der Affen“

Seit 2012 ist Jason Clarke endgültig in Hollywood angekommen. Mit Rollen in Blockbustern wie dem Bergsteiger-Drama „Everest“ (2015), dem Actioner „White House Down“ (2013) und als Mörder der Titelfigur im der Literaturverfilmung „Der große Gatsby“ (2013) konnte sich Clarke als verlässliche Unterstützung erwiesen und gleichzeitig klarstellen, dass er auch Hauptrollen ausfüllen kann. So übernahm Clarke etwa die Führung in dem ernstzunehmenden Sci-Fi-Abenteuer „Planet der Affen: Revolution“ (2014).

Umstritten ist hingegen sein Auftritt in „Terminator: Genisys“ (2015) an der Seite von Emilia Clarke (die beiden sind nicht verwandt). Der Film konnte die Kritiker insgesamt nicht überzeugen, ist trotzdem ein klarer kommerzieller Erfolg. Clarke spielt darin John Connor, der durch Nanotechnologie aus Skynet-Laboren in eine unzerstörbare Kampfmaschine umgewandelt wurde. Die Schwächen des Filmes liegen vor allem im Script. Clarke spielte den Widersacher souverän und kann trotz des schlechten Gesamtbildes in Erinnerung bleiben.

Jason Clarke seit „Terminator“

„Terminator: Genisys“ war das bisher größte Blockbuster-Vehikel von Jason Clarke. Seither hat er sich eher anspruchsvollen Filmen wie dem oscarnominierten Familiendrama „Mudbound“ (2017) gewidmet, in dem Clarke einen Farmer in Mississippi spielt. Das Drama über Rassismus und Kriegstraumata feierte seine Premiere auf dem renommierten Sundance Film Festival und gilt als genaues Gesellschaftsbild der 1940er-Jahre.

Im Jahr 2018 ist Jason Clarke außerdem in dem Horrorfilm „Winchester“ zu sehen. Basierend auf der wahren Geschichte des Winchester-Spukhauses spielt Clarke einen Psychologen, der an die Grenzen seiner Vorstellungskraft gebracht wird.

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